identifier	taxonID	type	CVterm	format	language	title	description	additionalInformationURL	UsageTerms	rights	Owner	contributor	creator	bibliographicCitation
38674CEDB56E4D9BE6A0FBCA0AF0B211.text	38674CEDB56E4D9BE6A0FBCA0AF0B211.taxon	http://purl.org/dc/dcmitype/Text	http://rs.tdwg.org/ontology/voc/SPMInfoItems#GeneralDescription	text/html	de	Troglarmadillidium (Illyricosphaera) subterraneum	<div><p>Troglarmadillidium (Illyricosphaera n. subg.) subterraneum n. sp.</p><p>♂ 2 2/3-2 3/4 mm. ♀ fast 4 mm lang. Körper pigmentlos, weiss, aber durch anhaftende Fremdkörper stellenweise bräunlich erscheinend. Ocellen fehlen ganz. Kopf und auch die einfach beborsteten Antennen mit dichter, wabiger Wärzchenstruktur . 2. Geisselglied dreimal länger als das 1.</p><p>Die Mundwerkzeuge sind denen der Gattungsgenossen sehr ähnlich, die Mandibeln entsprechen fast vollständig der Abb. 257 und 258 in RACOVITZA's Isopodes terrestres, I. ser. 1907, Archives Zool expér . et génér ., doch besteht der Hauptzahn der linken Mandibel aus zwei stärkeren und zwei schwächeren Vorsprüngen, der glasige Vorzahn der rechten Mandibel springt dreieckig nach innen vor.</p><p>1. Trunkus-Epimeren am Seitenrande vor der Hinterecke gerade, der Hinterrand des 1. Tergit (Abb. 2 und 4) jederseits leicht eingebuchtet. Borsten der Tergite vorwiegend ziemlich lang und gebogen, an den Seitenrändern kürzer, über die ganze Fläche am ganzen Rücken dicht verstreut. Rundliche bis ovale Grübchen (Abb. 3) zwischen den Borsten sind teils vollständig, teils unvollständig fein gerandet und über den grössten Teil der Tergite verstreut. Wärzchen dagegen finden sich nur vorn im mittleren Gebiet. Die Läppchen (lo Abb. 4) unten an den 1. Epimeren sind vom Vorderrand doppelt so weit wie vom Hinterrand entfernt, die anschliessende Leiste läuft vollständig durch bis zum gegenüberliegenden Läppchen . Oben verläuft innen am Seitenrande der 1. Epimeren in der ganzen Länge eine gebogene Furche. Von Epimerendrüsen habe ich nichts bemerkt.</p><p>2. Epimeren aussen abgerundet, ihr Läppchen vom Vorderrand 1 1/2 mal weiter als vom Hinterrand entfernt und die anschliessende Leiste (k Abb. 5) läuft auch hier über die Mitte vollständig durch.</p><p>7. Tergit mit abgerundet-rechtwinkeligen Hinterecken, mit vielen Grübchen, aber ohne Wärzchen .</p><p>1. Beinpaar am Karpopodit innen mit dichter Grannenmasse (Putzapparat), unten mit zahlreichen Stachelborsten, von welchen die 2 obersten, dem Endrand genäherten, in 4-5 Spitzen zerteilt sind. Propodit unten mit 4 Stachelborsten, aber ohne Putzkämmchen . 7. Beinpaar des ♂ ohne Auszeichnung, Stachelborsten unten am Karpo- und Propodit einfach.</p><p>Telson hinten breit abgerundet (Abb. 6), die Seiten leicht bogig. Uropodenpropodite (Abb. 7) aussen und innen kräftig eingebuchtet, unten warzig, die Endopodite überragen etwas die Exopodite, welche etwa 1 3/5 mal breiter als lang hinten innen und aussen gleichmässig zugerundet sind.</p><p>Die 1. Pleopoden des ♂ (Abb. 8) sind von recht einfacher Beschaffenheit, indem die kleinen, etwas schräg gestellten, quer-ovalen Exopodite überhaupt gar nicht nach hinten ausgezogen sind. Die Endopodite verschmälern sich schnell nach hinten und laufen in einen schmalen, aber stumpfen Endzipfel aus.</p><p>Im grössten Gegensatz zu den 1. sind die Exopodite der 2. Pleopoden nach hinten in lange, dreieckige Zipfel ausgezogen, aussen hinten weit eingebuchtet, davor noch mit einer kleineren Trachealfeld-Einbuchtung. Die 2. Endopodite sind in lange, dünne, am Ende spitze Spiesse ausgezogen, welche die Exopodite sehr weit überragen .</p><p>Hinsichtlich der Gestalt des Kopfes (Abb. 1) sei noch Folgendes erwähnt:</p><p>Statt vorragender Antennenlappen finden sich einfache Schrägleisten . Ein eigentliches Stirndreieck ist nicht ausgebildet, aber ein Y-förmiger Wulst, d. h. der Absturz mit medianem Wulst gegen den Clypeus ist vorhanden und an ihn schliessen sich nach oben Abdachungen an, die unter fast rechtem Winkel unten zusammenstossen und in den medianen Wulst übergehen . Zwei gebogene Stirn-Seitenleisten jederseits sind besonders dadurch kenntlich, dass sich an ihnen das Gerinnsel auf dem Kopfe festsetzt.</p><p>Vorkommen: Am 26. IV. 33 sammelte mein Freund K. SRASSER ( Triest), dem ich bereits zahlreiche wertvolle Funde zu verdanken habe, bei Madonna del Carso in Westistrien 2♂, 1♀ unter grossen, auf Roterde liegenden Kalkplatten, am Fusse von Mauern, neben Stoppelfeld mit Oliven bei Regen in 80 m Höhe . - Es ist nicht unwahrscheinlich, dass diese Form auch noch in Höhlen gefunden wird .</p></div>	https://treatment.plazi.org/id/38674CEDB56E4D9BE6A0FBCA0AF0B211	Public Domain	No known copyright restrictions apply. See Agosti, D., Egloff, W., 2009. Taxonomic information exchange and copyright: the Plazi approach. BMC Research Notes 2009, 2:53 for further explanation.		Plazi	Karl W. Verhoeff	Karl W. Verhoeff (1933): Arthropoden aus südostalpinen Höhlen. In: MITTEILUNGEN über Höhlen- und Karstforschung Zeitschrift des Hauptverbandes Deutscher Höhlenfqrscher Jahrgang 1933. Berlin W. 15: W. JUNK: 1-21, URL: http://un.availab.le
1C9192A1C9C911E2D4D921140153361F.text	1C9192A1C9C911E2D4D921140153361F.taxon	http://purl.org/dc/dcmitype/Text	http://rs.tdwg.org/ontology/voc/SPMInfoItems#GeneralDescription	text/html	de	Nematoniscus illyricus Verhoeff 1930	<div><p>Nematoniscus illyricus n. sp.</p><p>♀ 4 1/3-7 1/3 mm, ♂ 4 1/2 mm lg. Im Ganzen ist diese Art in jeder Hinsicht dem prenjanus sehr ähnlich . Für die Kieferfüsse, die ich im 41. Aufsatz (Abb 21) nach einem etwas verbogenen Objekte geben mußte, soll die Abb. 13 als Ergänzung dienen. Die Gliederung des 4gliedrigen Tasters ist so undeutlich ausgeprägt, dass man sie nur bei stärkerer Vergrösserung und guter Beleuchtung erkennt. Drei Borstenbüschel trägt der Taster am 2.-4. Gliede und zwar die beiden stärkeren auf dem schlank-kegeligen Endglied und am queren vorletzten Glied innen auf einem Zapfen. Das rechteckige, am Ende abgestutzte Endopodit am Endrand mit einer Borste, 3-4 kurzen Spitzen und winzigen Härchen . Ein Unterschied gegenüber prenjanus ist an den Kieferfüssen nicht vorhanden, ob gegenüber triangulifer ist mir noch zweifelhaft.</p><p>An den 1. Maxillen (Abb. 11) sind die Pinselfortsätze der Endopodite sehr schlank und zeigen in der Mitte keine Spur einer Absetzung. An den Exopoditen sind die 4 grossen, äusseren Zähne gebräunt, die 4 kleinen inneren, glasig und von ihnen ist wieder einer beträchtlich dicker als die andern.</p><p>Die Endlappen der 2. Maxillen (Abb. 12) besitzen eine Längsleiste, von deren Ende eine Anzahl Schrägriefen abgehen und ein feines Feilefeld bilden, welches von einer Härchenmasse überragt wird.</p><p>In der Höckerung der Tergite und im Bau des Telsons scheinen illyricus und prenjanus ganz übereinzustimmen . Auch der Kopf ist reichlich gehöckert . Am 1. Tergit verteilen sich die Höcker auf 4, am 2. Tergit und folgenden auf 3 Reihen. Die Höcker erscheinen mikr. als kleine Hügel, die im Zentrum einen runden Knopf besitzen mit Schüppchen und Porus. Am 2. Tergit ist das Protergit (vor der Naht) halb so lang wie das Metatergit (hinter derselben).</p><p>Die 1. Plepoden des ♂ (Abb. 14) besitzen als Endopodite Kiemen, welche aus einem längeren inneren Zipfel (en) und einem kürzeren äusseren (pr) bestehen. Beide werden weit überragt von den Exopoditen (ex), welche nach hinten keulig erweitert 2) sind und einander in der Mediana etwas überdecken . Diese Exopodite sind aussen fast gerade, innen im Bogen begrenzt und hinten schräg abgestutzt. 1) Da ich diese 1. Exopodite des ♂ von den beiden andern Arten nicht kenne, bleibt es fraglich, ob sie artliche Unterschiede aufweisen.</p><p>An den 2. Pleopoden des ♂ (man vergl. auch Abb. 1-3 in meinem 17. Isopoden-Aufsatz "zur Kenntnis d. Gatt. Mesoniscus, zool. Jahrbü . 1914, 37. Bd, 5. H., Taf. 28) sind die Endopodite mehr als dreimal länger als das Exopodite, undeutlich zweigliedrig. Die über die Exopodite, hinausragenden Stäbe bleiben fast gleich dünn, die Exopodite sind hinten schwach eingebuchtet, der Hinterrand verläuft fast quer und zeigt fast in der Mitte eine abgekürzte Nahtlinie. Innen greifen die Exopodite dachziegelig über einander.</p><p>An allen Beinpaaren ist der Endrand des Carpopodit (unten ausgenommen) mit einer dichten Zähnchensäge besetzt, also innen, oben und aussen, ohne Unterbrechung.</p><p>Vorkommen: Auch diese Form verdanke ich K. STRASSER, welcher am 15. V. ein Pärchen derselben in Nordistrien bei Racice erbeutete und zwar unter einem Höhleneingang am Rande des Buchenwaldes unter tief in schwarzem Humus eingebetteten Kalksteinen. Ausserdem fand er auch noch 2 ♀ am 27. X. am Idria-Ufer bei Slup in Krain .</p></div>	https://treatment.plazi.org/id/1C9192A1C9C911E2D4D921140153361F	Public Domain	No known copyright restrictions apply. See Agosti, D., Egloff, W., 2009. Taxonomic information exchange and copyright: the Plazi approach. BMC Research Notes 2009, 2:53 for further explanation.		Plazi	Karl W. Verhoeff	Karl W. Verhoeff (1933): Arthropoden aus südostalpinen Höhlen. In: MITTEILUNGEN über Höhlen- und Karstforschung Zeitschrift des Hauptverbandes Deutscher Höhlenfqrscher Jahrgang 1933. Berlin W. 15: W. JUNK: 1-21, URL: http://un.availab.le
E12D0F7959595D7B8CEBCCC491369346.text	E12D0F7959595D7B8CEBCCC491369346.taxon	http://purl.org/dc/dcmitype/Text	http://rs.tdwg.org/ontology/voc/SPMInfoItems#GeneralDescription	text/html	de	Polybothrus obrovensis Verh. 1880	<div><p>Polybothrus obrovensis Verh.</p><p>Dass der in meinem 4. Aufsatz (Mitt. üb . Höhlen- u. Karstforsch. 1930, H. 2, Berlin 1930) beschriebene "Lithobius" obrovensis kein Lithobius ist, sondern ein Polybothrus und zwar ein Jung ♂ der Stufe agenitalis, habe ich inzwischen bereits in meinem Aufsatze " Beiträge zur Systematik und Geographie der Chilopoden ", welcher in den zoologisehen Jahrbüchern er scheint, besprochen. Dass ich diese Form zunächst für einen Lithobius hielt und halten musste, erklärt sich daraus, dass Lithobius und Polybothrus hauptsächlich durch die verschiedene Zahl und Anordnung der Poren der Coxaldrüsen unterschieden werden, welche letzteren bei Polybothrus in zwei oder mehreren, bei Lithobius dagegen nur in einer Reihe auftreten. Bei einem Teil der Polybothrus-Jugendformen aber sind die Poren der Coxaldrüsen ebenfalls nur in einer Reihe vorhanden, wodurch ihre Bestimmung sehr erschwert wird. Dadurch aber, dass STRASSER von obrovensis die Entwickelten beider Geschlechter auffand, die übrigens zu den schönsten Gestalten der südostalpinen Höhlen gehören, konnte mit Sicherheit die Polybothrus-Natur festgestellt werden. In der genannten Chilopoden-Arbeit begründete ich mehrere Polybothrlts-Untergattungen, von welchen hier die Untergatt. Parapolybothrus in Betracht kommt, vor allem ausgezeichnet durch sehr kurze Gonopoden des ♂ und sexuelle Anschwellungen innen am Präfemur des 15. Beinpaares des ♂. Bisher gehören in diese Untergatt. Parapolybothrus die beiden Arten herzegowinensis und electrinus Verh ., denen nunmehr als 3. der obrovensis beizustellen ist.</p><p>Von jenen beiden Arten aber unterscheidet sich der obrovensis durch das völlige Fehlen der Ocellen, die viel höhere Zahl der Antennenglieder, nämlich 71-74 ( während jene nur 50-59 besitzen), die ganz ein gliedrigen Gonopodenhöcker, g Abb. 19, ( während dei den 2 andern Arten diese Höcker zweigliedrig sind) und schliesslich auch durch eine abweichende Auszeichnung am Präfemur des 15. Beinpaares beim ♂.</p><p>♂ 22 1/2 mm lg., ganz bernsteingelb, die langen Antennen 73gliedrig, die Glieder der Endhälfte alle viel länger als breit, das Endglied etwa 6 mal länger als breit. Schläfenorgan etwa von der Grösse eines Ocellus, also verhältlieh klein. Die Endkralle der 2. Maxilien mit sechs Zähnchen gekämmt . Coxosternum der Kieferfüsse mit 9+10 Zähnen .</p><p>7 . 9. 11. 13. Tergit mit abgerundeten Fortsätzen, das 6. an den Hinterecken etwas eingebuchtet, das 10. in der ganzen Breite des Hinterraudes etwas eingebuchtet, das 12. mit abgerundet-rechtwinkeligen Hinterecken etwas vorragend. Die Seitenränder der meisten Tergite sind etwas aufgekrämpt .</p><p>1. Beinpaar 2 2 1 / 2 2 2; die Kralle doppelt und mit Nebenstab,</p><p>5. Beinpaar 3 2 2 / 3 3 3; 7. Beinpaar 3 2 2 / 3 3 3;</p><p>13. Beinpaar 1 0 3 2 2 / 0 1 3 3 3 Kralle doppelt und ausserdem ein Nebenstab von 3/4 Länge der Hauptkralle,</p><p>14. Beinpaar 1 0 3 2 1 / 0 1 3 3 2 Kralle mit Nebenkralle, Hüfte ohne Seitendorn,</p><p>15. Beinpaar 1 0 3 2 1 / 0 1 3 3 2 Kralle einfach, Hüfte mit einem Seitendorn.</p><p>Das Präfemur am 15. Beinpaar des ♂ (Abb. 20) innen vor der Mitte mit starkem, nach innen und oben gerichtetem, stumpfem Zapfen, der etwas beborstet ist, aber doch kein eigentliches Borstenbüschel trägt, am Ende innen nicht knotig, aber mit einer kleinen Borstengruppe. 15. Tergit des ♂ hinten ziemlich tief eingebuchtet.</p><p>Alle Tarsen sind zweigliedrig. Die Poren der Coxaldrüsen verteilen sich annähernd auf drei Reihen (Abb. 19).</p><p>Zum Vergleich erwähne ich hier noch einige Merkmale der beiden verwandten Arten:</p><p>electrinus Verh.</p><p>15. Beinpaar des ♂ am Präfemur in der Mitte innen angeschwollen und mit Haarbüschel, am Ende innen nicht knotig, aber mit dichtem Haarfeld. Antennen 59 gliedrig.</p><p>herzegowinensis Verh.</p><p>15. Beinpaar des ♂ am Präfemur in der Mitte innen ohne Anschwellung, aber am Ende innen knotig vorspringend und hier mit Haarbüschel . Antennen 50-52 gliedrig.</p><p>Vorkommen des obrovensis: Am 20. IX. 31 entdeckte K. STRASSER dieses prächtige ♂ in der Medvedova Jama bei Marcovscina in Nordistrien, etwa 2 km WSW von diesem Ort in 540 m Höhe in einem 45 m tiefen Schacht des Kreidekalkes. Es ist eine 300 m lange, grosse Hoehle mit reichlicher Sinterbildung , Temperatur am Schachtgrunde 11 °C. Das Tier befand sich "am Schachtgrunde, auf feinem Geröll mit etwa Humus und spärlichem faulendem Laub bei sehr schwachem Tageslicht."</p><p>Anmerkung: Die Untergattung Parapolybothrus ist in grossem Bogen um die Adria herum verbreitet, indem herzegowinensis in Herzgowina Montenegro und Albanien lebt, electrinus im östlichen Mittelitalien , sodass also der obrovensis Istriens das nördliche, geographische Bindeglied herstellt.</p></div>	https://treatment.plazi.org/id/E12D0F7959595D7B8CEBCCC491369346	Public Domain	No known copyright restrictions apply. See Agosti, D., Egloff, W., 2009. Taxonomic information exchange and copyright: the Plazi approach. BMC Research Notes 2009, 2:53 for further explanation.		Plazi	Karl W. Verhoeff	Karl W. Verhoeff (1933): Arthropoden aus südostalpinen Höhlen. In: MITTEILUNGEN über Höhlen- und Karstforschung Zeitschrift des Hauptverbandes Deutscher Höhlenfqrscher Jahrgang 1933. Berlin W. 15: W. JUNK: 1-21, URL: http://un.availab.le
92D2A06E952966872A0BC5BD6F2A758A.text	92D2A06E952966872A0BC5BD6F2A758A.taxon	http://purl.org/dc/dcmitype/Text	http://rs.tdwg.org/ontology/voc/SPMInfoItems#GeneralDescription	text/html	de	Cryptops illyricus	<div><p>Cryptops illyricus n. sp.</p><p>In meinem Cryptops-Aufsatz a. a. O. 1931 gab ich auf S. 273-276 einen " Schlüssel der europäischen Cryptops-Arten", in welchem man unter H,d als 7. Art den sublitoralis Verh . verzeichnet findet, d. h. eine Art, bei welcher das 1. Rumpftergit nur vorn eine quere Bogennaht besitzt. Inzwischen habe ich an anderer Stelle einen caucasius Verh . beschrieben, der ebenfalls dieses Merkmal besitzt. und als dritte Art kommt jetzt noch ein illyricus n. sp. hinzu. Da alle diese drei Arten am 1. Rumpftergit allein durch eine quere Bogennaht ausgezeichnet und dadurch zugleich von den übrigen Cryptops-Arten unterschieden sind, welche am 1. Rumpftergit entweder gar keine Nähte besitzen, oder noch andere ausser der Bogennaht, so ist es meine Aufgabe, das Verhältnis dieser drei Arten näher zu besprechen.</p><p>Ueber die diagnostisch wichtigsten Charaktere sei Folgendes festgestellt:</p><p>a) caucasius VERH. ♀ Antennen ziemlich lang, das 10. Glied 2 1/2-3mal länger als breit, eine überaus dichte und ziemlich kurze Beborstung ist schon am 2. Gliede vorhanden. Kopfnähte wie bei illyricus . Coxopleurienporen noch zahlreicher als bei illyricus und auch bis an den vorderen Teil des Oberrandes ausgedehnt. Am Labrum (Abb. 21) bleibt der Mittelzahn nicht nur sehr weit hinter den Seitenlappen zurück, sondern diese sind auch innen eingeschnitten. Endbeine an der Tibia und den Tarsalia sowohl spärlich als auch kurz beborstet. Krallen des 20. Beinpaares von normaler Stärke, die beiden Nebenstäbe ungefähr halb so lang.</p><p>b) sublitoralis VERH. ♀ Antennen mässig lang, das 10. Glied kaum 1 1/2 mal länger als breit, das 2. Glied noch ziemlich spärlich, teils lang, teils kurz beborstet. Die Kopfnähte sind vorn und hinten nur auf einer kurzen Strecke entwickelt. Die Poren der Coxopleurien bleiben von allen Rändern, namentlich aber dem hinteren weit entfernt, am Hinterrande stehen 4. starke und lange Borsten. Am Labrum (Abb. 22) bleibt der Mittelzahn nur wenig hinter den Seitenlappen zurück und diese besitzen keinen Einschnitt. Säge der Endbeine mit 10-11+4-5 Zähnen, neben der Tibiasäge keine Haarmasse. Die Endbeine sind lang und kräftig, aber spärlich beborstet, Präfemur und Femur aussen unten und innen unten mit zerstreuten, verhältlieh langen Stachelborsten. 20. Beinpaar mit Stachelborsten, die länger und spärlicher sind als bei illyricus, sonst nur mit spärlichen, aber teilweise kräftigen Borsten. Klauen der Beinpaare nicht auffallend lang, am 20. Beinpaar von den beiden Nebenstäben der eine noch nicht halb, der andere 2/3 so lang wie die Klaue.</p><p>c) illyricus n. sp. ♂ Antennen recht lang, das 10. Glied 2 1/2-3 mal länger als breit, eine dichte Beborstung beginnt erst am 3. Gliede, das 2. besitzt spärliche und teilweise lange Beborstung. Die Kopfnähte sind in der hinteren Hälfte und im vordersten Viertel der Kopfplatte ausgebildet, fehlen also nur im 2. Viertel. Poren der Coxopleurien viel zahlreicher als bei sublitoralis, daher dem Vorder- und Hinterrand genähert (Abb. 24), am Hinterrand 4-6 dicke, ziemlich kurze Stachelborsten, vom Oberrande bleiben also die Poren überall erheblich entfernt. Am Labrum (Abb. 23) ist der Mittelzahn sehr weit vom Hinterrand der Seitenlappen entfernt, diese besitzen keinen Einschnitt, aber je zwei kurze Streifen, Endbeinsägen mit 9+4 Zähnen und neben denen der Tibia eine dichte Haarmasse. Femur, Tibia und Tarsen der Endbeine fein aber dicht beborstet, Tibia und Tarsen ganz ohne stärkere Borsten, Präfemur und Femur aussen unten und innen unten mit ziemlich langen Stachelborsten, die am Präfemur besonders zahlreich. Krallen der Beine lang und schlank, am 20. Beinpaar der eine Nebenstab 3/4, der andere fast die Hälfte der Klauenlänge erreichend. 20. Beinpaar ausser den Stachelborsten am Präfemur und Femur mit zahlreichen feinen Borsten besonders am Tibia und Tarsen, an den Tarsen recht dicht. -</p><p>Die hier benutzten Merkmale gelten grösstenteils für beide Geschlechter, nur hinsichtlich der Beborstung des 20. und 21. Beinpaares ist zu berücksichtigen, dass sie nach den Geschlechtern verschieden ist.</p><p>illyricus n. sp.: ♂ 28 1/2 mm lg., graugelblich, etwas blasser als die oberirdisch lebenden Arten. Tarsen der meisten Beinpaare eingliedrig.</p><p>Beide Antennen 17 gliedrig, die zwei Grundglieder dicker als die andern. Der Vorderrand am Coxosternum der Kieferfüsse mit 3+3 Borsten, ungefähr bis zur Mitte des Trochanteropräfemur und damit zugleich bis zur Trochanterkerbe reichend. Körper zerstreut, mässig lang beborstet, die Sternite grösstenteils länglich, das 9. z. B. etwa 1 2/3 mal länger als breit, zwischen den Hüften mit blasser Schrägleiste jederseits.</p><p>Drüsenrohr an dem Kanal der Giftdrüsen der Kieferfüsse recht lang gestreckt, nur wenig in das Präfemur reichend. Die Poren der Coxopleurien des Endbeinsegmentes von verschiedener Grösse, die kleinsten nur halb so breit wie die grössten . Am 20. Beinpaar die Stachelborsten am Präfemur und Femur zahlreich, an der Tibia nur innen 4-7, an den Tarsen gar keine, die zahlreichen Borsten der Tarsen meist 1/2-2/3 so lang wie das Glied breit.</p><p>An den Endbeinen die meist ziemlich langen Stachelborsten des Präfemur und Femur zahlreich, an der Tibia dagegen innen nur noch 2-5. Die an Tarsen und Tibia recht dichte und ziemlich lange Beborstung steht meist senkrecht ab, auch das Femur besitzt noch viele Borsten, aber weniger dicht, am Präfemur sind sie nur noch spärlich vertreten.</p><p>Die 4 Zähne des 1. Tarsus kräftig und spitz, die 9 der Tibia stumpfer und schwächer . Den Zähnen des 1. Tarsus gegenüber ist (bei Einkrümmung beider gegen einander) der2. etwas vorgewölbt und hier besonders dicht beborstet.</p><p>Vorkommen: Das einzige mir bekannte ♂ dieser Art erbeutete mein Freund K. STRASSER am 18. V. 30 in der Ziatich Jama bei Mankovscina .</p><p>Ob wir es in diesem Cryptops illyricus mit einem echten Höhlentier zu tun haben, bleibt zweifelhaft, bis uns weitere Funde über die Oekologie dieser Art Aufklärung geben. Für ein Höhlentier spricht die verhältlieh blasse Färbung, sowie schlanke Krallen und lange Antennen, gegen ein solches der Umstand, daß man bisher in sehr vielen Höhlen umsonst nach Vertretern der Gattung Cryptops sich umgesehen hat.</p></div>	https://treatment.plazi.org/id/92D2A06E952966872A0BC5BD6F2A758A	Public Domain	No known copyright restrictions apply. See Agosti, D., Egloff, W., 2009. Taxonomic information exchange and copyright: the Plazi approach. BMC Research Notes 2009, 2:53 for further explanation.		Plazi	Karl W. Verhoeff	Karl W. Verhoeff (1933): Arthropoden aus südostalpinen Höhlen. In: MITTEILUNGEN über Höhlen- und Karstforschung Zeitschrift des Hauptverbandes Deutscher Höhlenfqrscher Jahrgang 1933. Berlin W. 15: W. JUNK: 1-21, URL: http://un.availab.le
0C79A8E5EC3CFA350C7B669A7BDEE88C.text	0C79A8E5EC3CFA350C7B669A7BDEE88C.taxon	http://purl.org/dc/dcmitype/Text	http://rs.tdwg.org/ontology/voc/SPMInfoItems#GeneralDescription	text/html	de	Trogloiulus mirus Manfredi	<div><p>Zur Kenntnis des Trogloiulus mirus Manfredi .</p><p>Die erste Bearbeitung dieses nur aus Höhlen der Brescianer Voralpen bekannten Juliden findet man unter dem Titel "Un nuovo Miriapodo cavernicolo italiano" in Atti d. soc. ital. di Scienze Naturali vol. 70, Milano 1931 auf S. 181-189. Sie ist so eingehend und sorgfältig, dass ich keinen Augenblick darüber in Zweifel sein konnte, ob Tiere, welche ich Herrn BOLDORI (Cremona) verdanke und welche ebenfalls aus der Grotte Buco del Prate nordöstlich von Brescia stammen, mit dem Trogloiulus mirus Manfredis identisch sind. Auch der Ansicht der Verfasserin, dass dieser Julide von Typhloiulus generisch zu trennen sei kann ich durchaus beistimmen. Trotzdem scheint es mir nützlich, dfese Form erneut zu besprechen und namentlich die eigentümlichen Gonopoden (Abb. 25-27) noch näher zu erörtern, besonders naturlich im Hinblick auf die Frage, welche systematische. Stellung dieser Gattung zukommt.</p><p>Bekanntlich gab ich in meinem Diplopoden-Werk Bronn's Klassen und Ordnungen des Tierreichs 10. Lief. Leipzig 1930 ab S. 1647 eine Uebersicht der Juliden nach Unterfamilien, Tribus und Gattungen. Dass Trogloiulus unter den 8 Unterfamilien nur zu den Julinae Verh. gehören kann, bei denen wir auch Typhloiulus finden, ist aus meinem Schlüssel ganz zweifelsfrei zu ersehen. Unter den Julinae aber gehört Trogloiulus ebenso sicher zu der Tribus Typhloiulini, sowohl nach dem Augen- und Pigmentmangel, als auch nach der grossen Zahl der Sinnesstäbchen an den Antennen. Trotz des Fehlens der Flagella bei Trogloiulus unterliegt es daher keinem Zweifel, daß Typhloiulus und Trogloiulus nahe mit einander verwandt sind. Wie man auch aus Abb. 1-5 in meinem 5. Aufsatz dieser Serie in den Mitt. üb . Höhlen- und Karstforschung, 1930, H. 4, Berlin, auf S. 18 ersieht, sind die Opisthomerite von Typhloiulus im Vergleich mit andern Juliden einfach gebaut und ich habe zugleich auf deren verhältlieh geringe Grösse hingewiesen.</p><p>Der als Velum (ve) bezeichnete, am Ende meist zerschlitzte vordere Teil der Opisthomerite ist fast in seiner ganzenLänge mit dem Solänomerit verwachsen, während bei Trogloiulus das am Ende zugleich ungewöhnlich keulig erweiterte Velum (ve Abb. 26) bis weit über die Mitte, vom Solänomerit abgespalten ist. Die Führungsanpassungen an das Flagellum sind bei Typhloiulus so wenig auffallend, sie bestehen nur in dem bekannten, durch eine zarte Lamelle überdeckten Spalt, dass man ihren Wegfall bei Trogloiulus kaum bemerkt. Diese Gattung besitzt aber in der tiefen Bucht, welche Velum und Solänomerit trennt, im Anschluss an letzteres ein zartes, fast trichterartig ausgehöhltes Gebilde (fo), welches ich um so mehr als eine physiologisch wichtige Einrichtung betrachten muss, als sich am Grunde dieser Trichtergrube die Mündung des Schlauches der Coxaldrüse befindet. Diese fast mittlere Lage der Drüsenmündung ist zwar auch bei Typhloiulus beobachtet worden, aber eine Trichtergrube kommt dort nirgends vor. Diese Trichtergrube ist aber der Ersatz für einen Spermaabschnitt, der übrigens bei Typhloiulus meistens nicht mehr ausgebildet ist, bei Typhloiulus tobias Berl. (Abb. 3 im 5. Aufsatz dieser Serie) aber noch durch das Haarfeld (ar) einen Ersatz erhält .</p><p>Der hoch aufragende, am Ende in zwei zarte Fortsätze geteilte Endteil des Solänomerit von Trogloiulus (op Abb. 26), hat hier weil Flagella nicht vorhanden sind, nur noch eine schutzblattartige Bedeutung, obwohl ein Phylacum im morphologischen Sinne bei beiden Gattungen fehlt.</p><p>Die Gegensätze sind also wie folgt auszudrücken:</p><p>Typhloiulus Latz.</p><p>Vordere Gonopoden mit Flagella. Velum der Länge nach mit dem Solänomerit verwachsen, letzteres ohne Trichtergrube. Maximum der Beinpaarzahl 135.</p><p>Trogloiulus Manfr.</p><p>Flagella fehlen vollständig . Velum fast bis zum Grunde vom Solänomerit abgespalten, zugleich ungewöhnlich lang und mit keuligern Ende, die Coxaldrüse mündet in eine Trichtergrube. Die Zahl der Beinpaare erreicht etwa 161-171 und bedeutet ein Maximum unter allen europäischen Juliden.</p><p>Hinsichtlich der Gonopoden des Trogloiulus mirus verdient noch Folgendes hervorgehoben zu werden:</p><p>Promerite 1) am Ende breit abgerundet, von vorn betrachtet im Ganzen etwas nach innen gebogen (Abb. 25), hinten an der Basis innen mit einem dreieckigen Fortsatz (i) und aussen mit einem länglichen Läppchen (a). Die Mesomerite (Abb. 27) laufen am Ende nicht einfach aus (wie es in MANFREDI'S Abb. A dargestellt ist), sondern sie sind hier in zwei Vorsprünge abgesetzt (al und in), welche beide an ihrer vorderen Abdachung gesägt-gezähnt erscheinen, wobei der äussere Vorsprung (al) nach endwärts stärker vorragt als der innere. Velum und Mesomerit sind, mit Ausnahme der Endteile, dicht an einander gepresst.</p><p>Hinsichtlich des übrigen Körpers erwähne ich das Weitere: Die Stämme am Gnathochilarium des ♂ hinter der Mitte mit 18-19 ziemlich dicken und ziemlich weit zerstreuten Tastborsten, vorn ohne Drüsen, die Innentaster mit 8 Sinnesstäbchen . Am 1. Beinpaar des ♂ kommt ein vollständig abgegrenztes Präfemur vor und ein sehr kurzer Femurwulst trägt vier Borsten. Die Penes deutlich zweigliedrig und mit kleinen, abgesetzten Endzipfeln dreieckig und spitz auslaufend. Coxaldrüsen an den Hüften des 2. Beinpaares habe ich nicht beobachtet.</p><p>Präfemur keulig, am Ende aussen etwas abgestutzt, Tibia mit kräftigem, dicht gestreiften Polster, das am Ende kaum vorragt, Postfemur mit streifiger Polster-Andeutung. Am 4. und 5. Beinpaar die Polster stärker, das der Tibia am Ende mit einem Zipfel vorragend. An den Antennen trägt nicht nur der Endrand des 5. und 6. Gliedes zahlreiche Sinnesstäbchen, sondern auch der Endrand des 7. Gliedes ist mit einem Kranz von Sinnesstäbchen ringsum besetzt, die aber noch nichthalb so lang sind wie die des 5. und 6. Gliedes.</p><p>Vorkommen: Die mir von Herrn BOLDORI freundliehst übermittelten Tiere, 2 ♂ 1j. ♂ und 2 ♀ sammelte er am 13. XI. 32 in der Grotta Buco del Frate .</p></div>	https://treatment.plazi.org/id/0C79A8E5EC3CFA350C7B669A7BDEE88C	Public Domain	No known copyright restrictions apply. See Agosti, D., Egloff, W., 2009. Taxonomic information exchange and copyright: the Plazi approach. BMC Research Notes 2009, 2:53 for further explanation.		Plazi	Karl W. Verhoeff	Karl W. Verhoeff (1933): Arthropoden aus südostalpinen Höhlen. In: MITTEILUNGEN über Höhlen- und Karstforschung Zeitschrift des Hauptverbandes Deutscher Höhlenfqrscher Jahrgang 1933. Berlin W. 15: W. JUNK: 1-21, URL: http://un.availab.le
7F84CA1FBE7AC5178248B666BD6A3276.text	7F84CA1FBE7AC5178248B666BD6A3276.taxon	http://purl.org/dc/dcmitype/Text	http://rs.tdwg.org/ontology/voc/SPMInfoItems#GeneralDescription	text/html	de	Thyphloiulus illyricus	<div><p>Thyphloiulus illyricus, stygis m. nenne ich eine Form, deren ♂ bei 38 mm Länge 107 Beinpaare besitzt, also um 18 Beinpaare das bisherige Maximum des typischen illyricus übertrifft . Die Penes sind normal entwickelt und die in Abb. 28 dargestellten Gonopoden stimmen bis auf einige kleine Unterschiede mit denen des illyrictus überein . Auch in dem Auftreten spärlicher Borsten in der Hinterhälfte der Stämme des Gnathochilarium gleicht diese Form dem illyricus .</p><p>Von besonderem Interesse, im Zusammenhang mit der Grösse und hohen Beinpaarzahl, ist aber das Verhalten des 1. Beinpaares (Abb. 29), welches von dem des illyricus (Abb. 30) beträchtlich abweicht und zwar in dem Sinne, dass es weniger zurückgebildet ist als die Häkchenbeine typischer entwickelter Juliden-Männchen . Seit vielen Jahren habe ich in verschiedenen Aufsätzen darüber berichtet, dass Zustände des 1. männlichen Beinpaares wie der in der Abb. 29 dargestellte, charakteristisch sind für Schaltmännchen und besonders verweise ich auf meinen Aufsatz " über Doppelmännchen bei Diplopoden", Zool. Anzeiger, Bd. 23, Nr. 605, 1900, in welchem ich auf S. 43 zwei Abbildungen des 1. Beinpaares von zwei Schaltmännchen des Cylindroiulus nitidus VERH. gegeben habe, deren eine (II) die grösste Aehnlichkeit zeigt mit der beistehenden Abb. 29. des stygis ! Der Unterschied liegt fast nur noch darin, dass bei dem nitidus-Schaltmännchen das 1. Beinpaar noch ein Krallenrudiment besitzt, während ein solches bei stygis fehlt.</p><p>Diese grosse Aenlichkeit des 1. Beinpaares von illyricus, stygis mit dem mancher Schaltmännchen einerseits und die genannte maximale Grösse und sehr hohe Beinpaarzahl andererseits führen mich zu dem Schlusse, dass sich stygis ebenfalls aus einem Schalt männchen entwickelt hat und demnach mit Periodomorphose.</p><p>*) Man vergleiche meinen 96. Diplopoden-Aufsatz "Periodomorphose" in Bd. 56, Nr. 9/10 und 11/13 des zoolog. Anzeigers 1923, S. 233-254.</p><p>Wer die einschlägige Literatur über Schaltmännchen und Periodomorphose kennt, wird mit mir den Einwurf erheben, dass ich diese Form nicht als eine Rasse, sondern als Peridomorphose-Form hätte bezeichnen sollen und demnach illyricus elongatus nennnen, analog z. B. dem Tachypodoiulus albipes elongatus, der Fundamentalart für die Entdeckung der Periodomorphose! In der Tat war das auch meine ursprüngliche Ansicht und Absicht, aber verschiedene Umstände führten mich zu der Ueberzeugung, dass die Merkwürdigkeit dieser Form nicht mit der Feststellung einer Periodomorphose erschöpft ist, sondern dass wir es auch zugleich mit einer abweichenden systematischen Form zu tun haben, weshalb die subspecifiche Benennung gerechtfertigt ist. Der stygis unterscheidet sich aber vom echten Typhloiulus illyricus:</p><p>1. durch das 1. Beinpaar des ♂. Während dasselbe bei illyricus (Abb. 30) den bekannten Bau zeigt, also kräftig entwickelten Unkus, unvollkommene Absetzung des Femur und einheitlichen Tibiotarsus (tt) ist bei stygis (Abb. 29) der Unkus erst angedeutet, die Gliederung des Telopodit aber viel weniger verwischt, denn Präfemur, Femur, Tibia und Tarsus sind noch deutlich gegen einander abgesetzt.</p><p>2. besitzt illyricus am 2.-7. Beinpaar, besonders an der Tibia kräftig entwickelte Polster, welche dem stygis gänzlich fehlen.</p><p>3. liegen auch einige Unterschiede in den Gonopoden vor, denn wie sich aus einem Vergleich der beistehenden Abb. 28 mit der Abb. 1 im Aufsatz dieser Serie 1929 ergibt, liegt der Wulst innen an der Basis der Mesomorite (x) in derselben Höhe mit seinem Ende wie das Ende des Innenlappens (la) der Promerite (bei illyricus dagegen weiter endwärts), das Ende der Mesomerite bleibt hinter dem der Promerite zurück und ist nicht gebogen (bei illyricus reicht es ebenso weit heraus wie das Promerit und ist entschieden gebogen). Am Opisthomerite ist das Ende des Solänomerit mit einem einfachen Haarbüschel besetzt (bei illyricus ragt nach vorn ein Zapfen vor).</p><p>Da die Periodomorphose eine sexuelle Entwicklungshemmung mit Perioden ist, könnte man einwenden, dass der stygis ebenfalls als eine Hemmungsform aufgefasst werden könnte . Wenn das der Fall wäre, müsste man Jedoch annehmen, dass diese Hemmung in allen sexuellen Charakteren zum Ausdruck kommen würde, was wie sich aus dem Gesagten ergibt, jedoch nicht der Fall ist. Demnach fasse ich den illyricus stygis als eine Form auf, welche zwar einerseits sich mit Periodomorphose entwickelt, andererseits aber auch verschiedene Rassemerkmale besitzt.</p><p>Das Interesse für die Typhloiulus und ihre Variation wird durch diese Verhältnisse bedeutend erhöht und es ist zu wünschen, dass weitere Funde unsere Kenntnisse in dieser Richtung bald vervollständigen werden.</p><p>Vorkommen: Am 22. II. 31 erbeutete K. STRASSER in der Pecina Glavici bei Pinguenta in lstrien 1 ♂, 1 ♀, 1 j. ♀ und 6 Larven. Er schrieb mir hierüber Folgendes: " 10 km OSO von Pinguente, im Dorf Glavici, Eocänkalk, 380 m Höhe . Lange, gangartige Höhle, sehr nass, mit Lehm und vielen Wassertümpeln mit Schlammgrund." Alle Funde wurden im Dunkeln gemacht. Die Tiere befanden sich teils auf feuchtem Sinter, teils auf Lehm und Holz .</p><p>Hinsichtlich der 8 mm langen Larven mit 29 Beinpaaren und 6 beinlosen Endringen verdient noch hervorgehoben zu werden, dass die Endglieder der Antennen bereits zahlreiche Sinnesstäbchen besitzen und einen gut entwickelten präanalen Fortsatz. Sie enthalten zahlreiche Kalk-Krystallkörper, die teilweise wie sprossende Hefezellen an einander sitzen und zwar, was besonders bemerkenswert ist, grösstenteils in den beinlosen Rumpfringen und hier besonders zahlreich untenim Sprossungsgebiet, wo bei der Neubildung und Umbildung der Ringe ein besonders hohes Kalkbedürfnis vorliegt.</p></div>	https://treatment.plazi.org/id/7F84CA1FBE7AC5178248B666BD6A3276	Public Domain	No known copyright restrictions apply. See Agosti, D., Egloff, W., 2009. Taxonomic information exchange and copyright: the Plazi approach. BMC Research Notes 2009, 2:53 for further explanation.		Plazi	Karl W. Verhoeff	Karl W. Verhoeff (1933): Arthropoden aus südostalpinen Höhlen. In: MITTEILUNGEN über Höhlen- und Karstforschung Zeitschrift des Hauptverbandes Deutscher Höhlenfqrscher Jahrgang 1933. Berlin W. 15: W. JUNK: 1-21, URL: http://un.availab.le
D8D62D232BB5A19E469C094DF251B808.text	D8D62D232BB5A19E469C094DF251B808.taxon	http://purl.org/dc/dcmitype/Text	http://rs.tdwg.org/ontology/voc/SPMInfoItems#GeneralDescription	text/html	de	Typhloiulus illyricus var. obscurus	<div><p>Typhloiulus illyricus var. obscurus m. nenne ich ein ebenfalls am 22. II. 31 in der Pecina Glavici gefundenes ♀ von 38 mm Länge mit 103 Beinpaaren und 2 beinlosen Endringen, dessen Körper (im Gegensatz zu dem weissen stygis) ganz grauschwärz I ich ist, mit etwas bräunlichen Ringeln. Es unterscheidet sich von dem typischen illyricus durch das vollständige Fehlen eines präanalen Fortsatzes, obwohl es sonst ganz mit ihm übereinstimmt . Der Hinterrand des Präanalsegmentes über dem Analsegment ragt überhaupt nicht vor, sondern ist einfach abgerundet.</p><p>Ob hier wirklich eine Varietät vorliegt, oder eine andere Art, oder ob es sich um eine individuelle Mutation handelt, oder ob der Endfortsatz abgestossen worden ist und dann nach Häutung nicht wieder regeneriert, müssen weitere Funde entscheiden.</p></div>	https://treatment.plazi.org/id/D8D62D232BB5A19E469C094DF251B808	Public Domain	No known copyright restrictions apply. See Agosti, D., Egloff, W., 2009. Taxonomic information exchange and copyright: the Plazi approach. BMC Research Notes 2009, 2:53 for further explanation.		Plazi	Karl W. Verhoeff	Karl W. Verhoeff (1933): Arthropoden aus südostalpinen Höhlen. In: MITTEILUNGEN über Höhlen- und Karstforschung Zeitschrift des Hauptverbandes Deutscher Höhlenfqrscher Jahrgang 1933. Berlin W. 15: W. JUNK: 1-21, URL: http://un.availab.le
