taxonID	type	description	language	source
612CEA20FFB0576ABB1DFBCB341C3561.taxon	description	P a r a t y p u s - ♀: " W-JAVA, Gn. Halimun N. P., N Ciptarasa, 1100 m, leg. A. Riedel / 19. IX. 2005 sample 3, sifted S 06 ° 49 ’ 52,0 ’’ E 106 ° 30 ’ 05,1 ’’ / SMNK, Karlsruhe under restriction: holotypes to be deposited in MZB (Cibinong, Indonesia) / PARATYPUS Olophrinus javanus nov. sp. det. M. Schülke 2005 [gelb] " (SMNK). Messwerte des Holotypus (in mm): AL: 0,32; SL: 0,28; KBr: 1,05; KL: 0,88; HBr: 2,40; HL: 1,29; FBr: 2,46; FNL: 1,82; FSL: 2,15; VKL: 4,00; AedL: 1,22. Indizes: AL / SL: 1,12; AL / KBr: 0,30; KBr / HBr: 0,44; KBr / HL: 0,81; HBr / HL: 1,86; HBr / FBr: 0,97; HL / FNL: 0,71; FBr / FSL: 1,14. Längenverhältnis der Fühlerglieder I-XI: 17: 8,5: 12,5: 12: 11: 11: 11,5: 11,5: 11: 10: 13. Länge / Breite der Fühlerglieder III: 3,33; IV: 3,20; V: 2,44; VI: 2,32; VIII: 2,30; X: 1,82; XI: 2,36. Variabilität (n = 2): AL: 0,32 - 0,33; KBr: 1,05 - 1,07; HBr: 2,40; HL: 1,29 - 1,38; FBr: 2,43 - 2,46; FNL: 1,78 - 1,82; FSL: 2,15 - 2,18; VKL: 3,88 - 4,00; GL (bis Segment VII): 5,54; AedL: 1,22. Indizes: AL / KBr: 0,31 - 0,32; KBr / HBr: 0,44; KBr / HL: 0,77 - 0,81; HBr / HL: 1,73 - 1,86; HBr / FBr: 0,97 - 0,99; HL / FNL: 0,71 - 0,78; FBr / FSL: 1,11 - 1,14. Beschreibung: In Habitus (Abb. 1 A, B), Punktierung und Mikroskulptur von O. striatus FAUVEL kaum zu unterscheiden. Körpergrösse etwa 5,5 mm. Färbung: Kopf (Abb. 1 C), Pronotum, Elytren und Abdomen schwarzbraun bis schwarz, Hinterränder von Pronotum und Abdominalsegmenten breit aufgehellt. Beine braun, Taster und die vier Basalglieder der Antennen gelbbraun, Antennen ab Glied 5 angedunkelt. 1657 Elytren mit jeweils sieben vollständigen Diskalreihen dichter, etwas vertieft stehender Punkte, ausserhalb der vollständigen Punktreihen wie bei O. striatus mit zwei kurzen Reihen in den Hinterwinkeln der Elytren (5 und 4 Punkte beim Holotypus, 7 und 11 Punkte beim Paratypus). Am Aussenrand der Elytren befindet sich jeweils eine vollständige Lateralpunktreihe. In den Punkten inserieren nur sehr kurze, meist völlig abgeriebene Haare. Mikroskulptur und Punktierung: Kopf, Pronotum, Scutellum, Elytren und Abdomen kräftig mikroskulpturiert, wie bei O. striatus auf dem Kopf wirbelförmig, auf Pronotum, Scutellum und Elytren querwellig (MW: 1 bis 1,5 Maschen / 10 µm), auf der Basis der vorderen Abdominalsegmente rhomboid bis kurzmaschig, nach hinten quermaschig (MW: etwa 1 Masche / 10 µm). Die bei den untersuchten Exemplaren von O. striatus auf dem Kopf und dem Pronotum angedeutete feine Grundpunktierung fehlt bei O. javanus. Männchen: Vordertarsenglieder 1 bis 3 erweitert. Sternit VI (Abb. 1 D) am Hinterrand mit einer schmalen und flachen Ausrandung in der Mitte und einer Reihe aus etwa 20 kurzen Borsten sowie einem Paar längerer Borsten. Sternit VII (Abb. 1 E, F) am Hinterrand mit breiter und tiefer, am Grunde abgerundeter Mittelausrandung. Entlang der Ausrandung mit etwa 30 kurzen, kammförmig angeordneten Borsten, an den Seiten der Ausrandung befinden sich beidseits zwei längere Borsten. Vor der Ausrandung befindet sich ein mehr oder weniger dreieckiges Feld aus etwa 55 spitzen kleinen Borsten. Sternit VIII (Abb. 2 A) tief und breit, mehr oder weniger abgerundet dreieckig ausgerandet, die Ausrandung deutlich tiefer als bei O. striatus, die Längsmitte des Sternits erreichend. An der Basis der Ausrandung befinden sich einige kleine Borsten, vor der Ausrandung ohne weitere Beborstung. Tergit VIII (Abb. 2 B) sechslappig, die beiden Mittellappen durch einen abgerundet dreieckigen Einschnitt getrennt. Tergalteile IX mit zweispitzigem Apex. Sternit IX breit und stark unsymmetrisch. Aedoeagus (Abb. 1 H, I) kompakt mit breitem Basalteil des Medianlobus. Internalsack mit einem kräftigen Flagellum, das etwa eineinhalbmal im Basalteil des Medianlobus aufgerollt ist. Parameren sehr kurz, etwas unsymmetrisch, viel gedrungener als bei allen anderen bekannten Arten. Weibchen: Vordertarsenglieder 1 bis 3 fast so stark wie beim Ƌ erweitert. Tergit VIII (Abb. 2 C, D) sechslappig, Mittellappen sehr kurz, durch einen breiten Mitteleinschnitt getrennt. Dieser ist beim Paratypus unregelmässig geformt, die Mittellappen sind jedoch nicht abgebrochen, wie die am Apex befindlichen Borstenpunkte zeigen. Die am Grunde abgerundeten Einschnitte zwischen Mittellappen und den inneren Seitenlappen enden auf einem Niveau mit den Einschnitten zwischen den inneren und äusseren Seitenlappen. Sternit VIII (Abb. 1 E) sechslappig mit tiefem Mitteleinschnitt, dieser erreicht nicht ganz die Längsmitte des Sternits. Apikale Beborstung der Mittellappen wenig umfangreich, aus etwa 7 - 8 hellen Borsten bestehend. Segment IX breit, Tergit X am Hinterrand breit abgerundet und mit einem feinen Haarsaum versehen. Distale Gonocoxite breit und apikal abgerundet, proximale Gonocoxite schlank, etwa eineinhalbmal so lang wie die schlanken Styli (Abb. 2 F). Spermathek schwach sklerotisiert, ähnlich wie bei O. striatus und O. octolineatus CAMERON. Verwandtschaftsbeziehungen und Differentialdiagnose: Olophrinus javanus unterscheidet sich bei der in der O. striatus - Gruppe üblichen habituellen Uniformität von allen anderen bekannten Arten durch die Ausbildung der männlichen und weiblichen Geschlechtsmerkmale: • das kräftiger ausgerandete und umfangreicher beborstete Ƌ- Sternit VI (Abb. 1 D), 1658 • das tiefer ausgerandete und mit einem umfangreicheren Borstenfeld versehene Ƌ- Sternit VII (Abb. 1 E, F), • den kompakten Aedoeagus mit kürzeren Parameren als bei allen anderen Arten (Abb. 1 I, H), • die sehr kurzen, breit geteilten Mittellappen des ♀ - Tergit VIII (Abb. 2 C, D). Von O. striatus, dem die Art in der Punktierung der Elytren gleicht, ist die Art auch durch die etwas weitläufigere Mikroskulptur auf den Elytren zu unterscheiden. Derivatio nominis: Der Name der Art ist vom Namen der indonesischen Insel Java abgeleitet. Verbreitung und Bionomie: Bisher nur auf der indonesischen Insel Java gefunden. Beide Fundorte (Abb. 3, 4) liegen in Wäldern in etwa 1100 m, Höhe. Die Tiere wurden jeweils nach Regenfällen aus Bodenstreu gesiebt (Riedel, persönliche Mitteilung).	de	Zwei neue Arten der Gattung Olophrinus Fauvel (Coleoptera, Staphylinidae, Tachyporinae) M. Schülke (2006): Zwei neue Arten der Gattung Olophrinus FAUVEL (Coleoptera, Staphylinidae, Tachyporinae). Linzer biologische Beiträge 38 (2): 1655-1668, DOI: 10.5281/zenodo.13320495
612CEA20FFB2576CBB1DFC8C3373320E.taxon	description	P a r a t y p e n - ♀ ♀: gleiche Daten, " PARATYPUS Olophrinus lantschangensis nov. sp. det. M. Schülke 2005 [gelb] " (NSMT, cSch). Messwerte des Holotypus (in mm): AL: 0,30; KBr: 1,11; HBr: 2,54; HL: 1,48; FBr: 2,52; FNL: 1,85; FSL: 2,21; VKL: 4,21; GL (bis Segment VI): 5,72; AedL: 1,43. Indizes: AL / KBr: 0,27; KBr / HBr: 0,44; KBr / HL: 0,75; HBr / HL: 1,72; HBr / FBr: 1,01; HL / FNL: 0,80; FBr / FSL: 1,14. Längenverhältnis der Fühlerglieder I-XI: 16: 10: 13: 13: 13: 12,5: 12,5: 11,5: 11,5: 11,5: 15. Länge / Breite der Fühlerglieder III: 2,89; IV: 2,73; V: 2,60; VI: 2,38; VIII: 1,92; X: 1,64; XI: 2,14. Variabilität (n = 5): AL: 0,30 - 0,32; KBr: 1,11 - 1,17; HBr: 2,54 - 2,60; HL: 1,46 - 1,51; FBr: 2,52 - 2,66; FNL: 1,85 - 2,03; FSL: 2,21 - 2,34; VKL: 4,00 - 4,37. Indizes: KBr / HBr: 0,44 - 0,45; KBr / HL: 0,75 - 0,78; HBr / HL: 1,71 - 1,75; HBr / FBr: 0,98 - 1,01; HL / FNL: 0,74 - 0,80; FBr / FSL: 1,11 - 1,15. Alle vorliegenden Exemplare wurden in Flugfallen (flight intercept traps) gefangen. Ihre Hautflügel sind deshalb soweit noch vorhanden ausgefaltet, dem Holotypus fehlt die linke Elytre, zwei der Paratypen Teile der Antennen. Beschreibung: Habitus (Abb. 5 A) etwas weniger gewölbt als bei O. striatus, Körpergrösse etwa 6 - 6,5 mm. Färbung: Kopf, Pronotum, Elytren und Abdomen schwarzbraun bis schwarz, Hinterrän- der und - ecken des Pronotums und die Hinterränder der Abdominalsegmente aufgehellt. Beine und Taster braun, die vier Basalglieder und das Endglied der Antennen gelbbraun, Glieder 5 - 10 angedunkelt. Kopf (Abb. 5 B) quer, Augen gross, deutlich aus dem Kopfumriss hervorragend. Antennen gestreckt, zurückgelegt den Hinterrand des Pronotums überragend. Alle Glieder deutlich länger als breit. Pronotum quer und gewölbt, Vorderecken breit, Hinterecken weniger breit abgerundet. Randung des Pronotums vorn und an den Seiten deutlich, hinten fehlend. Seitenrandpunkte des Pronotums sehr klein und unauffällig, hinten weit vom Rand des Pronotums entfernt. Scutellum breit abgerundet. Elytren (Abb. 5 C) mit jeweils sieben vollständigen Diskalreihen dichter, etwas vertieft 1659 stehender, kräftiger Punkte. Die Nahtpunktreihe entlang des Scutellums erweitert und entlang der Naht unregelmässig doppelt bis dreifach ausgebildet. Zwischen Reihe 5 und 6, die an der Basis der Elytren etwas divergieren, sowie ausserhalb von Reihe 7 mit einzelnen zusätzlichen Punkten. Am Aussenrand der Elytren befindet sich jeweils eine vollständige Lateralpunktreihe. In den Punkten inserieren nur sehr kurze, meist völlig abgeriebene Haare. Mikroskulptur und Punktierung: Kopf, Pronotum, Scutellum und Elytren glänzend, ohne Mikroskulptur, lediglich der Kopf vom Hinterrand der Augen zum Hals hin mit feiner querwelliger Mikroskulptur (MW: 2 Maschen / 10 µm). Abdomen quermaschig mikroskulpturiert (MW: etwa 1 - 1,5 Maschen / 10 µm). Kopf und Pronotum mit feiner, weitläufiger Punktierung (PD: <5 µm, PA Kopf: 30 - 50 µm, PA Pronotum 30 - 80 µm). Scutellum unpunktiert. Elytren zwischen den kräftigen Reihenpunkten mit feinen Punkten gleicher Grösse wie auf dem Pronotum. Abdomen kräftiger und enger punktiert (PD ca. 10 µm, PA: ca. 30 µm). Tomentierung am ganzen Körper sehr kurz (ca. 10 µm), kaum sichtbar. Männchen: Vordertarsenglieder 1 bis 3 erweitert. Sternit VI am Hinterrand nicht deutlich ausgerandet, in der Mitte mit einer Reihe aus 7 kurzen, nicht modifizierten Borsten. Sternit VII (Abb. 5 D) am Hinterrand dreibuchtig mit breiter und tiefer, am Grunde abgerundeter Mittelausrandung, entlang der Ausrandung mit etwa 35 modifizierten, kammförmig angeordneten Borsten. An den Seiten der Ausrandung befinden sich beidseits zwei längere Borsten, vor der Ausrandung auf beiden Seiten eine schräg stehende Reihe aus vier kurzen, spitzen Borsten. Sternit VIII (Abb. 5 E) tief und breit, mehr oder weniger abgerundet dreieckig ausgerandet, die Ausrandung deutlich tiefer als bei O. striatus, die Längsmitte des Sternits erreichend. Am Innenrand der Ausrandung befindet sich eine vollständige, halbkreisförmige Reihe aus ca. 20 hellen Borsten. Tergit VIII (Abb. 5 F) sechslappig, die beiden Mittellappen durch einen abgerundet dreieckigen Einschnitt getrennt. Tergalteile IX (Abb. 5 G) mit zweispitzigem Apex, Tergit X (Abb. 5 G) breit abgerundet und am Hinterrand dicht behaart. Sternit IX (Abb. 5 H) breit und stark unsymmetrisch. Aedoeagus (Abb. 6 A, B) kompakt mit breitem Basalteil des Medianlobus. Internalsack mit einem kräftigen Flagellum, das im Basalteil des Medianlobus aufgerollt ist. Parameren (Abb. 6 C) gestreckt, etwas asymmetrisch. Weibchen: Vordertarsenglieder 1 bis 3 fast so stark wie beim Ƌ erweitert. Tergit VIII (Abb. 6 E) fünflappig, Mittellappen sehr lang und spitz, deutlich länger als die inneren Seitenlappen. Sternit VIII (Abb. 6 D) sechslappig mit tiefem, schmalem Mitteleinschnitt, dieser erreicht die Längsmitte des Sternits. Einschnitte zwischen den Mittellappen und inneren Seitenlappen sowie zwischen den Seitenlappen wenig tief, am Grunde kaum abgerundet und mit einigen Hinterrandborsten versehen. Die vier Seitenlappen sehr schmal und lang. Apikale Beborstung der Mittellappen wenig umfangreich, aus etwa 6 hellen Borsten bestehend. Segment IX breit, Tergit X am Hinterrand breit abgerundet und mit einem feinen Haarsaum versehen. Distale Gonocoxite breit und apikal abgerundet, proximale Gonocoxite schlank, etwa doppelt so lang wie die schlanken Styli (Abb. 6 F). Spermathek schwach sklerotisiert, ähnlich wie bei O. striatus und O. octolineatus. Differentialdiagnose: Olophrinus lantschangensis unterscheidet sich von allen anderen Arten der Gattung durch: 1660 • die Punktierung der Elytren mit erweiterter Nahtpunktreihe und fehlenden Punktreihen 8 und 9 (Abb. 5 C), • die fehlende Mikroskulptur auf dem gesamten Vorderkörper (von allen Arten der O. striatus - und O. suzukii - Gruppe), • die deutliche Mikroskulptur auf den Abdominaltergiten (von den Arten der O. malaisei - Gruppe), • die gleichmässige Punktierung der Abdominaltergite (von den Arten der O. malaisei - Gruppe), • die Art der Beborstung am Hinterrand der Ƌ- Sternite VI und VII (Abb. 5 D), • das Vorhandensein einer vollständigen Borstenreihe aus ca. 20 kleinen Borsten vor der Ausrandung am Hinterrand von Ƌ- Sternit VIII (Abb. 5 E), • die lang gestreckte Form der Seitenlappen des ♀ - Sternit VIII (Abb. 6 D) und • die Beborstung am Grund der Einschnitte zwischen den Innen- und Seitenlappen des ♀ - Sternit VII (Abb. 6 D). Die Einordnung der Art in die O. striatus - Gruppe erscheint auf Grund der abweichenden Punktierung und Mikroskulptur etwas unsicher, Beziehungen zu den Arten der anderen Artengruppen lassen sich jedoch nicht plausibel machen. Derivatio nominis: Abgeleitet vom Königreich Lantschang, einer ersten Vereinigung laotischer Fürstentümer im 14. Jahrhundert. Verbreitung und Bionomie: Bisher nur vom Typenfundort in Laos bekannt. Alle Exemplare wurden in Flugfallen (Abb. 7) gefangen.	de	Zwei neue Arten der Gattung Olophrinus Fauvel (Coleoptera, Staphylinidae, Tachyporinae) M. Schülke (2006): Zwei neue Arten der Gattung Olophrinus FAUVEL (Coleoptera, Staphylinidae, Tachyporinae). Linzer biologische Beiträge 38 (2): 1655-1668, DOI: 10.5281/zenodo.13320495
