taxonID	type	description	language	source
9615FB8E96D23D5C9A2783B35084FDA2.taxon	vernacular_names	Dickblaettrige Bergenia	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
9615FB8E96D23D5C9A2783B35084FDA2.taxon	description	Ausdauernd, 10 - 30 cm hoch. Blaetter oval, in den Stiel verschmaelert oder ausgerandet, mit kleinen Zaehnen. Blueten rot. - Bluete: Frueher Fruehling (oft schon im Februar). Zytologische Angaben. 2 n = 34: Material aus botanischen Gaerten (Hamel 1953). Standort. Haeufige Gartenpflanze, gelegentlich verwildert. Verbreitung. Nord- und zentralasiatische Pflanze: Altai und Sajanische Gebirge an der Nordgrenze der Mongolei; als Zierpflanzen weit verbreitet, gelegentlich verwildert. Bemerkungen. Oft werden auch Bastarde angepflanzt, haeufig B. crassifolia x B. ligulata, mit bewimperten Blattzaehnen. Von andern angepflanzten Arten sind zu erwaehnen: B. ligulata Engler, mit borstig bewimpertem Blattrand und rein weissen Blueten (oestlicher Himalaja), B. purpurascens (Hook. f. et Thoms.) Engler, mit rotem, glattem Blattrand und purpurroten Blueten (Sikkimhimalaja) und B. cordifolia (Haw.) Sternb. mit gezaehnten, herzfoermigen Blaettern und roten Blueten (Altai).	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
F62AEACFE4BFEF48DF85412EE6D1B028.taxon	vernacular_names	Bergenia	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
F62AEACFE4BFEF48DF85412EE6D1B028.taxon	description	Aehnlich Saxifraga (S. 272). Rhizom oberirdisch, fleischig, bis 3 cm dick, mit Scheiden vorjaehriger Blaetter bedeckt. Blaetter gross, 10 - 20 cm lang, rundlich bis oval, fleischig, in den Stiel verschmaelert, ausgerandet oder herzfoermig, mit glattem, gezaehntem oder bewimpertem Rand, ueberall mit eingesenkten Druesen (10 fache Vergroesserung!). Blattstiel kuerzer als die Spreite. Bluetentragender Stengel bogig aufsteigend, fleischig, bis 1 cm dick. Bluetenstand doldenartig, vielbluetig. Blueten 5 - oder 6 zaehlig. Kronblaetter oval, gross (bis 1,5 cm lang), 2 - 4 mal so lang wie die Kelchblaetter, rot bis weiss. Staubblaetter 10. Fruchtknoten oberstaendig, vielsamig. Die Gattung Bergenia umfasst etwa 10 Arten, die in den Gebirgen von Zentral - und Nordostasien verbreitet sind. Hamel (1948 Hamel (1953) hat bei 7 Arten die Chromosomenzahl 2 n = 34 festgestellt.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
DF717B9A7004AF14F51F8AAD38188257.taxon	vernacular_names	Gegenblaettriger Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
DF717B9A7004AF14F51F8AAD38188257.taxon	description	Pflanze im Zentrum + / - dichte, flache Polster bildend, gegen die Peripherie hin Triebe locker ueber den Boden ausgebreitet. Nur 1 gelegentlich kalkausscheidende Grube je Blatt; Blaetter ueber 2 mm lang Spitze nicht rueckwaerts gebogen, am Rande jederseits mit 8 - 13 Wimperhaaren. Kelch bewimpert; Wimperhaare jedoch ohne Druesen (s. unter Bemerkungen). - Bluete: Sofort nach Schneeschmelze. Zytologische Angaben. 2 n = 26: Material aus England, Norwegen, der Halbinsel Kola, Island, Groenland, Kanada und der Schweiz (Brienzer Rothorn 2300 m und Samnaun). 2 n = 39: Material aus Groenland. 2 n = 52: Material von Spitzbergen, Nordostrussland und Kanada. Zusammenfassung und Diskussion der vielen Zaehlungen von Loeve und Loeve (1951), Hamel (1953), Joergensen et al. (1958), Loeve und Loeve (1961), Damboldt und Podlech (1963), Packer (1964), Mosquin und Hayley (1966), Zhukova (1967), Hedberg (1967), Johnson und Packer (1968). Standort. Alpin (im Wallis am Matterhorn und Weissmies bis 3800 m), selten auch subalpin und montan. Unbewachsene, von Schmelzwasser durchfeuchtete, steinig-grusige Boeden an Haengen, in Mulden und Felsspalten. Verbreitung. Arktisch-alpine Pflanze: Spitzbergen, Island, Grossbritannien, Irland, Norwegen, Nordfinnland, arktische Kuesten von Russland und Sibirien ostwaerts bis zur Beringstrasse; Sierra Nevada, Pyrenaeen, zentralfranzoesische Gebirge, Alpen, Jura, Apennin, illyrische Gebirge, Sudeten, Karpaten, Rilagebirge (Balkan), Gebirge von Turkestan und Himalaja bis zum Baikalsee; Nordamerika (suedwaerts bis Neufundland und Gebirge von Washington und Wyoming); Groenland (nordwaerts bis 83 ° 39 ' NB). Verbreitungskarten von Merxmueller (1952) und Meusel et al. (1965). - Im Gebiet: Alpen, verbreitet und ziemlich haeufig; Hochjura (Dole, Reculet, Colombier, Dent de Vaulion). Bemerkungen. S. oppositifolia ist sehr vielgestaltig hinsichtlich Habitus, Blattform, Behaarung, Groesse, Form und Farbe der Kronblaetter. Aus der Sierra Nevada, den Pyrenaeen und Westalpen (suedliche Ketten ostwaerts bis Gotthard und vereinzelt in Graubuenden) wird eine Sippe mit druesig behaarten Kelchzipfeln angegeben (einziger Unterschied zu S. oppositifolia). Die Sippe ist beschrieben als S. Murithiana Tissiere, S. oppositifolia L. ssp. glandulifera Vaccari, S. oppositifolia L. var. distans Ser. Der systematische Wert dieser Sippe ist unklar.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
F23F129BDCAF194E1E571F0576FAC8EA.taxon	vernacular_names	Gegenblaettriger Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
F23F129BDCAF194E1E571F0576FAC8EA.taxon	description	Ausdauernd, 1 - 5 cm hoch, mit zahlreichen, niederhegenden Trieben, die sich zu lockeren bis dichten, flachen Polstern zusammenschliessen. Blaetter der sterilen Triebe oberseits mit 1 - 3 oder 5 wenig oder keinen Kalk ausscheidenden Gruben, rundlich bis breit oval, 0,1 - 0,6 cm lang, oft mit gestutzter Spitze, meist nicht zurueckgebogen, oberseits flach, unterseits mit stumpfem Kiel, am Rande ueberall oder wenigstens in der untern Haelfte abstehend bewimpert, ohne Zaehne. Bluetentragende Stengel niederliegend oder bogig aufsteigend, meist kahl, dicht mit gegenstaendigen Blaettern besetzt, die oft groesser sind als die der sterilen Triebe, sonst aber mit diesen uebereinstimmen; Stengel stets mit nur 1 Bluete. Kelchbecher undeutlich entwickelt. Kelchblaetter 2,5 - 5 mm lang, stumpf, bewimpert (Wimperhaare mit oder ohne Druesen), oft rot, den Kronblaettern anlie- gend. Kronblaetter oval, 2 - 3 mal so lang wie die Kelchblaetter, breit abgerundet, rot, selten weiss. Fruchtknoten fast oberstaendig. Die Artengruppe umfasst etwa 8 sehr nahe verwandte Arten; sie ist in der Arktis und in den meisten Gebirgen der noerdlichen Hemisphaere verbreitet. Da die Arten oft kaum sicher zu fassen sind und haeufig Uebergaenge vorkommen, ist eine zytotaxonomische Untersuchung der ganzen Artengruppe notwendig.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
EF407A236EEBA91043F4915C97CE6C55.taxon	vernacular_names	Amphibischlebender Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
EF407A236EEBA91043F4915C97CE6C55.taxon	description	Pflanze ueberall locker ueber den Boden ausgebreitet. Bei wenigstens 70 % der Blaetter 2 - 3 gelegentlich kalkausscheidende Gruben; Blaetter ueber 2 mm lang, Spitze nicht rueckwaerts gebogen, am Rande jederseits mit 5 - 6 Wimperhaaren. Kelch bewimpert; Wimperhaare jedoch ohne Druesen. Kronblaetter auffallend gross, bis 1,3 cm lang. - Bluete: Februar-Maerz, gelegentlich 2. Bluete im Herbst. Zytologische Angaben. Keine Untersuchungen. Standort. Kollin. Kiesige, waehrend des Sommers ueberschwemmte Uferzone. Nur in einer Rehktassoziation des Bodenseegebiets: Deschampsietum rhenanae Oberdorfer 1957. Verbreitung. Pflanze der Bodenseeufer. Zahlreiche Fundorte von Baumann (1911) angegeben. Seither die meisten durch Einfluesse des Menschen zerstoert, heute kein gesicherter Fundort bekannt (vielleicht noch Staad bei Konstanz, vgl. Lang 1967). Bemerkungen. S. amphibia wird als Glazialrelikt gedeutet.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
54125A1814E43503E901B301F73D3EDE.taxon	vernacular_names	Gestutzter Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
54125A1814E43503E901B301F73D3EDE.taxon	description	Habitus aehnlich S. Rudolphiana (Nr. 1 c). Pflanze ebenfalls dichte Polster bildend. Blaetter jedoch mit je 3 - 5 gelegentlich kalkausscheidenden Gruben, 2 - 4 mm lang, bereits von der Blattmitte an rueckwaerts gebogen; Blattrand nur in der untern Haelfte bewimpert. Blaetter gegenstaendig. Stengel 0,5 bis 1,5 cm hoch, aufrecht, mit 1 - 3 entfernt stehenden Blattpaaren, kahl. Bluetenstand 2 - 4 bluetig, selten nur 1 bluetig. Kelchblaetter 1,8 - 3 mm lang, oval, nicht bewimpert, meist vollstaendig kahl, den Kronblaettern anliegend. Kronblaetter oval, etwa 2 mal so lang und 2 mal so breit wie die Kelchblaetter, rot. Fruchtknoten fast oberstaendig. - Bluete: Fruehling und Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 26: Material aus der Gegend vom Lautaret, Westalpen (Hamel 1953). Standort. Alpin, seltener subalpin. Windexponierte, schneefreie Grate in schattiger Lage (meist Nordexposition), auf saurem Gestein. Verbreitung. Mittel- und suedeuropaeische Gebirgspflanze: Pyrenaeen, Alpen (von den Seealpen bis Simplongebiet und Maggiatal, Verbreitungsluecke bis Salzburger Alpen und Obersteiermark), Karpaten, Rilagebirge (Bulgarien). - Im Gebiet: Savoyen, im Wallis nur Simplonsuedseite (Alpien, Zwischbergental), Grajische Alpen, viele Fundstellen im Gebiet des Aostatals, des Valsesia und der Ossolataeler, im westlichen Tessin bis in die Maggiataeler und das suedliche Centovalli; selten.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
67A79A66E3216B7434F715F3C69D78AD.taxon	vernacular_names	Rudolphis Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
67A79A66E3216B7434F715F3C69D78AD.taxon	description	Pflanze nur aus einem festen Polster bestehend. Nur 1 gelegentlich kalkausscheidende Grube je Blatt; Blaetter nicht ueber 2 mm lang, mit auffallend rueckwaerts gebogener Spitze, am Rande jederseits mit 8 - 15 Wimperhaaren. Kelch bewimpert; Wimperhaare mit Druesen. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. Keine Untersuchungen. Standort. Alpin, seltener subalpin. Schattige, lang schneebedeckte Felsen und feiner Schutt; saure und basische Gesteine. In den Hohen Tauern waechst sie nach Braun-Blanquet (1932 - 1936) auf Glimmerschiefern zusammen mit den Charakterarten des Arabidion coeruleae Br. - Bl. 1926. Verbreitung. Ostalpen-Pflanze: Nach aeltern Angaben von den Lepontischen und Raetischen Alpen ostwaerts bis in die Hohen Tauern, Karpaten (?). - Im Gebiet: Vorarlberg (Naafkopf und Hohes Rad) (?). Nach Braun-Blanquet (1932 - 1936) gehoeren alle Herbarbelege aus der Schweiz zu S. oppositifolia (Nr. 1 b); nach Becherer (1956) kommt S. Rudolphiana im Wallis nicht vor. Bemerkungen. Alte Angaben von S. Rudolphiana, besonders aus Graubuenden, sind nachzupruefen, da die Art im Tirol und in den Dolomiten vorkommt.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
0E5095D3AE5D2E77C551B9F20164FB91.taxon	vernacular_names	Zweibluetiger Stembrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
0E5095D3AE5D2E77C551B9F20164FB91.taxon	description	Ausdauernd, 1 - 5 cm hoch, mit zahlreichen, niederliegenden, locker angeordneten Trieben. Blaetter der nicht bluehenden Triebe oberseits mit nur je 1, nie kalkausscheidenden Grube, breit oval, 0,5 bis 0,9 cm lang, 0,2 - 0,6 cm breit, flach (unterseits ohne Kiel), nicht zurueckgebogen, am Rande ueberall (oft nur zerstreut) abstehend bewimpert, ohne Zaehne. Bluetentragende Stengel niederliegend oder bogig aufsteigend, dicht flaumig behaart, mit mehreren Paaren gegenstaendiger Blaetter, die sich von den Blaettern der sterilen Triebe nicht unterscheiden. Bluetenstand 2 - 9 bluetig, nur ausnahms-weise 1 bluetig. Kelchblaetter oval, 2 - 4 mm lang, bewimpert und mit Druesen, den Kronblaettern anliegend. Kronblaetter schmal oval, meist nicht ueber 2 mm breit (groesste Breite in der Mitte), 3 nervig, 1 1 / 2 - 3 mal so lang wie die Kelchblaetter, rosa bis purpurrot. Fruchtknoten fast oberstaendig. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 26: Material aus den Westalpen (Hamel 1953), aus den Ostalpen (Zillertal) (Damboldt und Podlech 1963). Standort. Alpin (am Matterhorn bis 4200 m), seltener subalpin (herabgeschwemmt). Vegetationsarme, steile, feinerdereiche, feuchte, wenig bewegliche, wohl stets kalkhaltige Schutthaenge. Leontodontetum montani Jenny-Lips 1930. Verbreitung. Alpen-Pflanze: Von den Seealpen ostwaerts bis in die Ostalpen (Tennengebirge, Radstaetter Tauern, Contrintal in den Dolomiten). Verbreitungskarte von Meusel et al. (1965). - Im Gebiet in den Alpen zerstreut, nicht haeufig.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
C3FDC0269239462E06B07FC0DCF3F399.taxon	vernacular_names	Purpur-Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
C3FDC0269239462E06B07FC0DCF3F399.taxon	description	Unterscheidet sich durch folgende Merkmale von S. retusa (Nr. 2): Stengel 2 - 5 cm hoch, dicht und druesig behaart; Kelch dicht und druesig behaart. - Bluete: Fruehling und Sommer. Zytologische Angaben. Keine Untersuchungen. Standort. Wie S. retusa (Nr. 2), jedoch nur auf Kalkschiefer. Verbreitung. Westalpen-Pflanze: Von den Seealpen bis ins Gebiet des Aostatals. - Im Gebiet: Savoyen (Mont Cenis, Col de Savine), Aostatal (Val de Cogne, Val de Fenis, St-Marcelle, Val de Champorcher, Val de Gressoney [viele Fundorte in Vaccari 1904 - 1911]). Angaben aus den Ossolataelern koennten richtig sein, da auch dort Kalkgesteine Vorkommen (nach H. P. Fuchs in Hegi IV / 2 1963 sollen die Pflanzen in den Ossolataelern zu S. retusa gehoeren).	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
310EFC6D18F842AE56E58C7320541318.taxon	vernacular_names	Immergruner Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
310EFC6D18F842AE56E58C7320541318.taxon	description	Ausdauernd, 5 - 40 cm hoch, mit mehreren bis zahlreichen Rosetten, lockere Rasen oder flache Polster bildend. Blaetter der Rosetten auf der Oberseite nahe dem Rande mit zahlreichen, meist kalkausscheidenden Gruben (in der Regel ueber jedem Blattzahn eine solche Grube), bandfoermig und gegen die Spitze hin allmaehlich und deutlich verbreitert, 0,5 - 5 cm lang, 2 - 5 mal so lang wie breit, stumpf oder spitz (vgl. die zahlreichen Abbildungen von Engler und Irmscher 1919), sternfoermig ausgebreitet oder einwaerts gebogen (Spitze nicht abwaerts gebogen), flach (im Querschnitt nicht 3 eckig), gegen die Basis hin am Rande abstehend bewimpert, sonst kahl, mit fein und regelmaessig gezaehntem Rand. Stengel aufrecht, mit Druesen und weit abgerueckten, wechselstaendigen, den Rosettenblaettern aehnlichen Blaettern, erst in der obern Haelfte rispig verzweigt. Bluetenstand eine vielbluetige Rispe; Rispenaeste mit 1 - 3 Blueten. Kelchbecher meist kahl. Kelchblaetter 1,5 - 2,5 mm lang, stumpf oder spitz, am Rande mit Druesen, sonst kahl, den Kronblaettern anliegend. Kronblaetter oval bis rundlich, 2 - 3 mal so lang wie die Kelchblaetter, weiss, oft mit roten Punkten. Fruchtknoten nicht oberstaendig. - Bluete: Spaeter Fruehling und frueher Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 28: Zahlreiche Zaehlungen an Material aus dem ganzen Verbreitungsgebiet der Art; auch verschiedene Varietaeten und Formen sind einbezogen. Zusammenstellung der Angaben von Loeve und Loeve (1951 Loeve (1961), Hamel (1953) und Joergensen et al. (1958), Skalinska et al. (1966). Standort. Subalpin und alpin, seltener montan und kollin (an den Fuss der Berge absteigend). Offene, steinige Stellen in Rasen, auf Felsbloecken, in Felsspalten; auf kalkhaltiger bis kalkfreier Unterlage. Verbreitung. Europaeisch-nordamerikanische Pflanze: Island, Suednorwegen (wenige Fundstellen), europaeische Gebirge (nordspanische Gebirge, Pyrenaeen, Cevennen, zentralfranzoesische Gebirge, Alpen, Jura, Vogesen, Schwarzwald, Apennin, Korsika, Gebirge der Balkanhalbinsel, Karpaten); Kaukasus, Kleinasien; im mittleren und oestlichen Nordamerika von ca. 42 - 75 ° NB; Groenland. Verbreitungskarten von Hulten (1958) und Meusel et al. (1965). - Im Gebiet: In den Alpen und im Jura (ostwaerts bis auf die Laegern), ziemlich haeufig; in den Vogesen und im Schwarzwald selten, isoliert im Hegau (Hohentwiel, Friedinger Schloss) und Altbodmann am Ueberlingersee. Bemerkungen. Fuchs (1960 b) schlaegt den Namen S. paniculata Miller als gueltig vor, doch sind seine Schlussfolgerungen nicht zwingend; der Name S. paniculata wurde zudem bereits als Synonym von S. Cotyledon L. verwendet. Nomenklatorische Aenderungen sollten zudem erst vorgenommen werden, wenn die vielgestaltige Art und ihre Verwandten zytotaxonomisch untersucht sind. Da der Name S. Aizoon auch nie zu Verwechslungen Anlass gegeben hat, behalten wir diesen Namen bei.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
AE1B3DCA56AD0DEBFE7BF57024373991.taxon	vernacular_names	Krusten-Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
AE1B3DCA56AD0DEBFE7BF57024373991.taxon	description	Unterscheidet sich von S. Aizoon (Nr. 6) durch folgende Merkmale: Blaetter sehr schmal (2 - 3 mm breit), nicht gezaehnt oder nur undeutlich gezaehnt. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 28: Material aus botanischem Garten Lausanne (Hamel 1953). Standort. Alpin, subalpin und montan, seltener kollin. Kalkfelsen, Rasen mit nicht geschlossener Pflanzendecke auf kalkreichen Boeden. Verbreitung. Suedostalpin-illyrische Pflanze: Suedoestliche Kalkalpen (von den Bergamasker Alpen ostwaerts bis Krain), Gebirge von Jugoslawien. Verbreitungskarte von Meusel et al. (1965). - Im Gebiet: Bergamasker Alpen (Val d'Erve, Carenno, Clusone und hoehere Gebirge im Val Seriana, Val Narcane, Monte Concarena). Die Angaben stammen von Rodegher und Venanzi (1894) und Arietti (1944); Fiori (1923 - 1925) erwaehnt die Art zudem aus dem Veltlin. In neueren Floren sind diese Angaben nicht enthalten; es werden nur Fundorte oestlich der Etsch angegeben. Das Vorkommen von S. crustata in den Bergamasker Alpen sollte untersucht werden. Bemerkungen. Zur Nomenklatur vgl. Fuchs (1960).	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
772A5B7750CB98FEC72CA4B8EBB0DB87.taxon	vernacular_names	Grossbluetiger Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
772A5B7750CB98FEC72CA4B8EBB0DB87.taxon	description	Unterscheidet sich von S. biflora (Nr. 4) durch folgende Merkmale: Kronblaetter meist ueber 2 mm breit, groesste Breite ueber der Mitte, 5 nervig. (An Material aus den Ostalpen sind die Stengelblaetter am Rande meist viel dichter bewimpert als bei S. biflora). - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. Keine Untersuchungen. Standort. Wie S. biflora (Nr. 4), nach Braun-Blanquet (1949) ebenfalls Charakterart des Leontodontetum montani Jenny-Lips 1930. Verbreitung. Alpen-Pflanze: Von den Zentralalpen (Wallis) bis in die Ostalpen (Hohe Tauern). - Im Gebiet: Von Adelboden, Alpen von Bex und Val d'Aspettes ostwaerts, selten; nach Vaccari (1904 - 1911) sind die Angaben aus dem Gebiet des Aostatals und aus Savoyen unsicher. Bemerkungen. Zwischen S. biflora und S. macropetala sollen keine Zwischenformen Vorkommen. Die systematische Stellung von S. macropetala und ihre Beziehungen zu der am gleichen Standort wachsenden S. biflora sind zytogenetisch zu untersuchen.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
54E852A1253963532FA1F777FAC99671.taxon	vernacular_names	Hosts Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
54E852A1253963532FA1F777FAC99671.taxon	description	Sehr aehnlich S. Aizoon (Nr. 6) und durch kein Merkmal scharf von dieser Art getrennt: Blaetter bandartig, 0,5 - 1 cm breit, nach der Spitze hin wenig verbreitert, 5 - 10 mal so lang wie breit, an der Spitze abwarts gebogen, Bluetenstand dichter mit Druesen besetzt als bei S. Aizoon. Rispe reichbluetiger als bei S. Aizoon; am Ende der Rispenaeste meist mehr als 3 Blueten. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 28: Material aus botanischen Gaerten (Schoennagel 1931, Skovsted 1934, Hamel 1953), von der Grigna (Comersee) (Favarger 1965). Standort. Montan, subalpin und alpin. Felsspalten, Felsschutt, nur auf kalkreichem Gestein. Verbreitung. Ostalpen-Pflanze: Vom Comerseegebiet und Ortler ostwaerts bis Hochschwab, Karawanken, Bachergebirge, Krainer Schneeberg. - Im Gebiet: Bormio, Veltlin, ersetzt an der Grigna (Comerseegebiet) und in den suedwestlichen Bergamasker Alpen die nahe verwandte S. Aizoon (Pitschmann und Reisigl 1959). Bemerkungen. S. Hostii ist vielgestaltig hinsichtlich Form der Blattspitze und Blattbreite und bedarf experimenteller Untersuchung.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
2A0DEA768B6D25773CA0A3D86DCC6E62.taxon	description	Ausdauernd, bis 60 cm hoch. Blattrosetten gross, im Durchmesser bis 15 cm. Blaetter der Rosetten aehnlich denen von S. Aizoon (Nr. 6), jedoch viel breiter (die meisten 1 - 1,5 cm breit), 2 - 4 mal so lang wie breit, nach der Spitze deutlich verbreitert, nicht bandfoermig, mit aufgesetzter Spitze, uebrige Blattmerkmale wie bei S. Aizoon. Stengel aufrecht, im obern Teil ueberneigend, mit Druesen und mit wechselstaendigen, am Rande druesigen Blaettern, vomGrunde an oder wenig darueber rispig verzweigt. Bluetenstand eine auffallend reichbluetige, weit ausladende Rispe; Rispenaeste mit bis 20 Blueten. Kelchblaetter 1,5 - 3 mm lang, stumpf, mit Druesen, den Kronblaettern anliegend. Kronblaetter oval, etwa 3 mal so lang wie die Kelchblaetter, weiss. Fruchtknoten nicht oberstaendig. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 28: Material aus den Alpen (Mattick aus Tischler 1950, Hamel 1953), aus Island (Loeve und Loeve 1951), aus botanischen Gaerten (Schoennagel 1931, Skovsted 1934), aus Norwegen (Knaben und Engelskjoen 1967). Standort. Kollin, montan, subalpin, selten alpin (von den Insubrischen Taelern [ca. 200 m] bis ca. 2600 m am Madone di Quadrella im Tessin ansteigend). Warme, feuchte Felsspalten auf Urgestein (nur auf kalkfreier Unterlage). Asplenio-Primuletum hirsutae (Luedi) Br. - Bl. 1934. Verbreitung. Arktisch-alpine Pflanze (europaeisch): Island, Norwegen (nordwaerts bis 70 ° NB), Pyrenaeen, Alpen (von den Grajischen Alpen und Savoyen ostwaerts bis Vorarlberg, Graubuenden und Bormio); Rodnaer Karpaten. Verbreitungskarte von Loeve und Loeve (1951). - Im Gebiet besonders in den suedlichen Urgesteinsketten (Savoyen, Aostatal, Wallis, Tessin, Grigna, noerdliche Bergamasker Alpen, Veltlin, Graubuenden); Berner Oberland (Haslital und Grimselgebiet), Unterwalden (um Engelberg), Uri (Reusstal und Seitentaeler), weiter im Osten nordwaerts des Rheins nicht vorhanden; Vorarlberg (Gaschurn bis Parthennen, Zeinisjoch). Bemerkungen. Nach Janchen (1957) schlaegt H. P. Fuchs den Namen S. multiflora All., nach Janchen (1959) den Namen S. montavoniensis Kerner als gueltig vor, und schliesslich nach Janchen (1963) sollte im Sinne von Fuchs der Name S. Halleri Vest gelten. Nach einer Mitteilung von Fuchs an Janchen soll S. Cotyledon in den Alpen und Pyrenaeen von jener Sippe in Nordeuropa spezifisch verschieden sein, und der Name S. Cotyledon waere deshalb nur fuer die nordeuropaeische Sippe gueltig. Die spezifischen Unterschiede werden jedoch nicht erwaehnt. In Anbetracht dieser ungeklaerten Lage behalten wir den Namen S. Cotyledon bei.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
52409ECC8048F7155F32F0969EF8812E.taxon	vernacular_names	Veraenderter Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
52409ECC8048F7155F32F0969EF8812E.taxon	description	Ausdauernd, bis 40 cm hoch. Blattrosetten gross, im Durchmesser bis 12 cm. Blaetter der Rosetten wie bei S. Hostii (Nr. 8), aber groesser und an der Spitze nicht abwaerts gebogen. Stengel aufrecht, mit Druesen und mit wechselstaendigen, druesigen Blaettern, meist bereits unterhalb der Mitte (oft schon am Grunde) rispig verzweigt. Bluetenstand eine reichbluetige, weit ausladende Rispe; Rispenaeste bis 12 bluetig. Kelchblaetter oval, 3 - 4 mm lang, stumpf, kahl oder mit Druesen, den Kronblaettern anliegend. Kronblaetter etwa 2 mal so lang wie die Kelchblaetter, spitz, gelb. Fruchtknoten nicht oberstaendig. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 28: Material aus den Savoyer Alpen (Hamel 1953). Standort. Kollin, montan und subalpin. Feuchte oder ueberrieselte Molassefelsen (Nagelfluh, Sandstein, Mergel), Kalk und Buendnerschiefer, offene, tonige Boeden. Verbreitung. Alpen-Pflanze: Alpen und Alpenvorland vom Dep. Isere und von den Grajischen Alpen bis in die Ostalpen, Karawanken und Burzenlaender Berge. In den Suedkarpaten eine verwandte Sippe. Karte der zirkumalpinen Verbreitung von Bresinsky (1965). - Im Gebiet: Alpennahes Molassegebiet (weiter noerdlich isoliert z. B. bei Eglisau [Zuerich] und Ruedlingen [Schaffhausen]), Alpen (Savoyen, suedliches Tessin, Comerseegebiet, Bergamasker Alpen, Veltlin, noerdliches Graubuenden, St. Gallen, Vorarlberg), ziemlich selten; im Jura nicht vorhanden.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
31438EB439D303109FD88B50ACF2AF5E.taxon	vernacular_names	Mauerpfeffer-Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
31438EB439D303109FD88B50ACF2AF5E.taxon	description	Ausdauernd, 5 - 20 cm hoch, Rasen bildend. Stengel zahlreich, niederliegend und bogig aufsteigend, kurzhaarig und druesig, mit zahlreichen sterilen Trieben. Blaetter an den Trieben locker stehend (keine Rosetten), schmal lanzettlich, in der Mitte des Stengels 1 - 2,5 cm lang, 6 - 8 mal so lang wie breit, nach dem Stengelgrund hin auffallend kleiner, fleischig, im Querschnitt halbkreisfoermig, am Rande gegen die Basis hin fein und abstehend bewimpert, meist mit 1 nicht kalkausscheidenden Grube. Bluetenstaende meist mehrbluetig (5 - 10 bluetig). Kelchblaetter kahl, 4 - 6 mm lang, stumpf, den Kronblaettern anliegend. Kronblaetter bis 2 mal so lang wie die Kelchblaetter; Grundfarbe zitronengelb bis orange, haeufig mit dunklen Punkten. Fruchtknoten nicht oberstaendig. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 26: Material von verschiedenen Varietaeten der Art aus den Pyrenaeen und Alpen, aus Norwegen, der Halbinsel Kola, Island, Kanada und Groenland. Zusammenstellung der vielen Angaben von Hamel (1953), Joergensen et al. (1958), Loeve und Loeve (1961), Damboldt und Podlech (1963), Packer (1964), Knaben und Engelskjoen (1967). Standort. Montan, subalpin und alpin, selten kollin. An Quellfluren und auf Bachalluvionen (basisch bis neutral), feuchte Schutthaenge. Verbreitung. Arktisch-alpine Pflanze: Island, Spitzbergen, Irland, Schottland, Nordengland, Norwegen, Kueste der Barentsee bis gegen die Ob-Muendung, Nowaja Semlja; Pyrenaeen, Alpen, suedlicher Jura, Apuanische Alpen, Tatra, Karpaten; Nordamerika (zwischen 45 und 80 ° NB); Groenland. Verbreitungskarte von Hulten (1958) und Meusel et al. (1965); Karte der zirkumalpinen Verbreitung von Bresinsky (1965). - Im Gebiet: In den Alpen haeufig, oft auch im Alpenvorland (Molassegebiet); suedlicher Jura (Colombier und Reculet, Faucille); isoliert bei Bodmann (Ueberlingersee). Bemerkungen. S. aizoides ist die einzige Art der Sektion Xanthizoon Griseb. (systematisch isoliert).	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
336D1C904230E2665F5BB01DFF361AEC.taxon	vernacular_names	Vandellis Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
336D1C904230E2665F5BB01DFF361AEC.taxon	description	Ausdauernd, 3 - 6 cm hoch, feste und dichte Polster bildend. Blaetter die Triebe dicht dachziegelartig ueberdeckend (ausgenommen die bluetentragenden Stengel), schief aufrecht bis anliegend, 0,3 - 1 cm lang, am Grunde 0,15 - 0,25 cm breit, allmaehlich in die harte, stechende Spitze verschmaelert, im Querschnitt 3 eckig (unterseits mit stumpfem Kiel), oberseits mit 5 - 7 kalkausscheidenden Gruben, am Rande an der Basis fein und abstehend bewimpert, sonst kahl, ohne Zaehne. Bluetentragende Stengel locker beblaettert, ueberall dicht mit Druesen besetzt (auch die Blaetter, mit Ausnahme der Spitzen). Bluetenstand mehrbluetig. Bluetenstiele und Kelch dicht mit Druesen besetzt. Kelchblaetter lanzettlich bis 3 eckig, 2,5 - 3 mm lang, oft mit feiner Spitze, den Kronblaettern anliegend. Kronblaetter oval, 2 - 3 mal so lang wie die Kelchblaetter (bis 9 mm lang), weiss, mit roten Nerven. Fruchtknoten oberstaendig oder fast oberstaendig. - Bluete: Fruehling und frueher Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 26: Material von der Grigna (Comersee) (Damboldt und Podlech 1963, Favarger 1965). Standort. Montan und subalpin. Sonnige Kalkfelsen (in hoeheren Lagen nur Suedexposition). Verbreitung. Pflanze der Bergamasker Alpen: Comerseegebiet (Grigna, Corni di Canzo, Resegone, Zuccone Campelli), Bergamasker Alpen (Pizzo Arera und Presolana), Gebiet von Bormio (im Val Fraele und Val Vitelli bis nahe an die Schweizer Grenze); ausserhalb des Gebiets nur in Judikarien (zwischen Val Camonica und Val Daone). Verbreitungskarte von Pitschmann und Reisigl (1959), dort ist im Gebiet von Bormio die Nordgrenze zu weit nach Norden, bis ins Ofengebiet verlegt (Berichtigung in lit. von E. Furrer, Zuerich). Bemerkungen. Nahe verwandt mit S. Vandellii und im Osten nahe an unserm Gebiet vorkommend ist S. tombeanensis Boiss., mit kleinem Verbreitungsareal in den Judikarischen Alpen (nordwaerts bis zur Brentagruppe) und am Monte Baldo (Gardaseegebiet). Verbreitungskarte von Pitschmann und Reisigl (1959). S. tombeanensis unterscheidet sich durch eine ploetzlich verschmaelerte Blattspitze (Merkmal an Herbarmaterial nicht auffallend!) von S. Vandellii. Chromosomenzahl ebenfalls 2 n = 26 (Damboldt und Podlech 1963). Es waere moeglich, dass S. tombeanensis auch in den Bergamasker Alpen vorkommt.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
6EB2C3F1CCBADFF5AFCF88C9D2C1FD98.taxon	vernacular_names	Bursers Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
6EB2C3F1CCBADFF5AFCF88C9D2C1FD98.taxon	description	Unterscheidet sich von S. Vandelli (Nr. 12) durch folgende Merkmale: Stengel nur 1 bluetig; Kronblaetter 10 - 15 mm lang. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 26: Material aus den Dolomiten (Schiern) (Damboldt und Podlech 1963). Standort. Wie S. Vandellii (Nr. 12). Verbreitung. Ostalpen-Pflanze: 2 getrennte Verbreitungsgebiete in den nordosthchen und den sudosthchen Kalkalpen. Verbreitungskarten von Merxmueller (1952) und Meusel et al. (1965). - Im Gebiet nach Pitschmann, Reisigl und Schiechtl (1959) in den Bergamasker Alpen im Val Camonica (keine genauere Angabe). Dem Gebiet unserer " Flora " benachbart in den Judikarischen Alpen, den Trientiner Dolomiten (Brentagruppe) und in der Gegend von Meran (Prissianer Tal).	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
266310410E3B8ADE78519D95421207D7.taxon	vernacular_names	Diapensienartiger Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
266310410E3B8ADE78519D95421207D7.taxon	description	Ausdauernd, 3 - 8 cm hoch, dichte Polster bildend. Blaetter die Triebe dicht dachziegelartig ueberdeckend (ausgenommen die bluetentragenden Stengel), schief aufrecht bis anliegend (nicht zurueckgebogen), schmal oval, 0,3 - 0,6 cm lang, in der Mitte 0,1 - 0,2 cm breit, mit breit abgerundeter Spitze, im Querschnitt 3 eckig, oberseits mit 5 - 7 kalkausscheidenden Gruben, an der Basis fein und abstehend bewimpert, ohne Zaehne. Bluetentragende Stengel locker beblaettert, ueberall dicht mit Druesen besetzt (auch die Blaetter, mit Ausnahme der stumpfen, knorpeligen Spitzen); stets zahlreiche Druesenhaare vorhanden, die laenger sind als der Durchmesser des Stengels. Bluetenstand mehrbluetig. Bluetenstiele und Kelch dicht mit Druesen besetzt. Kelchblaetter oval bis lanzettlich, 3 - 3,5 mm lang, den Kronblaettern anliegend. Kronblaetter oval, 2 - 3 mal so lang wie die Kelchblaetter, weiss, mit roten Nerven. Fruchtknoten nicht oberstaendig. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 26: Material vom Mont Cenis (Hamel 1953), aus dem Val de Cogne (Aostatal) (Favarger 1965). Standort. Subalpin und alpin. Kalkfelsen. Verbreitung. Westalpen-Pflanze: Von den Seealpen ostwaerts bis in die Penninischen Alpen. - Im Gebiet: Wallis (mit Sicherheit nur im Val Ferret und im Val de Bagnes), Aostatal, Savoyer Alpen; selten.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
A5CBA4DDE0A073DF6F53A2922B0CCFD5.taxon	vernacular_names	Blaeulicher Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
A5CBA4DDE0A073DF6F53A2922B0CCFD5.taxon	description	Ausdauernd, 2 - 10 cm hoch, dichte und feste Polster bildend. Blaetter die Triebe dicht dachziegelartig ueberdeckend (ausgenommen die bluetentragenden Stengel), vom Grunde an nach aussen und zurueck gebogen, schmal oval oder spatelfoermig, 0,3 - 0,6 cm lang, 0,08 - 0,15 cm breit, mit stumpfer Spitze, im Querschnitt 3 eckig, oberseits mit meist 7 kalkausscheidenden Gruben, am Rande gegen die Basis hin fein und abstehend bewimpert, sonst kahl, ohne Zaehne. Bluetentragende Stengel aufrecht, kahl oder mit wenigen, etwa 0,1 mm langen Druesen, die kuerzer sind als der Stengelradius (selten am Grunde dicht druesig behaart), mit 2 - 8 wechselstaendigen Blaettern, die den grundstaendigen aehnlich sind (jedoch meist mit Druesen und nur 3 - 5 Gruben). Bluetenstand 2 - 6 bliitig. Kelch meist mit Druesen besetzt. Kelchblaetter 1,5 - 2,5 mm lang, breit abgerundet, am Rande oft bewimpert, den Kronblaettern anliegend. Kronblaetter oval, 2 - 4 mal so lang wie die Kelchblaetter, breit abgerundet, weiss. Fruchtknoten nicht oberstaendig. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 24: Material aus den Stubaier Alpen in Nordtirol (Reese 1951). 2 n = 26: Material vom Mont Cenis (Hamel 1953), ohne Herkunftsangabe (Packer in Loeve und Loeve 1961), aus Berchtesgaden (Damboldt und Podlech 1963). Standort. Subalpin und alpin, selten montan. In Spalten von Kalkfelsen und auf flachgruendigen, steinigen, kalkreichen Boeden (nur auf Dolomit und Kalk, nicht auf kalkhaltigen Schiefern, wie z. B. Buendnerschiefern, selten auf Nagelfluh [St. Gallen, Appenzell]) in windexponierter Lage, ohne oder mit kurzer Schneebedeckung (Caricetum firmae [Kerner] Br. - Bl. 1926). Verbreitung. Mittel- und suedeuropaeische Gebirgspflanze: Pyrenaeen, Alpen, Apennin, Karpaten, illyrische Gebirge. - Im Gebiet: Alpen, verbreitet und ziemlich haeufig.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
E1C2480CB7EE54976670B54FEC3A853D.taxon	vernacular_names	Sparriger Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
E1C2480CB7EE54976670B54FEC3A853D.taxon	description	Unterscheidet sich von S. caesia (Nr. 15) durch folgende Merkmale: Blaetter aufwaerts gerichtet und nur an der Spitze etwas nach aussen gebogen, fast parallelrandig, nicht spatelfoermig; Kronblaetter rund. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 26: Material aus Judikarien (Damboldt und Podlech 1963), aus den Dolomiten (Favarger 1965). Standort. Wie S. caesia (Nr. 15), kommt z. B. in den Dolomiten auch mit dieser Art zusammen vor. Verbreitung. Suedostalpen-Pflanze: Von den Judikarischen Alpen bis in die Sanntaler Alpen und Karawanken. - Im Gebiet alte Angaben von Rodegher und Venanzi (1894) aus dem Val Brembana und dem Val Camonica in den Bergamasker Alpen. Diese Angaben, die von Fiori (1923 - 1925) uebernommen wurden, sollten ueberprueft werden.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
071D41ABEF8A14364AF6EED296AD58E8.taxon	vernacular_names	Waldenser Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
071D41ABEF8A14364AF6EED296AD58E8.taxon	description	Unterscheidet sich durch folgende Merkmale von S. caesia (Nr. 15): Kalkausscheidende Gruben auf der Blattoberseite 5 - 9. Bluetentragende Stengel dicht mit senkrecht abstehenden Druesenhaaren besetzt; Druesenhaare 0,2 - 0,5 mm lang, viele sind laenger als der Stengelradius. Bluetenstand 5 - 10 bluetig. Zytologische Angaben. 2 n = 28: Material aus der Haute Maurienne (Savoyen) (Hamel 1953). Standort. Subalpin und alpin. Felsspalten, meist auf Kalk. Verbreitung. Westalpen-Pflanze: Alpen von Savoyen, Hautes Alpes und Piemont. - Im Gebiet nur im suedlichen Savoyen (Iseran, Mont Cenis); sehr selten.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
65E0BBEC584777CA40421CC7210A579E.taxon	vernacular_names	Rundblaettriger Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
65E0BBEC584777CA40421CC7210A579E.taxon	description	Ausdauernd, 10 - 60 cm hoch. Blaetter ohne kalkausscheidende Gruben. Grundstaendige Blaetter eine Rosette bildend, gestielt, im Umriss rundlich bis nierenfoermig (groesster Durchmesser 2 - 5 cm), am Grunde herzfoermig, mit breiten, bespitzten Zaehnen und gruenem Rand, beiderseits locker behaart; Blattstiel 2 - 7 mal so lang wie der Blattdurchmesser, abstehend und kraus behaart. Stengel wie die Blattstiele behaart, meist mit mehreren Blaettern; die untern Blaetter von gleicher Form wie die grundstaendigen, gestielt; die obersten einfacher, klein und nicht gestielt. Bluetenstand eine lockere Rispe; Rispenaeste dicht mit Druesen besetzt. Kelchblaetter oval bis lanzettlich, 1,5 - 4 mm lang, ausserseits mit wenigen Druesen, nach Beginn der Bluete senkrecht abstehend (nicht zurueckgebogen). Kronblaetter schmal oval, 2 - 3 mal so lang wie die Kelchblaetter, weiss, in der untern Haelfte mit gelben Punkten, in der obern Haelfte mit roten Punkten, selten ganz weiss. Fruchtknoten oberstaendig. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 22: Material aus botanischen Gaerten (Schoennagel 1931, Skovsted 1934), aus Savoyen und Korsika (Hamel 1953), aus der Toskana (Packer in Loeve und Loeve 1961). Standort. Subalpin und montan, selten kollin und alpin. Feuchte bis nasse, naehrstoffreiche Boeden in luftfeuchten Lagen. Ainus viridis- Gebuesch, lichte, feuchte Waelder, Bachufer, Hochstaudenfluren, zwischen Felsbloecken. Verbreitung. Mittel- und suedeuropaeische Gebirgspflanze: Pyrenaeen, Cevennen, Alpen und Alpenvorland, suedliche Jura, Korsika, Sardinien, Apennin, Sizilien, Gebirge der Balkanhalbinsel, Karpaten, Kaukasus, Kleinasien. Verbreitungskarte von Meusel et al. (1965). - Im Gebiet: Alpen und Alpenvorland, Jura (nordostwaerts bis Solothurn und Kellenholz an der Laegern); haeufig.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
ADD2501C602AF6E09DDBDC90E33C598B.taxon	vernacular_names	Kriechender Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
ADD2501C602AF6E09DDBDC90E33C598B.taxon	description	Ausdauernd, 20 - 50 cm hoch, lange, fadenfoermige, oberirdische Auslaeufer treibend (im Gebiet nur bei dieser Art so!). Blaetter ohne kalkausscheidende Gruben. Grundstaendige Blaetter eine Rosette bildend, gestielt, im Umriss rundlich (groesster Durchmesser 3 - 9 cm), am Grunde herzfoermig, mit breiten, kurzen, bespitzten Zaehnen, beiderseits locker und lang behaart, oberseits gruen, unterseits rot; Blattstiel 1 - 2 mal so lang wie der Blattdurchmesser, abstehend und lang behaart. Stengel wie die Blattstiele behaart. Bluetenstand eine grosse, lockere Rispe; Rispenaeste und Kelch dicht mit Druesen besetzt. Kelchblaetter alle gleich, spitz oder stumpf, den Kronblaettern anliegend. Krone auffallend zygomorph: 2 Kronblaetter 3 - 4 mal so lang wie die uebrigen 3 Kronblaetter; die grossen Kronblaetter lanzettlich, bis 15 mm lang und 3 - 5 mm breit, weiss; die kleinen Kronblaetter von gleicher Form, weiss, am Grunde mit gelben Punkten, oft mit roter Spitze. Fruchtknoten fast oberstaendig. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 36, 54: Material verschiedener Varietaeten aus botanischen Gaerten; Zusammenstellung der Angaben von Hamel (1953). Standort. Kollin. Feuchte, schattige Felsen, Mauern und Bachufer. Bei uns Gartenpflanze. Verbreitung. Urspruenglich ostasiatische Pflanze: China, Korea, Japan, Formosa. Weit verbreitete, gelegentlich verwilderte Gartenpflanze. Im untern Misox, im suedlichen Tessin und in den Bergamasker Alpen eingebuergert (z. B. Cama, Lugano, Gandria). Bemerkungen. Alle Saxifraga arten (etwa 10) mit auffallend zygomorphen Kronblaettern sind in Ostasien verbreitet und bilden eine natuerliche Gruppe.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
CA00A1F76BF10C332E01587568FA9115.taxon	vernacular_names	Behaarter Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
CA00A1F76BF10C332E01587568FA9115.taxon	description	Ausdauernd, 20 - 40 cm hoch. Grundstaendige Blaetter eine Rosette bildend, lang gestielt, im Umriss rundlich (groesster Durchmesser 1 - 5 cm), am Grunde herzfoermig oder bloss ausgerandet, mit breiten, stumpfen oder bespitzten Zaehnen und gelblichem (knorpeligem) Rand, beiderseits + / - locker und lang behaart; Blattstiel 2 - 4 mal so lang wie der Blattdurchmesser, ca. 1 mm dick, abstehend und kraus behaart. Stengel wie die Blattstiele behaart, ohne Blaetter oder nur mit lanzettlichen, schuppenfoermigen Blaettern. Bluetenstand eine lockere Rispe; Rispenaeste dicht mit Druesen besetzt. Kelchblaetter oval, 1,8 - 2,2 mm lang, am Rande und ausserseits mit wenigen Druesen, zur Bluetezeit zurueckgebogen. Kronblaetter oval, 2 - 3 mal so lang wie die Kelchblaetter, weiss, am Grunde mit gelben oder roten Punkten. Fruchtknoten oberstaendig. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 28: Material aus botanischen Gaerten (Schoennagel 1931, Skovsted 1934, Hamel 1953), aus Irland (Packer in Loeve und Loeve 1961). Standort. Montan. Schattige, feuchte Felsen, in Waeldern und Schluchten. Verbreitung. Urspruenglich in Nordspanien, in den Pyrenaeen und in Westirland. Als Gartenpflanze weit verbreitet. Verbreitungskarten von Hulten (1958) und Meusel et al. (1965). - Im Gebiet in den Vogesen (Hohneck) ein gebuergert. Bemerkungen. S. hirsuta ist vielgestaltig hinsichtlich Blattform, Form der Zaehne und Behaarung (vgl. Abbildungen in Engler und Irmscher 1916).	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
1C244B78EE25473EAC6F9B126B48F55B.taxon	vernacular_names	Keilblaettriger Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
1C244B78EE25473EAC6F9B126B48F55B.taxon	description	Ausdauernd, 10 - 20 cm hoch, mit zahlreichen Blattrosetten, lockere Rasen bildend. Blaetter ohne kalkausscheidende Gruben. Blaetter der Rosetten oval, 0,5 - 1,7 cm lang, 1,3 - 2 mal so lang wie breit, allmaehlich (oft keilfoermig) in den Stiel verschmaelert, kahl, mit wenigen kleinen, stumpfen Zaehnen und gelblichem, knorpeligem Rand; Blattstiel 1 - 2 mal so lang wie die Spreite, kahl. Bluetentragende Stengel aufrecht, mit kleinen Druesen, ohne Blaetter, in der obern Haelfte verzweigt. Bluetenstand eine wenigbluetige Rispe; Rispenaeste 1 - 3 bluetig; Rispenaeste und Kelch mit kleinen Druesen. Kelchblaetter oval bis lanzettlich, 2 - 4 mm lang, nach Beginn der Bluete zurueckgebogen. Kronblaetter oval, 11 / 2 - 21 / 2 mal so lang wie die Kelchblaetter, weiss, oft mit roten Punkten. Fruchtknoten oberstaendig. - Bluete: Frueher Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 28: Material aus botanischen Gaerten (Schoennagel 1931, Skovsted 1934, Hamel 1953), aus Irland (dort nicht urspruenglich) (Packer in Loeve und Loeve 1961). Standort. Montan und subalpin. Feuchte, schattige Felsen und Bloecke (besonders im Nadelwald); fast nur auf kalkfreier Unterlage. Verbreitung. Mittel- und suedeuropaeische Gebirgspflanze: Kantabrische Gebirge, Pyrenaeen, Cevennen, Alpen, Jura, noerdlicher Apennin, Slowenien und Kroatien, Karpaten. Verbreitungskarte von Meusel et al. (1965). - Im Gebiet: Besonders Zentral- und Suedalpen, nordwaerts bis Freiburger Alpen, Hohnegg, Entlebuch, Rigi, Rossberg (Zug), Guschakopf bei Ragaz, Hoher Freschen in Vorarlberg; Jura (an der Dole beim Mavais de la Pile und 8 km davon entfernt am Cret Pele in der Foret de la Frasse); am Chaumont (Neuenburg) wohl angepflanzt.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
768973B370C53D3CA9EAD7E368CB8F9B.taxon	vernacular_names	Stern-Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
768973B370C53D3CA9EAD7E368CB8F9B.taxon	description	Ausdauernd, 5 - 20 cm hoch, mit Blattrosetten an den Auslaeufern, lockere Rasen bildend. Blaetter ohne kalkausscheidende Gruben; Blaetter der Rosetten oval, oft nach dem Grunde keilfoermig verschmaelert oder spatelfoermig, 1 - 5 cm lang, 11 / 2 - 3 mal so lang wie breit, beiderseits flach, am Rande gruen, mit vereinzelten abstehenden Haaren oder vollstaendig kahl und mit 3 - 9 groben, meist spitzen Zaehnen (nie ganzrandig); Blattstiel nicht vorhanden oder hoechstens 1 / 2 so lang wie die Spreite. Stengel aufrecht, mit Druesen; nur Tragblaetter vorhanden. Bluetenstand mehrbluetig (3 - 16 bluetig). Seitenstaendige Blueten gelegentlich deutlich zygomorph; 3 - 4 kuerzere und 1 - 3 laengere Kronblaetter (im Gebiet nur bei dieser einheimischen Art so!). Kelchblaetter oval, 2 - 3 mm lang, kahl, roetlich, zur Bluetezeit zurueckgebogen und dem Bluetenstiel anliegend. Kronblaetter gelegentlich 6 (im Gebiet nur bei dieser einheimischen Art so!), oval, 2 - 21 / 2 mal so lang wie die Kelchblaetter, spitz, weiss, am Grunde mit 2 gelben Punkten. Fruchtknoten oberstaendig. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 28: Material aus den Ostalpen (Temesy 1957), aus Norwegen (Knaben und Engelskjoen 1967). Siehe auch unter Bemerkungen. Standort. Montan, subalpin und alpin. Sandige, schlammige, lehmige oder torfige, nasse Boeden; an kalten Quellen, an Bachufern, in Schmelzwasserrunsen, auf durchfeuchteten Alluvionen und in Schneetaelchen. sche und portugiesische Gebirge, Pyrenaeen, zentralfranzoesische Gebirge, Vogesen, Schwarzwald, Alpen, Korsika, Apennin, Karpaten, Gebirge der Balkanhalbinsel). Verbreitungskarten von Temesy (1957), Hulten (1958) und Meusel et al. (1965). - Im Gebiet: Alpen, Vogesen, Schwarzwald; haeufig. Bemerkungen. S. stellaris wird in einer ausfuehrlichen Arbeit von Temesy (1957) in 4 nicht scharf getrennte Subspecies unterteilt: Je 1 samentragende und 1 bulbillentragende Unterart in der Arktis und Subarktis und 2 Unterarten in europaeischen Gebirgen. Im Gebiet soll einzig die samentragende ssp. alpigena Temesy vorkommen (noch in 4 Varietaeten unterteilt!). Von ihr weicht die samentragende, nordische Art (ssp. stellaris Temesy) (Verbreitungskarte von Meusel et al. 1965) ab durch zahlreichere und laengere Druesen, laengere Kelchblaetter (3 - 5 mm) und oft laengere Kronblaetter (bis 8 mm) und kuerzere Bluetenstiele (hoechstens 2 mal so lang wie die Frucht, bei ssp. alpigena mehr als 2 mal so lang). Die bulbillentragende ssp. prolifera (Sternb.) Temsey soll nur in den Ostalpen vorkommen und ist von der bulbillentragenden arktischen ssp. comosa (Retz.) Br. - Bl. emend. Temesy (S. foliolosa R. Br.) (Verbreitungskarte von Meusel et al. 1965) ebenfalls verschieden. Die ssp. comosa ist polyploid: 2 n = 56, 62 und 64 (viele Zaehlungen aus Groenland, Island, Faeroeer und Nordskandinavien und der Halbinsel Kola). Alle uebrigen Unterarten besitzen die Chromosomenzahl 2 n = 28 (Zusammenfassung von Temesy [1957] und Loeve und Loeve [1961], Zaehlungen auch an Material aus den West- und Ostalpen). Temesy gibt in seiner Arbeit auch praezise Standorts- und Verbreitungsangaben zu den einzelnen Sippen. Die Angaben von S. comosa Retz. aus den Vogesen, Alpen, Cevennen, Pyrenaeen und dem zentralfranzoesischen Gebirge von Fournier (1946) beduerfen der Nachpruefung; offenbar kommen, entgegen den Angaben von Temesy (1957), hier auch bulbillentragende Sippen vor.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
75D01AFE52104E001FEB1951ABCEC717.taxon	vernacular_names	Schatten-Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
75D01AFE52104E001FEB1951ABCEC717.taxon	description	Aehnlich S. cuneifolia (Nr. 22): 10 - 40 cm hoch, meist nur mit 1 Blattrosette. Blaetter meist groesser als bei S. cuneifolia, 2 - 4 cm lang, 1 - 2 mal so lang wie breit, ploetzlich in den Stiel verschmaelert, mit zahlreichen, meist stumpfen Zaehnen; Blattstiele am Rande lang und kraus behaart; uebrige Blattmerkmale wie bei S. cuneifolia. Rispenaeste 2 - 7 bluetig. Kronblaetter weiss, am Grunde gelb, weiter oben mit roten Punkten. Uebrige Merkmale wie bei S. cuneifolia. Zytologische Angaben. 2 n = 28: Material aus botanischen Gaerten (Schoennagel 1931, Skovsted 1934), aus den Pyrenaeen (Hamel 1953), aus Irland (verwildert) (Packer in Loeve und Loeve 1961). Standort. Montan. Schattige, bemooste Bloecke in Nadelwaeldern. Verbreitung. Urspruenglich pyrenaeische Pflanze: Weit verbreitete und gelegentlich verwilderte Gartenpflanze. - Im Gebiet in den Vogesen (Ballon d'Alsace und zwischen Col du Haag und Lac de Ballon) eingebuergert.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
4089ACC5ED10417007EA5B46BAE44573.taxon	vernacular_names	Rauher Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
4089ACC5ED10417007EA5B46BAE44573.taxon	description	Ausdauernd, 5 - 25 cm hoch, lockere Rasen bildend. Blaetter ohne kalkausscheidende Gruben, am Stengelgrunde genaehert, jedoch nicht in Rosetten, schmal lanzettlich, 0,5 - 2 cm lang (mittlere am laengsten), 1 - 2 mm breit, allmaehlich zugespitzt, mit feiner Spitze, flach, zerstreut mit Druesen besetzt, am Rande gefranst, abstehend (nicht einwaerts gebogen); in den Blattachseln an den sterilen Trieben kleine Blattrosetten, die kuerzer, meist kaum 1 / 2 so lang sind wie das sie tragende Blatt. Stengel aufrecht, locker mit abstehenden Druesenhaaren besetzt, mit mehreren, wechselstaendigen Blaettern, meist gabelig verzweigt. Bluetenstand 1 - 10 bluetig. Kelchblaetter 1,5 - 3 mm lang, 3 eckig, meist spitz, mit Druesen, den Kronblaettern anliegend. Kronblaetter oval, ueber der Mitte am breitesten, 2 - 3 mal so lang wie die Kelchblaetter und etwa 2 mal so breit wie diese, weiss, gegen den Grund hin gelblich. Fruchtknoten oberstaendig. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 26: Material aus den Seealpen (Hamel 1953). Standort. Subalpin, seltener montan und alpin. Silikatfelsen und Grobschutt (kalkfreie Unterlage). Asplenio-Primuletum hirsutae (Luedi) Br. - Bl. 1934, Sempervivo-Woodsietum rufidulae Br. - Bl. 1949, Festucetum variae Brockm. - Jerosch 1909. Siehe auch Pignatti (1969). Verbreitung. Mittel- und suedeuropaeische Gebirgspflanze (westlich): Pyrenaeen, Alpen, noerdlicher Apennin. - Im Gebiet vor allem in den zentralen und suedlichen Urgesteinsketten, seltener in den noerdlichen Ketten (Nordhang der Churfirsten und Alvier, Glarner Alpen, Graue Hoerner, Vorarlberg).	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
57EC94A18EBFF873C64CE5DFAEF242F0.taxon	vernacular_names	Bock-Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
57EC94A18EBFF873C64CE5DFAEF242F0.taxon	description	Ausdauernd, 10 - 40 cm hoch, beblaetterte Auslaeufer treibend. Blaetter ohne kalkausscheidende Gruben, nicht in Rosetten, an der Stengelbasis jedoch etwas dichter stehend als weiter oben, schmal oval, 1 - 3 cm lang, 2 - 4 mal so lang wie breit, allmaehlich in den Blattstiel verschmaelert, der bei den untersten Blaettern bis 2 mal so lang ist wie die Spreite (obere Stengelblaetter sitzend), beiderseits flach, mit vereinzelten, bis 2 mm langen, rotbraunen, meist krausen Haaren oder kahl, ganzrandig; Blattstiel und Stengel (besonders im obern Teil) dicht mit bis 2 mm langen, braunen Haaren besetzt. Bluetenstand 1 - 3 bluetig. Kelchblaetter oval, 2,5 - 5 mm lang, am Rande mit krausen, rotbraunen Haaren, nach Beginn der Bluete zurueckgebogen, spaeter dem Stengel anliegend. Kronblaetter oval, 2 - 3 mal so lang wie die Kelchblaetter (bis 1,5 cm lang), stumpf, gelb. Fruchtknoten oberstaendig. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 16: Material aus dem Pamir (Sokolovskaya in Loeve und Loeve 1961), aus Kanada (Mosquin und Hayley 1966, Hedberg 1967, Johnson und Packer 1968). 2 n = 32: Material aus Groenland, Island, Spitzbergen und Schweden; Zusammenstellung der Angaben bei Joergensen et al. (1958); aus dem Franzoesischen Jura, Frasnes, Doubs (Hamel 1958), von der Lenamuendung in Nordsibirien (Sokolovskaya 1958), aus Nordostrussland (Zhukova 1967 Zhukova 1969), von der Insel Kolgujew in der Barentsee (Sokolovskaya und Strelkova 1960), aus Kanada (Packer 1964). Bei den Zaehlungen 2 n = 28 von Sokolovskaya und Strelkova (1938) (aus Loeve und Loeve 1951) an Material aus dem Pamir und dem Altai handelt es sich wahrscheinlich um eine andere Art oder eine ungenaue Zaehlung. Standort. Montan und kollin. Schwingrasen und Sphagnum polster in Torfsuempfen. Verbreitung. Eurosibirisch-nordamerikanische Pflanze: Spitzbergen, Island, Irland, England, Skandinavien, norddeutsches Flachland, Baltikum, ostwaerts durch Sibirien (von den arktischen Kuesten suedwaerts bis ca. 50 ° NB) bis Kamtschatka; westschweizerisches Mittelland, Jura, oberdeutsche Hochebene, Suedwestalpen; Kaukasus, in Asien durch die Gebirge suedwaerts bis in den Himalaja (Tibet); arktisches Nordamerika, isoliert in Colorado und Utah; Groenland. Verbreitungskarten von Meusel et al. (1965) und Bresinsky (1965). - Im Gebiet: Mittlerer und suedlicher Franzoesischer Jura (800 - 1100 m; fuer das Dep. Doubs vgl. Moreau 1965); in der Schweiz wahrscheinlich nur noch am Col de Marchairuz (Waadt) (Yerly 1967 muendlich). Frueher bei Vevey (Waadt), Les Ponts, Semsales, Lac de Lussy (Freiburg), Einsiedeln und auf dem Geissboden bei Zug; der Meliorationen wegen diese Fundorte zerstoert. Von 12 Fundorten wenig ausserhalb des Gebiets in Wuerttemberg angegeben, doch existiert nach Bertsch (1962) wohl nur noch die Fundstelle am Federsee. Bemerkungen. Zentrum der Sektion Hirculus Tausch (ca. 100 Arten) im Himalaja und in westchinesischen Gebirgen. In Europa nur 2 Arten: S. Hirculus und S. flagellaris Willd. Alle Arten dieser Sektion haben die Chromosomengrundzahl n = 8 (Hamel 1960).	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
CB330FDEF6C293C38A01E3F408EAE181.taxon	vernacular_names	Moosartiger Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
CB330FDEF6C293C38A01E3F408EAE181.taxon	description	Aehnlich S. aspera (Nr. 25). Pflanze nur 2 - 5 cm hoch, dichte Polster bildend. Blaetter an der Stengelbasis in Rosetten, schmal lanzettlich, 0,2 - 0,6 cm lang und weniger als 1 mm breit, meist ohne Druesen, am Rande bewimpert, gegen die feine Spitze hin meist deutlich einwaerts gebogen; die kugeligen Blattrosetten in den Blattachseln an den sterilen Trieben so lang wie das sie tragende Blatt. Stengel aufrecht, mit abstehenden Druesenhaaren, mit 1 - 3 wechselstaendigen Blaettern, meist nicht verzweigt. Bluetenstand meist 1 bluetig. Blueten wie bei S. aspera, die Kronblaetter jedoch in der Mitte am breitesten, in der untern Haelfte mit mehreren orangegelben Punkten. Fruchtknoten oberstaendig. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 26: Material von Moraene am Trientgletscher (Favarger 1949 b), ohne Herkunftsangabe (Mattick in Tischler 1950). Standort. Alpin (am Finsteraarhorn bis 4000 m), selten subalpin. Nackter, staendig feuchter, kalkfreier, feinerdereicher Ruhschutt (Gletschermoraenen), der waehrend 2 - 3 Monaten schneefrei ist; Felsbloecke. Vor allem im Oxyrietum digynae (Luedi) Br. - Bl. 1926. Verbreitung. Mittel- und suedeuropaeische Gebirgspflanze: Pyrenaeen, Auvergne, Alpen, Gebirge der Balkanhalbinsel, Karpaten. - Im Gebiet: Wie S. aspera (Nr. 25), zudem Pilatuskette.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
8AE90C270A17DB75BDC243A8D269DC79.taxon	vernacular_names	Knoellchentragender Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
8AE90C270A17DB75BDC243A8D269DC79.taxon	description	Ausdauernd, 20 - 50 cm hoch. Blaetter ohne kalkausscheidende Gruben. Grundstaendige Blaetter eine Rosette bildend, die untersten in den Blattachseln Brutzwiebeln tragend, nierenfoermig, 1 - 3 cm lang, 11 / 2 - 2 mal so breit wie lang, zerstreut behaart, mit wenigen, grossen, breiten, stumpfen oder bespitzten Zaehnen; Blattstiel 11 / 2 - 5 mal so lang wie die Spreite, lang und flaumig behaart. Stengel aufrecht, mit kleinen Druesenhaaren und langen, krausen gewoehnlichen Haaren, oft schon vom Grunde an verzweigt, beblaettert (2 - 6 Blaetter); untere Stengelblaetter von gleicher Form wie die grundstaendigen Blaetter, ebenfalls gestielt, ohne Brutzwiebeln in den Blattachseln. Bluetenstand eine unregelmaessige, lockere Rispe; Rispenaeste steil aufwaerts gerichtet, sehr dicht mit Druesen besetzt. Kelch dicht mit Druesen besetzt; Kelchblaetter schmal oval, 3 - 5 mm lang, den Kronblaettern anliegend. Kronblaetter schmal oval, auffallend gross, meist 3 mal so lang wie die Kelchblaetter (ca. 1,5 cm lang), weiss, am Grunde gelb. Fruchtknoten nicht oberstaendig. - Bluete: Spaeter Fruehling. Zytologische Angaben. 2 n = 32, 46 - 60: Material aus botanischen Gaerten (zahlreiche Autoren von Tischler [1950] zusammengestellt). Skovsted (1934) fand an Material aus Daenemark alle obenerwaehnten Zahlen, mit Ausnahme von 2 n = 32, 55, 58 und 59 und beobachtete Stoerungen in der Pollenmeiose. Loeve und Loeve (1951 Loeve (1956 b) fanden an Material aus Island nur 2 n = 52; ebenso Sorsa (1963) an Material aus Finnland und Contandriopoulos (1962) an Material aus Korsika (ssp. Russii Engl.). Hamel (1953) glaubt, nur 2 n = 52 sei richtig gezaehlt. Standort. Kollin und montan. Trockene bis feuchte Wiesen, lichter Eichenbusch, Daemme, Mauern. Verbreitung. Europaeische Pflanze: Nordwaerts bis Island (eingeschleppt), Irland, England, Skandinavien (bis 67 ° NB), Suedfinnland; suedwaerts bis Nordwestafrika, Sardinien, Sizilien, Dalmatien, noerdliches Donaubecken; ostwaerts bis ins Gebiet des Dnjepr (im Mediterrangebiet fast nur in Gebirgen). Verbreitungskarte von Meusel et al. (1965). - Im Gebiet: Noerdlich der Alpen; Aostatal; zerstreut, nicht haeufig. Bemerkungen. S. granulata ist vielgestaltig hinsichtlich Habitus, Behaarung und Groesse der Kronblaetter. In den noerdlichen Teilen des Verbreitungsgebiets waechst sie meist auf feuchten Wiesen, im Sueden auf trockenen, oft felsigen Standorten. Nahe verwandte Arten von S. granulata und S. bulbifera sind im westlichen Mediterrangebiet.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
0682E585E96CCE0F4B83A532204AE791.taxon	vernacular_names	Zwiebeltragender Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
0682E585E96CCE0F4B83A532204AE791.taxon	description	Ausdauernd, 20 - 50 cm hoch. Blaetter ohne kalkausscheidende Gruben. Grundstaendige Blaetter eine Rosette bildend, in den Blattachseln Brutzwiebeln tragend, von gleicher Form wie bei S. granulata (Nr. 27), meist jedoch kleiner, nur 0,5 - 1,2 cm lang; Blattstiel wie bei S. granulata. Stengel aufrecht, dicht mit Druesenhaaren besetzt, erst an der Spitze verzweigt, beblaettert; Stengelblaetter zahlreich (mehr als 10), die untersten wie die grundstaendigen, jedoch nur kurz gestielt, die obern immer einfacher und kleiner werdend, sitzend, die obersten schmal oval, 1 - 3 mm lang; viele Stengelblaetter in den Achseln Brutzwiebeln tragend. Bluetenstand doldenartig, eng zusammengezogen (Aeste kurz), 3 - 20 bluetig, dicht mit Druesen besetzt. Kelchblaetter oval, 2,5 - 3,5 mm lang, den Kronblaettern anliegend. Kronblaetter oval, 2 - 3 mal so lang wie die Kelchblaetter, weniger als 1 cm lang, weiss. Fruchtknoten nicht oberstaendig. - Bluete: Frueher Sommer. Zytologische Angaben. Keine Untersuchungen. Standort. Kollin, montan. Trockene Haenge; Sandboeden. Flaumeichenwaelder. Verbreitung. Suedosteuropaeische Pflanze: Oesterreich, Tschechoslowakei, Ungarn, Balkanlaender, Tuerkei, isolierte Vorkommen weiter westwaerts in Italien, im Wallis, in Korsika, Sardinien und Sizilien. - Im Gebiet: Wallis (zwischen Follateres und Sitten), Aostatal (Viverone, Cavaglia, Moncrivello), Comerseegebiet, Veltlin (Campiazzo, Morbegno), Bergamasker Alpen.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
A2A22D56390F7A90CF16B399C37C1495.taxon	vernacular_names	Nickender Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
A2A22D56390F7A90CF16B399C37C1495.taxon	description	Ausdauernd, 10 - 30 cm hoch. Blaetter ohne kalkausscheidende Gruben. Grundstaendige Blaetter eine Rosette bildend, in den Blattachseln Brutzwiebeln tragend, im Umriss herzfoermig bis nierenfoermig, groesster Durchmesser 1 - 2 cm, locker mit Druesen besetzt, bis auf etwa ⅔ 3 -, 5 - oder 7 teilig; Abschnitte vorn breit abgerundet, stumpf oder mit kleiner, aufgesetzter Spitze; Blattstiele 2 - bis 5 mal so lang wie die Blaetter, kraus behaart. Stengel aufrecht, an der Spitze nickend, wie die Blattstiele behaart, nicht verzweigt, beblaettert; Stengelblaetter zahlreich (mehr als 10), von unten nach oben einfacher und kleiner werdend (wie bei S. bulbifera, Nr. 28), viele Stengelblaetter in den Achseln Brutzwiebeln tragend. Nur 1 Bluete an der Spitze des Stengels. Bluete wie bei S. bulbifera. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 36: Material von der Insel Kolgujew in der Barentsee (Sokolovskaya und Strelkova 1960). 2 n = 48 - 50, 56, 60: Material aus Nordostsibirien (Zhukova 1968 Zhukova 1969). 2 n ca. 50: Ohne Herkunftsangaben (Chiarugi aus Tischler 1950). 2 n ca. 56: Material aus Norwegen (Knaben und Engelskjoen 1967). 2 n = 60: Material aus Groenland (Loeve und Loeve 1948), von der Insel Kolgujew in der Barentsee (Sokolovskaya und Strelkova 1960). 2 n = 64: Material aus Island (Loeve und Loeve 1951 Loeve und Loeve 1956 b). 2 n ca. 66: Material aus Norwegen (Skovsted 1934). 2 n = 60 - 70 (gezaehlt n = 30 - 35): Material von Groenland (Joergensen et al. 1958). 2 n ca. 70: Material aus Kanada (Hedberg 1967, Mulligan und Porsild 1969). 2 n = 54, 72: Material aus Kanada (Mosquin und Hayley 1966). Standort. Subalpin und alpin. Feuchte, felsige, meist kalkreiche, lange vom Schnee bedeckte Boeden, Felshoehlen, Felsabsaetze, Laegerstellen. Verbreitung. Arktisch-alpine Pflanze: Von Island, Spitzbergen, Nowaja Semlja suedwaerts bis Schottland (57 ° NB), Suednorwegen, Nordfinnland; arktisches Russland (im Ural suedwaerts vereinzelt bis 56 ° NB), Eismeerkueste Sibiriens, ostwaerts bis Kamtschatka; vereinzelt in den Alpen, Karpaten, Pamir (aus dem Kaukasus nicht bekannt), Altai, Himalaja, chinesische Gebirge, Japan; arktisches Nordamerika, im Felsengebirge suedwaerts bis Utah, Neumexiko, Sueddakota; Groenland. - Im Gebiet: Sanetschpass (Nord- und Suedseite), 〈 Les Audannes 〉 am Wildhorn (Wallis), Col de Pochet und Lens, beide Fundstellen im Gebiet der Bellalui (Wallis), Niesenhorn noerdlich des Wildhorns in Berner Oberland (vgl. Becherer 1956), auf dem Gipfel des Piz Arina, 2832 m, im Unterengadin, Schmalzkopf bei Nauders (Tirol). Ueber die Verbreitung von S. cernua in den Alpen, s. Melchior (1934, mit Karte).	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
3A4993B612F0282E2DBB1248AA3C2340.taxon	vernacular_names	Mannsschild-Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
3A4993B612F0282E2DBB1248AA3C2340.taxon	description	Ausdauernd, meist 2 - 6 cm hoch, Rasen oder Polster bildend, auch einzeln. Blaetter ohne kalkausscheidende Gruben. Blaetter der grundstaendigen Rosetten lanzettlich bis spatelfoermig, 0,5 - 2,5 cm lang, 3 - 5 mal so lang wie breit, flach, am Rande mit abstehenden, zum Teil mehrzelligen Druesenhaaren, auf der Flaeche meist kahl, ganzrandig, stumpf, selten an der Spitze mit 1 - 3 Zaehnen. Stengel aufrecht, mit abstehenden Druesenhaaren und 1 - 3 wechselstaendigen Blaettern, die den grundstaendigen aehnlich sind. Bluetenstand 1 - 3 bluetig. Kelch dicht mit Druesenhaaren besetzt; Kelchblaetter 1,5 - 3 mm lang, breit abgerundet, den Kronblaettern anliegend. Kronblaetter oval, 2 - 3 mal so lang wie die Kelchblaetter, breit abgerundet oder ausgerandet, weiss. Fruchtknoten nicht oberstaendig. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 16: Material aus den Alpen (Hamel 1954 aus Darlington und Wylie 1956). 2 n = 128: Material aus den Alpen (ohne naehere Fundortsangabe) (Favarger 1957). 2 n = 124 - 150: Material aus den Waadtlaender, Walliser und Buendner Alpen. 2 n ca. 192: Material aus Tirol (Rossalpe) (Favarger 1965). Standort. Alpin, selten subalpin. Staendig durchfeuchteter kalkhaltiger Ruhschutt mit langer Schneebedeckung. Arabidetum coeruleae Br. - Bl. 1918, Salicetum retusae-reticulatae Br. - Bl. 1926. Auch in schattigen, feuchten Felsspalten; in der subalpinen Stufe im Alnus viridis - Gebuesch. Verbreitung. Eurasiatische Gebirgspflanze: Zentralpyrenaeen, Auvergne, Alpen, Karpaten, Gebirge der Balkanhalbinsel; Altai, Sajangebirge in Ostsibirien. Verbreitungskarte von Meusel et al. (1965). - Im Gebiet: In den Alpen verbreitet, ziemlich haeufig.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
BF3DAFBB9A0D68A3D18F8D28F78144B7.taxon	vernacular_names	Flachblaettriger Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
BF3DAFBB9A0D68A3D18F8D28F78144B7.taxon	description	Ausdauernd, 1 - 5 cm hoch, feste Polster bildend. Abgestorbene und zugleich ausgetrocknete Rosettenblaetter gegen die Spitze hin silbergrau (im Gebiet nur bei S. muscoides und S. presolanensis so; feuchtes Material ist braun). Blaetter ohne kalkausscheidende Gruben. Blaetter der Rosetten schmal oval (groesste Breite in der Mitte) bis fast parallelrandig, 0,4 - 0,8 cm lang, 3 - 5 mal so lang wie breit, flach, ueberall locker mit Druesen besetzt, ganzrandig, mit breit abgerundeter Spitze. Stengel aufrecht, mit abstehenden Druesenhaaren, die teilweise deutlich laenger sind als der Durchmesser des Stengels (wo nichts anderes vermerkt ist, sind die Druesenhaare kuerzer als der Stengeldurchmesser), mit 3 - 5 wechselstaendigen Blaettern, die den Rosettenblaettern aehnlich sind. Bluetenstand 1 - 2 bluetig. Kelch mit Druesen besetzt. Kelchblaetter 1,5 - 2,5 mm lang, breit abgerundet, den Kronblaettern anliegend. Kronblaetter breit oval bis rundlich, etwa 2 mal so lang und 2 mal so breit wie die Kelchblaetter, zitronengelb bis weiss. Fruchtknoten nicht oberstaendig. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 36 - 38: Material vom Matterhorn. 2 n = 38: Material vom Simplon (Favarger 1965). Standort. Alpin (am Matterhorn bis 4200 m), selten subalpin. Als Pionierpflanze auf Feinschutt und in Felsspalten, besonders auf Gipfeln und Graten; auf sauren, selten auf basischen Gesteinen. Verbreitung. Alpen-Pflanze: Von den Kottischen Alpen (Monte Viso) bis in die Hohen Tauern in Kaernten. Verbreitungskarte von Meusel et al. (1965). - Im Gebiet: Zentrale und suedliche Alpen, nirgends haeufig; in den noerdlichen Kalkalpen selten (im Berner Oberland am Faulhorn und Aermighorn, in den Glarner und St. Galler Alpen nordwaerts bis in die Gegend Murgseen, Faulenstock, Foostock). Bemerkungen. Die Angabe von S. Facchinii Koch vom Monte Torro im obern Valsesia (Piemont) von Bertolani-Marchetti (1954) duerfte kaum richtig sein. S. Facchinii ist ein Endemit der Suedtiroler Dolomiten (Gebiet des Val di Fassa) und ist bisher nie anderswo gefunden worden. Bei S. Facchinii sind die Kronblaetter kaum laenger als die Kelchblaetter (auffallender Unterschied zu S. muscoides).	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
FD08FCF685A580C7FA875664555E24EA.taxon	vernacular_names	Presolana-Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
FD08FCF685A580C7FA875664555E24EA.taxon	description	Aehnlich S. muscoides (Nr. 30). Abgestorbene und ausgetrocknete Rosettenblaetter ebenfalls silbergrau. Blaetter der Rosetten wie bei S. muscoides. Stengel 8 - 12 cm lang, duenn; Druesenhaare etwa 2 mal so lang wie bei S. muscoides. Kelchblaetter nach dem Grunde verschmaelert (bei S. muscoides nicht verschmaelert). Kronblaetter schmal keilfoermig, schmaeler als die Kelchblaetter und etwa 2 mal so lang wie diese, an der Spitze mit 2 Zipfeln und dazwischen mit kleinem, spitzem Zahn (an der Form der Kronblaetter von den uebrigen Arten leicht zu unterscheiden). - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 16: Material vom Monte Arera in den Bergamasker Alpen (Damboldt und Podlech 1963). Standort. Subalpin (1750 - 2000 m). Hoehlen, Kluefte und Kamine der Kalkfelsen, meist in Nordexposition. Verbreitung. Pflanze der Bergamasker Alpen. Nur in den Bergamasker Alpen: Monte Presolana, Monte Arera, Monte Pegherolo, Pizzo Camino, Cimone di Bagozza. Bemerkungen. S. presolanensis wurde 1894 von A. Engler am Monte Presolana (Bergamasker Alpen) entdeckt, wurde aber nur wenig bekannt. 1956 von Merxmueller am Monte Arera neu gefunden. Die Angaben ueber S. presolanensis sind z. T. Merxmueller und Wiedmann (1957) entnommen. Unsere Zeichnung nach lebendem Material vom Monte Presolana. Fundortsangaben (mit Karte) und Abbildungen der Pflanze von Arieti und Fenaroli (1960). Die Verbreitung von S. presolanensis sollte in den Bergamasker Alpen weiter untersucht werden.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
B23F8C2F498AD4B761AAFF1432B0CF65.taxon	vernacular_names	Fettkraut-Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
B23F8C2F498AD4B761AAFF1432B0CF65.taxon	description	Ausdauernd, 1,5 - 5 cm hoch, lockere Rasen bildend. Blaetter ohne kalkausscheidende Gruben. Blaetter der Rosetten lanzettlich bis spatelfoermig, 0,5 - 1,5 cm lang, 3 - 6 mal so lang wie breit, flach, zerstreut mit Druesenhaaren besetzt bis kahl, ganzrandig, mit heller, stachliger Spitze. Stengel aufrecht, mit abstehenden Druesenhaaren und 0 - 2 wechselstaendigen Blaettern, die den grundstaendigen aehnlich sind. Bluetenstand 1 - 2 bluetig. Kelch dicht mit Druesen besetzt; Kelchblaetter 1,5 bis 2 mm lang, mit heller, stachliger Spitze (wie bei den Blaettern), nach Beginn der Bluete senkrecht zum Bluetenstiel abstehend (bei den andern, verwandten Arten liegen die Kelchblaetter den Kronblaettern an). Kronblaetter schmal lanzettlich, 0,8 - 1,5 mal so lang wie die Kelchblaetter und schmaeler als diese, zitronengelb, mit feiner, oft roter Spitze. Fruchtknoten nicht oberstaendig. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 62 - 65, n = 32: Material von der Grigna am Comersee (Favarger 1965). Standort. Subalpin und alpin. Staendig durchfeuchteter, nordexponierter Kalkschutt mit langer Schneebedekkung; auch in schattigen Felsspalten. Verbreitung. Mittel- und suedeuropaeische Gebirgspflanze (suedlich): Ostpyrenaeen, Apennin, oestliche Kalkalpen, Gebirge in Jugoslawien. - Im Gebiet: Kalkalpen oestlich des Comersees (Verbreitungskarte von Merxmueller 1952), Veltlin (Angaben in Massara 1834). Die Angabe von Bolzon (1918) aus dem Aostatal (Lores al Tramail) ist kaum richtig. Bemerkungen. S. sedoides wird von Huber (in Hegi IV / 2 1963) in 3 Unterarten gegliedert; die Sippen der Bergamasker Alpen gehoeren zu ssp. sedoides (L.) Huber und ssp. Hohenwartii (Sternb.) O. Schwarz. Die Sippen sollten weiter untersucht werden, da es sich vielleicht bloss um Standortsformen handelt.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
4C555ECDBBAFCA6DDCCA8EE638F6B220.taxon	vernacular_names	Seguiers Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
4C555ECDBBAFCA6DDCCA8EE638F6B220.taxon	description	Habitus und Rosettenblaetter wie bei S. androsacea (Nr. 32). Stengel mit 0 - 2 (wechselstaendigen) Blaettern und 1 - 2 Blueten. Kronblaetter 0,8 - 1,2 mal so lang wie die Kelchblaetter, gelb. Uebrige Merkmale wie bei S. androsacea (Nr. 32). - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n ca. 48: Material aus den Alpen (Mattick in Tischler 1950). Standort. Alpin, selten subalpin. Pionier auf staendig durchfeuchtetem, feinem kalkfreiem Ruhschutt mit langer Schneebedeckung. Androsacetum alpinae Br. - Bl. 1918. Wenn S. Seguieri auf Kalkgestein vorkommt, ist saure Rohhumusauflage Voraussetzung. Verbreitung. Alpen-Pflanze: Zentral- und Suedalpen von den Hautes Alpes ostwaerts bis mittleres Inntal (Rosskogel) und Dolomiten. - Im Gebiet: Ziemlich haeufig in den Zentral- und Suedalpen (im westlichen Teil seltener); nordwaerts bis Gemmi, Faulhorn, Titlis, Murgseen, Graue Hoerner, Raetikon, Arlberg.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
39B2797E339BEAF4B9023F156CEFB517.taxon	vernacular_names	Blattloser Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
39B2797E339BEAF4B9023F156CEFB517.taxon	description	Ausdauernd, 1 - 3 cm hoch, lockere Polster bildend. Blaetter ohne kalkausscheidende Gruben. Blaetter der Rosetten spatelfoermig bis lanzettlich, 0,3 - 1 cm lang, 11 / 2 - 21 / 2 mal so lang wie breit, an der Spitze mit 3 grossen, 1,5 - 3 mm langen und. 1 - 1,5 mm breiten, stumpfen Zaehnen (einzelne Blaetter mit 5 Zaehnen oder ganzrandig), nach dem Grunde keilfoermig verschmaelert, ueberall locker mit Druesen besetzt bis kahl. Stengel aufrecht, mit Druesen, ohne Blaetter. Bluetenstand 1 bluetig, selten 2 bluetig. Kelch mit Druesen; Kelchblaetter 1,5 - 2 mm lang, mit stumpfer Spitze, den Kronblaettern anliegend. Kronblaetter sehr schmal lanzettlich, mit feiner Spitze, 1 - 1,3 mal so lang wie die Kelchblaetter, meist weniger als 1 / 2 so breit wie die Kelchblaetter, gelblich. Fruchtknoten nicht oberstaendig. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n ca. 62, n = 29 - 31: Material aus Graubuenden (Favarger 1965). Standort. Alpin, selten subalpin. Grober, beweglicher oder ruhender Kalkschutt mit langer Schneebedeckung. Thlaspeetum rotundifolii Br. - Bl. 1918. Verbreitung. Ostalpen-Pflanze: Berner Oberland bis Wiener Schneeberg. Verbreitungskarten von Merxmueller (1952) und Meusel et al. (1965). - Westgrenze im Gebiet: Moench im Lauterbrunnental, Titlis, Clariden, Piz Annarosa in den Spluegener Kalkbergen, Sassalbo im Puschlav, Monte Tonale in den Bergamasker Alpen; in Glarus, St. Gallen, Graubuenden ziemlich haeufig.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
A2D4CEE4EA9F152EF7473B6CB8F75C63.taxon	vernacular_names	Piemonsteser Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
A2D4CEE4EA9F152EF7473B6CB8F75C63.taxon	description	Ausdauernd, 6 - 15 cm hoch, Polster bildend. Blaetter ohne kalkausscheidende Gruben. Nicht bluehende Triebe dicht beblaettert; Blaetter handfoermig, 1 - 2 cm lang, sitzend oder ploetzlich in den bis 2 cm langen Stiel verschmaelert, flach, ueberall dicht mit Druesen besetzt, meist bis gegen die Mitte in 3 - 7 bandfoermige, nach vorn gerichtete, stumpfe oder spitze Abschnitte geteilt. Stengel aufrecht oder bogig aufsteigend, mit Druesen dicht besetzt, mit wechselstaendigen Blaettern, die den grundstaendigen aehnlich sind. Bluetenstand eine Rispe. Kelch dicht mit Druesen besetzt; Kelchblaetter schmal oval, etwa 5 mm lang. Kronblaetter oval, auffallend gross, 1 - 7,5 cm lang, 2 - 3 mal so lang wie die Kelchblaetter, weiss. Fruchtknoten nicht oberstaendig. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 42 (ssp. pedemontana): Material aus den Kottischen Alpen; von den 3 andern Unterarten aus Suedeuropa sind abweichende Chromosomenzahlen bekannt; Kreuzungen zwischen diesen Unterarten ergaben keinen keimfaehigen Samen (vgl. Damboldt 1968). Standort. Subalpin und alpin. Felsspalten, auf saurem Gestein. Verbreitung. Westalpen-Pflanze: Von den Seealpen ostwaerts bis in die Grajischen und Kottischen Alpen. - Im Gebiet: Die Angaben aus dem Wallis sind nach Becherer (1940 Becherer (1956) unrichtig, jene aus dem Aostatal sind nachzupruefen; sichere Angaben: Suedseite der Kette von Cogne, Punta Nova. Bemerkungen. Nahe verwandte Sippen, heute meist als Arten abgetrennt, auf Korsika, Sardinien, in den Gebirgen der Balkanhalbinsel, in den Karpaten und im Atlas. Sie unterscheiden sich durch Blattform und Groesse der Kronblaetter und durch Chromosomenzahlen.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
1C082AA47F28A6D12E4FDA0C02B68BAD.taxon	vernacular_names	Rosen-Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
1C082AA47F28A6D12E4FDA0C02B68BAD.taxon	description	Ausdauernd, 5 - 30 cm hoch, lockere Polster oder Rasen bildend. Blaetter ohne kalkausscheidende Gruben. Blaetter an den niederliegenden oder bogig aufsteigenden, nicht bluehenden Trieben und am Grunde der bluehenden Triebe bis 2 cm lang (eingeschlossen der nie klar abgrenzbare Blattstiel), ohne oder mit wenigen Druesen, mit langen, weissen, mehrzelligen Haaren, bis gegen den Grund hin 3 - 7 teilig; Abschnitte bandfoermig, stumpf oder spitz, nie mit grannenartiger Spitze; in den Blattachseln an den nicht bluehenden Trieben keine Rosetten und neuen Triebe bildend. Stengel aufrecht, behaart und mit Druesen, mit 2 - 5 wechselstaendigen Blaettern, die den grundstaendigen aehnlich sind. Bluetenstand eine bis 10 bluetige Traube. Kelch dicht mit Druesen besetzt. Kelchblaetter oval bis lanzettlich, etwa 3 mm lang, den Kronblaettern anliegend. Kronblaetter oval, 2 - 3 mal so lang wie die Kelchblaetter, weiss. Fruchtknoten nicht oberstaendig. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 32 und 63 - 65: Material aus England; 2 n = 56 - 65: Material aus botanischen Gaerten. Zusammenstellung der Ergebnisse von verschiedenen Autoren von Webb (1950). Loeve und Loeve (1951 Loeve (1956 b) zaehlten an Material von verschiedenen Orten in Island stets 2 n = 64. Standort. Montan. Durchlaessige, stets durchfeuchtete bis wasserzuegige, steinige Boeden und Felsspalten in schattigen Lagen. Verbreitung. Nordwesteuropaeische Pflanze: Grossbritannien, Island, Faeroeer; Suedgroenland; Vogesen, oestlich des Rheins von Hessen-Nassau bis Boehmen, Maehren, Schlesien und von Wuerttemberg bis Magdeburg (aus Webb 1950). - Im Gebiet: Vogesen (Hartmannsweilerkopf, Ruine Heuenfluh bei Cernay; die Angabe vom Schluechtal im suedoestlichen Schwarzwald wird von Webb (1950) nicht zitiert. Bemerkungen. S. rosacea ist nach Webb (1950) vielgestaltig hinsichtlich Wuchsform, Behaarung, Form der Blattabschnitte, Hoehe der Stengel und Zahl der Blueten. Siehe auch unter Bemerkungen bei S. hypnoides (Nr. 38) und vgl. die Arbeiten von Webb (1950 a 1951) ueber die verwandten Arten (Schluessel, Diagnosen, Verbreitung, Bastarde).	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
AB92B7D105977AB618EA7C1257DAEA2D.taxon	vernacular_names	Moos-Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
AB92B7D105977AB618EA7C1257DAEA2D.taxon	description	Unterscheidet sich von S. rosacea (Nr. 37) durch folgende Merkmale: Alle Blattabschnitte mit grannenartiger Spitze. Blaetter an den sterilen Trieben meist sehr schmal lanzettlich (selten mehr als 1 mm breit), nicht geteilt, in den Achseln mit Rosetten und neuen Trieben; grundstaendige Blaetter am bluetentragenden Stengel wie bei S. rosacea geteilt. Kelchblaetter mit feiner Spitze. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n ca. 30: Material aus Irland (Packer in Loeve und Loeve 1961). 2 n = 64 und ca. 48: Material aus Irland; 2 n ca. 44 und, 58: Material aus botanischen Gaerten. Zusammenstellung der Ergebnisse von verschiedenen Autoren von Webb (1950). Seither zaehlten Loeve und Loeve (1951 Loeve (1956 b) an Material von verschiedenen Fundstellen in Island stets 2 n = 48. Standort. Wie S. rosacea (Nr. 37), kann jedoch auch weniger leuchte und sonnige Standorte besiedeln. Verbreitung. Nordwesteuropaeische Pflanze: Grossbritannien, Irland, Island, Faeroeer, Norwegen (bis 61 ° 30 ′ NB); auf dem Kontinent nach Webb (1950) einzig in den Vogesen (Hohneck), eingebuergert. Bemerkungen. Webb (1950) hat die Sippen in Nordspanien, den Pyrenaeen und den zentralfranzoesischen Gebirgen als S. continentalis (Engler et Irmscher) Webb und jene aus dem Rheinland und den Ardennen als S. sponhemica Gmelin von S. hypnoides abgetrennt. Alle Arten sind vielgestaltig und nicht befriedigend zu trennen. 2 weitere, sehr nahe verwandte Arten, S. caespitosa L. (S. groenlandica L.) und S. Hartii Webb haben, wie S. hypnoides, nordische Verbreitung. Verbreitungskarte der Artengruppe der S. caespitosa L. von Hulten (1958) und Meusel et al. (1965). Nach experimentellen Untersuchungen von Marsden-Jones und Turrill (1956) lassen sich S. hypnoides und S. rosacea leicht kreuzen, und die Samenbildung ist normal; damit sind die haeufigen Uebergangsformen in den Beruehrungsgebieten erklaert. Denselben Autoren gelang auch die Kreuzung von S. hypnoides mit S. granulata (Nr. 27).	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
91A52682C3B4397FCDD113C99014D5EF.taxon	vernacular_names	Moschus-Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
91A52682C3B4397FCDD113C99014D5EF.taxon	description	Ausdauernd, 1 - 10 cm hoch, dichte Polster bildend. Blaetter ohne kalkausscheidende Gruben. Blaetter der Rosetten schmal lanzettlich oder fast parallelrandig, 0,3 - 1 cm lang, 4 - 6 mal so lang wie breit, mit stumpfer Spitze, neben ganzrandigen Blaettern auch solche mit 1 - 2 seitlichen, stumpfen, bandfoermigen Abschnitten (Blaetter meist asymmetrisch), alle Blaetter flach und zerstreut mit Druesen besetzt. Stengel aufrecht, mit Druesen und 2 - 4 wechselstaendigen Blaettern, die den grundstaendigen aehnlich sind (ohne Zaehne). Bluetenstand 1 - 5 bluetig. Kelch mit Druesen; Kelchblaetter 2 - 4 mm lang, mit stumpfer Spitze, den Kronblaettern anliegend. Kronblaetter schmal oval, wenig schmaeler bis wenig breiter als die Kelchblaetter, 1 - 2 mal so lang wie die Kelchblaetter, sich mit den Raendern nicht ueberdeckend, gelborange oder rot. Fruchtknoten nicht oberstaendig. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 22, 24, 26: Material aus den oesterreichischen Alpen und dem Allgaeu (Damboldt und Podlech 1964), aus Oesterreich, Rumaenien und der Tschechoslowakei (Damboldt 1968). 2 n = 26: Material (ssp. linifolia) aus dem Silvrettagebiet und Fimbertal (Damboldt und Podlech 1963). 2 n = 28: Material von 10 Fundorten in Alpen, Jura und Tatra (Favarger 1965), aus den Pyrenaeen (Favarger und Kuepfer 1968). 2 n ca. 26 und ca. 52: Material aus den Alpen (Mattick in Tischler 1950). Skovsted (1934) untersuchte Gartenvarietaeten und fand 2 n ca. 24 und ca. 50; Stoerungen in der Pollenmeiose wie bei der nachfolgenden S. exarata (Nr. 40), so dass exakte Zaehlungen unmoeglich sind. 2 n = 44: Material aus den Steiner Alpen var. carniolica Br. - Bl. 2 n = 52: Material aus den Abruzzen (ssp. ampullacea Engler et Irmscher (Damboldt und Podlech 1964) und aus Nordtirol (Damboldt 1968). 2 n = 42 - 56: Material aus den Alpen, vielleicht Bastarde mit S. exarata (Favarger 1965). Standort. Subalpin und alpin. Felsspalten, Ruhschutt, offene Rasen, Spalierstrauchteppiche; meist auf kalkhaltiger Unterlage. Verbreitung. Mittel- und suedeuropaeische Gebirgspflanze (in mehreren Unterarten und Varietaeten): Pyrenaeen, Auvergne, Alpen, Jura, Apennin, Gebirge der Balkanhalbinsel, Karpaten, Kaukasus, Armenien. Verbreitungskarte von Meusel et al. (1965). - Im Gebiet: Alpen, haeufig; Franzoesischer Jura (Reculet, Colombier, Saleve). Bemerkungen. S. moschata ist hinsichtlich Blattform und Farbe, Zahl der Druesen, Hoehe der Stengel, Bluetenzahl, Groesse und Farbe der Kronblaetter sehr vielgestaltig. Es sind im Gebiet verschiedene Unterarten aufgestellt worden, so z. B. ssp. linifolia Br. - Bl., mit schmalen, ganzrandigen (Spitze der abgestorbenen und ausgetrockneten Blaetter jedoch braun und nicht silbergrau wie bei S. muscoides Nr. 30!) oder zum grossen Teil ganzrandigen Blaettern (noerdliche Kalkalpen, Dolomiten); ssp. pseudoexarata Br. - Bl., mit 2 - 3 teiligen und ganzrandigen Blaettern (im ganzen Alpengebiet); ssp. Rhodanensis Br. - Bl., die zu S. exarata ueberleitet (penninische Ketten, Franzoesischer Jura); weitere Sippen im uebrigen Verbreitungsgebiet der Art. Die Sippen sollten zusammen mit denen von S. exarata experimentell weiter untersucht werden; sie setzen sich wahrscheinlich aus gut charakterisierten geographischen Sippen, Bastardschwaermen und Populationen mit Genintrogressionen (z. B. mit S. exarata) zusammen. Gestuetzt auf zytogenetische Untersuchungen konnten Damboldt und Podlech (1964) und Damboldt (1968) S. moschata im Alpengebiet noch nicht entsprechend den verschiedenen Chromosomenzahlen in morphologische Sippen gliedern. Dagegen sind die polyploiden Sippen in Slowenien (var. carniolica) und in den Abruzzen (var. ampullacea) unter sich und von den diploiden Sippen der Alpen verschieden. Verbreitungskarte der Chromosomensippen in den Alpen und Diskussion der zytologischen und morphologischen Befunde von Damboldt (1968).	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
61F95E16458B850C51F75F1A8C121DB1.taxon	vernacular_names	Spinnweb-Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
61F95E16458B850C51F75F1A8C121DB1.taxon	description	Ausdauernd, niederliegend (bis 20 cm lang), Rasen bildend, reich verzweigt, mit Achselsprossen, zart; Blaetter und Stengel mit langen, weissen, mehrzelligen, ueber 5 mm langen, klebrigen Druesenhaaren, die die Pflanzenteile wie ein Spinngewebe umschlieβen. Blaetter ohne kalkausscheidende Gruben, die untersten keine Rosette bildend, im Umriss nierenfoermig, groesster Durchmesser bis 2 cm, vorn mit 3 - 7 stumpfen, breiten Zaehnen, duenn (durchscheinend), gelbgruen, sitzend oder undeutlich gestielt; obere Stengelblaetter kleiner und nach dem Grunde keilfoermig verschmaelert. Blueten einzeln oder zu 2 - 3 an den gabelig verzweigten Stengeln (Bluetenstand nicht vom vegetativen Teil abgetrennt). Bluetenstiele und Kelch mit kuerzeren Druesenhaaren. Kelchblaetter 11 / 2 - 2 mm lang, stumpf, den Kronblaettern anliegend. Kronblaetter oval, etwa 2 mal so lang wie die Kelchblaetter und etwa 2 mal so breit wie diese, hellgelb. Fruchtknoten nicht oberstaendig. - Bluete: Frueher Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 66: Material aus Judikarien (Valvestino) (Damboldt 1965); die fruehere Angabe von Damboldt und Podlech (1964) 2 n = 56 ist falsch. Standort. Montan und subalpin. Unter vorspringenden Felsen, in Hoehlen und Grotten, stets vor Niederschlaegen geschuetzt, auf staendig von Bergfluss durchfeuchtetem Sand in schattigen Lagen (besonders Nordexposition); nur auf Kalk (wahrscheinlich nur Dolomit). Verbreitung. Pflanze der Judikarischen Alpen: Viele Fundorte in den Judikarischen Alpen zwischen Idrosee und Gardasee; nur 1 Fundort oestlich des Gardasees; wenige Fundstellen im Gebiet in den Bergamasker Alpen: Rodegher und Venanzi (1894) erwaehnen Val Seriana und Val Camonica; Huber (in Hegi IV / 2 1963) gibt nur das Val Brembana (westlicher als die beiden obgenannten Taeler) an, waehrend nach Pitschmann und Reisigl (1959) der westlichste Fundort an der Corna Biacca westlich des Idrosees (ausserhalb des Gebiets unserer " Flora ") liegt. Auf der Verbreitungskarte von Meusel et al. (1965) duerfte auch das Val Brembana als westlichster Fundort eingetragen sein. Bemerkungen. Die Verbreitung von S. arachnoidea westlich des Idrosees sollte untersucht werden. S. arachnoidea besitzt verwandte Arten (mit weissen Blueten) erst in grosser geographischer Entfernung in Ostspanien (S. latepetiolata Willk.) und im Jailagebirge auf der Krim (S. irrigua M. Bieberst.).	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
0DFE13F203B34D7AC01DB675B5914DBD.taxon	vernacular_names	Gefurchter Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
0DFE13F203B34D7AC01DB675B5914DBD.taxon	description	Sehr aehnlich S. moschata (Nr. 39). Blaetter der Rosetten vorn mit 3 - 7 bandfoermigen, stumpfen Abschnitten (nur bei Kuemmerformen einzelne Blaetter ganzrandig), meist symmetrisch, dicht mit Druesen besetzt. Bluetenstand 4 - 8 bliitig. Kronblaetter oval, 2 mal so breit und wenigstens 2 mal so lang wie die Kelchblaetter, an der Spitze breit abgerundet, sich mit den Raendern gelegentlich ueberdekkend, weiss oder roetlich, seltener gelblich. Uebrige Merkmale wie bei S. moschata. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 20: Material aus Frankreich (Alpes Maritimes und Hautes Alpes), Zahl gesichert (Favarger 1965). 2 n = 20: Material aus den Alpes Maritimes. 2 n = 24: Material aus den Kottischen Alpen (Damboldt und Podlech 1964). 2 n ca. 68: Material aus botanischem Garten; Meiosen auffallend gestoert, so dass exakte Zaehlung unmoeglich (Skovsted 1934). Standort. Wie S. moschata (Nr. 39), jedoch nur auf kalkarmer, oft saurer Unterlage. Verbreitung. Mittel- und suedeuropaeische Gebirgspflanze: Pyrenaeen, Alpen, Apennin, Montenegro, Griechenland, Kleinasien, Kaukasus. Verbreitungskarte von Meusel et al. (1965). Kommt nach Gaussen (1966) in den Pyrenaeen nicht vor. - Im Gebiet in den Alpen auf Urgestein verbreitet und ziemlich haeufig. Bemerkungen. Die Unterscheidung von S. moschata und S. exarata bietet oft Schwierigkeiten, da Zwischenformen vorhanden sind. Die Bildung von Sippen scheint weniger ausgepraegt zu sein als bei S. moschata (vgl. Bemerkungen unter S. moschata).	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
ED4E13E7CBDA1B63B780D55F866D4313.taxon	vernacular_names	Dreifingriger Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
ED4E13E7CBDA1B63B780D55F866D4313.taxon	description	Im Fruehjahr keimend und im Sommer (nach der Samenreife) absterbend (sommerannuell) oder im Herbst keimend und im folgenden Sommer absterbend (Knaben 1961). 2 - 10 cm hoch, nur mit bluehenden Trieben, dicht mit Druesen besetzt, klebrig. Blaetter ohne kalkausscheidende Gruben. Grundstaendige Blaetter eine Rosette bildend, bis 1 cm lang (Stiel eingeschlossen), spatelfoermig, ganzrandig oder jederseits mit einem abstehenden Zahn oder Abschnitt; schmaler, stielfoermiger Teil meist 1 / 2 - 3 / 4 der Blattlaenge einnehmend. Grundblaetter zur Fruchtzeit abgestorben. Stengel aufrecht, oft schon am Grunde verzweigt, mehrbluetig. Blueten etwa 4 mm lang. Kelchblaetter zur Bluetezeit 1 / 2 - 3 / 4 so lang wie der Kelchbecher, den Kronblaettern anliegend. Kronblaetter oval, 2 - 3 mal so lang wie die Kelchblaetter, weiss. Fruchtknoten nicht oberstaendig. - Bluete: Fruehling und frueher Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 22: Material aus Daenemark (Skovsted 1934); aus Goettingen, Pollenmeiose normal (Melchers 1935, v. Drygalski 1935), aus Norwegen (Knaben 1954 a). Standort. Kollin und montan. Trockene, kiesige oder sandige Boeden. Pionier auf offenen, meist kalkarmen Boeden (Bahnareale, Daecher, Mauern, zwischen Pflastersteinen), auch in lockeren Rasen und in Unkrautgesellschaften; nur in waermeren Lagen. Verbreitung. Europaeisch-suedwestasiatische Pflanze: Fast ganz Europa (im Norden bis 64 ° NB, fehlt auf Island), Nordafrika (im Atlas bis 2700 m), ostwaerts bis ins Gebiet der Wolga und nach Iran. Verbreitungskarte von Meusel et al. (1965). - Im Gebiet besonders in den waermeren Gegenden haeufig. Bemerkungen. Nahe verwandte Arten: Im Gebiet von Oslo S. osloensis Knaben, tetraploid, vermutlich fixierter Bastard von S. tridactylites und S. ascendens (s. unter Bastarde); auf der suedlichen Balkanhalbinsel, in Sueditalien und auf Sizilien kommen Sippen vor, die zwischen S. tridactylites und S. ascendens stehen (S. parnassica Boiss. et Heldr. und S. Blavii [Engler] Beck v. Mann.).	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
3F8E7C6F2EC21E8C6ED5D744E43CB538.taxon	vernacular_names	Aufsteigender Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
3F8E7C6F2EC21E8C6ED5D744E43CB538.taxon	description	Unterscheidet sich durch folgende Merkmale von S. tridactylites (Nr. 42): Im Fruehjahr keimend, im 1. Sommer nur eine Blattrosette bildend; Bluete im 2. Sommer, und nach der Samenreife absterbend, 2 jaehrig (Knaben 1961). Grundstaendige Blaetter nach dem Grunde keilfoermig verschmaelert, ohne stielfoermigen Teil, jederseits mit 1 - 3 nach vorn gerichteten Zaehnen, zur Fruchtzeit noch nicht abgestorben. Blueten etwa 7 mm lang. Kelchblaetter zur Bluetezeit etwa so lang wie der Kelchbecher. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 22: Material aus Tirol (Gschnitztal, 2660 m); Pollenmeiose normal (Melchers 1935, v. Drygalski 1935), aus Norwegen (Knaben 1954 a), aus Ungarn (Baksay in Loeve und Loeve 1961), aus Kanada (Mulligan und Porsild 1969). Standort. Alpin und subalpin. Offene, basische bis saure nitratreiche Boeden. Lockere Rasen, besonders Schaflaegerstellen. Verbreitung. Arktisch-alpine Pflanze (europaeisch-nordamerikanisch): Skandinavien (bis 71 ° NB), Suedfinnland, Estland; Pyrenaeen, Alpen, Apennin, Sizilien, Gebirge der Balkanhalbinsel, Karpaten, Kaukasus; Nordamerika (im Westen, durch die Gebirge suedwaerts bis Colorado). Verbreitungskarten von Hulten (1958) und Meusel et al. (1965). - Im Gebiet in den zentralen Ketten der Alpen (zahlreiche Fundstellen in Savoyen, Wallis, Aostatal und Graubuenden); ausserhalb der zentralen Ketten in den Waadtlaender Alpen, im Berner Oberland (Bundstock), in Vorarlberg (Tilisuna), im Tessin (Lukmanier: Pizzo Molare), in den Bergamasker Alpen (Val Brembana). Bemerkungen. Siehe unter S. tridactylites (Nr. 42).	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
0C6AE4F10553441005A3B1E5F6CD4032.taxon	vernacular_names	Karst-Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
0C6AE4F10553441005A3B1E5F6CD4032.taxon	description	Entwicklungszyklus wie bei S. ascendens (Nr. 43), 10 - 15 cm hoch, ueberall mit feinen Druesenhaaren besetzt. Grundstaendige Blaetter eine Rosette bildend, im Umriss nierenfoermig oder halbkreisfoermig, groesster Durchmesser 1 - 3,5 cm (Grundblaetter oft viel kleiner als die Stengelblaetter), meist tiefer als bis auf 1 / 2 3 - 5 teilig; Abschnitte meist nochmals geteilt, mit ganzrandigen oder gezaehnten, stumpfen Zipfeln; Blattstiel 1 - 3 mal so lang wie die Spreite. Stengel bis 30 cm lang, niederliegend und bogig aufsteigend, schlaff, zerbrechlich, vom Grunde an reich verzweigt, ueberall beblaettert. Stengelblaetter zahlreich, in der Form wie die grundstaendigen, nur die obersten kurz gestielt oder nicht gestielt. Blueten auf langen, duennen Stielen. Kelchblaetter oval, 1,5 - 2,5 mm lang, den Kronblaettern anliegend. Kronblaetter oval, etwa 4 mal so lang wie die Kelchblaetter (8 - 10 mm lang), weiss. Fruchtknoten nicht oberstaendig. - Bluete: Fruehling und frueher Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 64: Material aus botanischem Garten (Skovsted 1934), aus den Judikarischen Alpen (Monte Tombea) (Damboldt 1965). Standort. Subalpin und montan. Unter vorspringenden Felsen, in Hoehlen und Grotten, stets vor Niederschlaegen geschuetzt, auf staendig von Bergfluss durchfeuchtetem Sand, in schattigen Lagen; nur auf Kalk. Verbreitung. Suedostalpen-Pflanze: Von den Corni di Canzo am Comersee durch die suedlichen Kalkalpen, ostwaerts bis Istrien und Kroatien. Verbreitungskarte von Meusel et al. (1965). - Im Gebiet: Corni di Canzo und Buco di Piombo bei Erba (zwischen Lecco und Como), Bergamasker Alpen (Serina, Cornalba). Bemerkungen. S. petraea besiedelt denselben sehr speziellen Standort wie die systematisch isoliert stehende S. arachnoidea Sternb. (Nr. 41). Nahe verwandte Art, S. berica (Beguinot) Webb in den Colli Berici bei Vicenza (vgl. Heywood 1963).	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
A599DFDE698A5583E2287DA1894AD678.taxon	vernacular_names	Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
A599DFDE698A5583E2287DA1894AD678.taxon	description	Ausdauernde, seltener 1 - oder 2 jaehrige, oft niedrige, meist rasen- oder polsterbildende Kraeuter. Sterile Triebe fast immer vorhanden; keine solchen Triebe bei 1 jaehrigen Arten. Blaetter meist wechselstaendig, seltener gegenstaendig, ganzrandig, gezaehnt oder radiaer geteilt (nie fiederteilig). Stengel aufrecht oder niederliegend. Blueten meist in rispigen oder traubigen Bluetenstaenden, seltener Bluetenstand 1 bluetig. Blueten bei unsern einheimischen Arten aktinomorph (bei S. stellaris gelegentlich deutlich zygomorph). Kelchblaetter und Kronblaetter je 5, selten 4 oder 6. Kelchblaetter meist den Kronblaettern anliegend, seltener abstehend oder zurueckgebogen. Kronblaetter die Kelchblaetter meist ueberragend, oval, selten spitz oder ausgerandet, am Grunde sehr schmal, weiss, gelb oder rot, oft punktiert. Staubblaetter 10, selten 8; keine Staminodien. Fruchtblaetter 2, selten 3 - 5, wenigstens am Grunde verwachsen, bei einigen Arten typisch oberstaendig, bei den meisten Arten fast oberstaendig bis fast unterstaendig und dann mit dem entsprechend ausgebildeten Kelchbecher (auf dessen Rand die Kelchblaetter sitzen) verwachsen (Arten mit oberstaendigen Fruchtblaettern viele wie Fruchtblaetter, nach der Bluete spreizend. Die Gattung Saxifraga umfasst nach der heute noch grundlegenden Monographie von Engler und Irmscher (1916 1919) ca. 300 Arten; viele davon sind seither weiter gegliedert worden, so dass die Artenzahl heute ca. 1200 betraegt. Die Gattung Saxifraga ist in den arktischen, subarktischen und gemaessigten Gebieten der noerdlichen Hemisphaere verbreitet (wenige Arten in den Anden Suedamerikas) und besiedelt die verschiedensten Standorte. Vor allem 1 jaehrige Arten dringen in waermere Gebiete ein. Der groesste Teil der Arten sind Gebirgspflanzen. Verbreitungskarten der ENGLERSchen Sektionen und von vielen Arten von Engler (1916). Chromosomengrundzahlen n = 8, 9, 10, 11, 13, 14, 17, 19 (Hamel 1953). Polyploide Reihen, auch innerhalb derselben Art. Bei einigen Arten (z. B. S. rosacea) auch aneuploide Chromosomenzahlen. Stoerungen in der Pollenmeiose bei bulbillentragenden Arten (S. granulata und S. cernua; S. bulbifera ist nicht untersucht) und bei S. moschata und S. exarata festgestellt; die Ursachen sind nicht bekannt.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
D5C384C2F53BDFAC8C794C892D4E9C9A.taxon	vernacular_names	Seltsamer Steinbrech	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
D5C384C2F53BDFAC8C794C892D4E9C9A.taxon	description	Ausdauernd, knickig aufsteigend, bis 20 cm hoch, verzweigt, zart und zerbrechlich. Blaetter ohne kalkausscheidende Gruben, die untersten im Umriss rundlich oder breiter als lang, groesster Durchmesser 1 - 3 cm, am Grunde tief herzfoermig, mit 5 - 7 breiten, stumpfen, wenig tiefen Abschnitten, duenn (durchscheinend), gelbgruen, kahl. Blattstiele mehrmals so lang wie die Blattspreite, duenn, zerstreut und lang behaart; obere Stengelblaetter kleiner und kurz gestielt bis sitzend. Blueten einzeln auf langen Stielen; Bluetenstand nicht vom vegetativen Teil abgetrennt. Kelchblaetter ca. 2 mm lang, fast parallelrandig, mit kurzer, oft stumpfer Spitze. Kronblaetter nach dem Grunde nicht verschmaelert (Unterschied zu den andern Arten unseres Gebiets), fast parallelrandig, mit kurzer, oft stumpfer Spitze, kuerzer und schmaeler als die Kelchblaetter, gelbgruen. Fruchtknoten nicht oberstaendig. - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. Keine Untersuchungen. Standort. Montan. Feuchte, schattige Stellen und auf vorspringenden Felsen aus kalkfreiem Gestein (Gneis, Glimmerschiefer). Verbreitung. Suedostalpen-Pflanze: Ostkaernten und westliche Steiermark, Slowenien (Bachergebirge). Verbreitungskarte von Meusel et al. (1965). - Im Gebiet eine alte Angabe vom Monte Tonale im noerdlichen Val Camonica (Bergamasker Alpen); S. paradoxa soll dort am Anfang des 19. Jahrhunderts gefunden worden sein. Da die Angabe von Botanikern stammt, bei denen eine Verwechslung mit einer andern Art ausgeschlossen erscheint, wird heute angenommen, es koennte sich um eine Etikettenverwechslung handeln, denn die Pflanze ist dort seither nie mehr gefunden worden (vgl. Dalla Torre und Sarnthein 1909). Bemerkungen. S. paradoxa ist in der Gattung Saxifraga morphologisch isoliert.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
2827B08C2F15E37BD7469496F6E9CD18.taxon	vernacular_names	Studentenroeschen, Parnassie, Herzblatt	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
2827B08C2F15E37BD7469496F6E9CD18.taxon	description	Ausdauernde, vollstaendig kahle Kraeuter. Blaetter einfach (nicht geteilt), mehrere grundstaendige, gestielte Blaetter und keine oder bis 3 sitzende, wechselstaendige Stengelblaetter. Stengel aufrecht, einzeln oder mehrere aus den Blattachseln der grundstaendigen Blaetter. Blueten einzeln, endstaendig, 5 zaehlig. Staminodien 5, vor den Kronblaettern stehend, am Rande mit gestielten Druesen. Fertile Staubblaetter 5, vor den Kelchblaettern stehend. Fruchtknoten oberstaendig oder halb unterstaendig, aus 3 - 5 Fruchtblaettern. Fruchtkapsel 1 faecherig, vielsamig. Narben 3 - 5, meist 4. Die Gattung ist in den gemaessigten Zonen der noerdlichen Hemisphaere verbreitet und umfasst etwa 55 Arten. In neuerer Literatur wird die Gattung Parnassia oft als einzige Gattung der Familie der Parnassiaceae dargestellt.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
2A23E3AC1D5F3A023A6224EB4115D38D.taxon	vernacular_names	Sumpf-Studentenroeschen	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
2A23E3AC1D5F3A023A6224EB4115D38D.taxon	description	3 - 50 cm hoch. Grundstaendige Blaetter herzfoermig, 0,5 - 4 cm lang, mit 0,5 - 6 cm langem Blattstiel. Stengelblatt 0 oder 1, im untersten Drittel des Stengels den Stengel umfassend. Bluetendurchmesser 1 - 3,5 cm. Kelchblaetter lanzettlich. Kronblaetter oval, 2 - 3 mal so lang wie die Kelchblaetter, oberseits mit zahlreichen, eingesenkten, + / - parallel laufenden Nerven, weiss, selten rosa. Jedes Staminodium mit faecherfoermig abstehenden, 1 - 5 mm lang gestielten, kugeligen, gelben Druesen. Fruchtkapsel an der Spitze mit 4 Klappen aufspringend. - Bluete: Sommer bis Herbst. Zytologische Angaben. 2 n = 18: Material aus Holland (Duenengebiete) (Kliphuis et al. 1965), aus Daenemark und Suedschweden (Erlandsson 1942 b, Hedberg und Hedberg 1964), aus Finnland (Sorsa 1963), von 15 Fundstellen in Polen (Banach-Pogan 1956), aus Zentralrussland (Rozanova 1940 Rozanova 1946 aus Banach-Pogan 1956), aus Ostsibirien (Sokolovskaya 1968, Zhukova 1969), aus Kanada (ssp. neogaea Hulten) (Loeve und Ritchie 1966, Hedberg 1967), aus Alaska (Johnson und Packer 1968). 2 n = 36: Material aus Holland (Gadella und Kliphuis 1963, Kliphuis et al. 1965), von vielen Fundstellen durch ganz Schweden bis zum Nordkap (Erlandsson 1942), Material aus Island und Kanada (Loeve 1950), von der russischen Eismeerkueste (Rozanova 1940 Rozanova 1946 aus Banach-Pogan 1956, Shlyakov aus Heywood 1961). Sokolovskaya und Strelkova (1960) melden fuer P. obtusiflora (s. Bemerkungen) von der Insel Kolgujew in der Barentsee 2 n = 36; fuer P. palustris von der Halbinsel Kola auch 2 n = 36; fuer P. palustris aus dem Gebiet von Leningrad 2 n = 18. Erlandsson (1942), der Material von 161 Fundstellen von Daenemark bis zum Nordkap untersucht hat, fand bei je 1 Pflanze 2 n = 27 und 2 n = 54 Chromosomen. Die Pollenmeiosen verlaufen bei den diploiden und tetraploiden Pflanzen normal (andere nicht untersucht). Knaben und Engelskjoen 1967 fanden an Material aus Norwegen 2 n = 18 und 36. Nach Loeve (1950) bilden diploide und tetraploide Pflanzen keine Bastarde. Standort. Kollin, montan, subalpin und alpin. Mit kalkreichem Wasser durchrieselte Flachmoore (z. B. Caricetum Davallianae W. Koch 1926), an Quellen, in feuchten Waldlichtungen; in der subalpinen und alpinen Stufe wasserzuegige Schutthaenge und Alluvionen, aber auch in trockeneren Rasen. Verbreitung. Eurosibirisch-nordamerikanische Pflanze: Ganz Europa (im Mittelmeergebiet nur in Gebirgen), Nordafrika (Atlas), in Asien von den arktischen Kuesten suedwaerts bis ca. 50 ° NB, weiter suedlich in den Gebirgen; ostwaerts bis Formosa und Japan; Aleuten, in Nordamerika suedwaerts bis ca. 50 ° NB. Verbreitungskarten von Loeve (1950) und Meusel et al. (1965). - Im ganzen Gebiet ziemlich verbreitet, nicht haeufig. Bemerkungen. P. palustris ist im Gebiet polymorph. Die wenige Zentimeter hohe, kleinbluetige Pflanze mit den unbeblaetterten Stengeln und den auffallend kleinen Kelchblaettern aus den alpinen Rasen vergleiche man mit den Pflanzen der Flachmoore des Mittellandes! Die beiden Sippen sollten zytologisch untersucht werden; nach den Untersuchungen an nordischen Pflanzen scheint es moeglich, dass die alpine Sippe tetraploid ist. Vom europaeischen Kontinent ist bisher nur die diploide Chromosomenzahl angegeben, mit Ausnahme eines Gebiets in Holland und im Baltikum, wo auch die tetraploide Pflanze vorkommt; die tetraploide P. obtusiflora (Rupr.) Loeve, morphologisch der P. palustris sehr aehnlich, hat eine zirkumpolare Verbreitung, die noerdlich jener von P. palustris liegt (Loeve 1950). Kliphuis et al. (1965) beobachteten in Holland keine wesentlichen morphologischen Unterschiede zwischen der diploiden Sippe (im Duenengebiet) und der tetraploiden Sippe (im Innern).	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
AC93C81D537A4CB4F8AD0B68BE266258.taxon	vernacular_names	Wechselblaettriges Milzkraut	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
AC93C81D537A4CB4F8AD0B68BE266258.taxon	description	Ausdauernd, mit unterirdischen oder oberirdischen, fadenfoermigen Auslaeufern Rasen bildend, 5 - 20 cm hoch. Grundstaendige Blaetter im Umriss rundlich bis nierenfoermig, groesster Durchmesser 1,5 - 5 cm, an der Basis tief herzfoermig, am Rande mit 8 - 16 sehr breiten, ausgerandeten Zaehnen (Ausschnitt zwischen den Zaehnen sehr schmal), beiderseits locker mit dicken Haaren besetzt; Blattstiel 1,5 - 5 cm lang, locker und kraus behaart. Bluetentragende Stengel aufrecht, 3 kantig, zerstreut behaart, mit 1 - 3 wechselstaendigen Blaettern. Stengelblaetter von gleicher Form wie die grundstaendigen, gestielt. Bluetenstand doldenartig. Kelchblaetter 1,5 - 2 mm lang. Staubblaetter 8. Fruchtknoten unterstaendig. Samen glatt (100 fache Vergroesserung!), rotbraun, glasartig glaenzend. - Bluete: Fruehling. Zytologische Angaben. 2 n = 36: Material aus Tirol (Oetztal), Pollen normal, kein aeusserer Unterschied zu Sippen mit 2 n = 48 (Fuernkranz 1963). 2 n = 48: Material aus botanischen Gaerten (Skovsted 1934), aus Savoyen (Hamel 1953), von vielen Fundorten in Polen (Skalinska et al. 1966), aus Norwegen (Knaben und Engelskjoen 1967), aus Nordostrussland (Zhukova 1967). 2 n = 30 - 50: Ohne weitere Angaben (Mattick in Tischler 1950). 2 n ca. 48: Material aus Finnland (Sorsa 1963). 2 n = 48: Material aus Nordamerika (Packer 1963). Standort. Kollin, montan, subalpin, selten alpin. Kalkarme, nasse, humose Lehmboeden. Schattige Waelder, Hochstaudenfluren, Schluchten, Alnus viridis - Gebuesch, feuchte Felsen in Nordlage (2450 m am Piz Beverin). Verbreitung. Eurosibirische Pflanze: Nordwaerts bis Britische Inseln, in Skandinavien bis 65 ° NB, Suedfinnland, Novaja Semlja; westwaerts bis Mittelfrankreich; suedwaerts bis Ostpyrenaeen, Mittelitalien, Mazedonien, Bulgarien, Kaukasus (fehlt sonst in Suedrussland); durch Sibirien zwischen 50 ° NB und den arktischen Kuesten ostwaerts bis zur Beringstrasse, den Kurilen und Korea. Nordamerika (?). Verbreitungskarten von Hara (1957) und Meusel et al. (1965). - Im Gebiet verbreitet und ziemlich haeufig. Bemerkungen. Die genaue Chromosomenzahl ist an meiotischen Teilungen festzustellen. Zytotaxonomische Untersuchungen von 3 nahe verwandten Arten von Ch. alternifolium in Nordamerika (sie bilden eine polyploide Reihe mit 2 n = 24, 96 und ca. 120) von Packer (1963).	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
AE37C1BF0F2EF3EDA639203B8B34DC76.taxon	vernacular_names	Milzkraut	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
AE37C1BF0F2EF3EDA639203B8B34DC76.taxon	description	Ausdauernde, seltener 1 jaehrige, niedrige, oft Auslaeufer treibende und Rasen bildende Kraeuter mit wechselstaendigen oder gegenstaendigen Blaettern. Blaetter gezaehnt und gestielt. Bluetenstand doldenartig oder 1 bluetig. Hochblaetter gelblich, eine Scheinbluetenhuelle darstellend. Kelchblaetter 4 (selten 5). Kronblaetter keine. Blueten zwitterig oder 1 geschlechtig. Staubblaetter 8, selten 10 oder 4. Fruchtknoten unterstaendig oder oberstaendig, 1 faecherig, aus 2 Fruchtblaettern, mit 2 wandstaendigen Plazenten und zahlreichen Samenanlagen. Samen ellipsoidisch, mit in der Laengsachse zur Haelfte umfassendem Kiel oder Fluegel, glatt, behaart, gerippt oder rauh. Die Gattung umfasst nach der Monographie von Hara (1957) (mit Schluesseln und Diagnosen, Verbreitungsangaben und - karten, instruktiven Abbildungen; alles nach umfangreichen Herbarstudien) etwa 55 Arten. Verbreitung der Gattung in Eurasien, Nordafrika, Nordamerika, in Suedamerika bloss je 1 Art in Chile und auf Feuerland; Zentrum der Gattung ist Ostasien (China, Japan). In Europa 4 Arten, davon 2 im Gebiet. Alle Arten besiedeln schattige und feuchte Standorte. Nach Hara (1957) sind erst von 5 Arten Chromosomenzahlen bekannt; wahrscheinlich ist die Grundzahl n = 6.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
30CE0BDABCEEC59C2A5882DF7FC8B68E.taxon	vernacular_names	Gegenblaettriges Milzkraut	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
30CE0BDABCEEC59C2A5882DF7FC8B68E.taxon	description	Ausdauernd; Habitus wie Ch. alternifolium (Nr. 1). Grundstaendige Blaetter im Umriss rundlich, Durchmesser 0,4 - 2 cm, an der Basis gestutzt und ploetzlich in den Stiel verschmaelert (nie herzfoermig), am Rande flach wellig gezaehnt (4 - 12 Zaehne), oberseits locker mit dicken Haaren besetzt, unterseits meist kahl; Blattstiel 0,4 - 1,5 cm lang, locker und kraus behaart. Bluetentragende Stengel aufrecht, 4 kantig, zerstreut behaart, mit 1 - 3 Paaren gegenstaendiger Blaetter (nie bloss 1 Stengelblatt). Stengelblaetter von gleicher Form wie die grundstaendigen, kahl, gestielt oder sitzend. Bluetenstand und Blueten wie bei Ch. alternifolium. Samen mit feinen Papillen (100 fache Vergroesserung!), rotbraun, seidig glaenzend. - Bluete: Fruehling. Zytologische Angaben. 2 n = 42: Material aus botanischen Gaerten (Schoennagel 1931); aus Nordfrankreich (Hamel 1953), aus Holland (Gadella und Kliphuis 1963 Gadella und Kliphuis 1966), aus Schottland (Hedberg und Hedberg 1961), aus Polen (Skalinska et al. 1966). Standort. Montan, seltener kollin und subalpin (Feldberg im Schwarzwald, Sulger Bueel, in lit.). Kalkarme, humose, naehrstoffreiche, tonige, das ganze Jahr von kuehlem Wasser durchrieselte Boeden. An schattigen Quellfluren, Baechen und in Schluchten. Verbreitung. Westeuropaeische Pflanze: Britische Inseln, Irland, an der norwegischen Kueste nordwaerts bis 63 ° 30 ' NB; ostwaerts bis Daenemark, Norddeutschland, Gebiet der Oder, Karpaten (wird von Janchen 1957 aus Oesterreich nicht angegeben); suedwaerts bis Nordspanien und Nordportugal, Norditalien. Verbreitungskarten von Hara (1957) und Meusel et al. (1965). - Im Gebiet: Alpenvorland zwischen Sigriswil im Berner Oberland und Nettenbachtobel am Hohen Ron (in den Tobeln des Kt. Zug haeufig), wenige Fundstellen im Berner Mittelland und in Basel, Solothurn, Aargau, Schaffhausen und in der Baar; Lindau am Bodensee; haeufig im Schwarzwald und in den Vogesen.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
22EDD92DF74F001F6ABBDF42E1D185E1.taxon	vernacular_names	Schwarze Johannisbeere	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
22EDD92DF74F001F6ABBDF42E1D185E1.taxon	description	Bis 2 m hoch; ohne Stacheln. Junge Triebe kurz und flaumig behaart. Blaetter im Umriss 5 eckig, im Durchmesser bis 10 cm, oberseits kahl oder zerstreut behaart, unterseits mit regelmaessig verteilten, sitzenden, gelben Druesen (Durchmesser der getrockneten Druesen ca. 0,2 mm), auf den Nerven kurz und flaumig behaart, bis auf 1 / 2 3 -, seltener 5 teilig; Einschnitte breit; Abschnitte oft doppelt gezaehnt (Zaehne bikonvex, spitz); Blattstiel wenig kuerzer bis laenger als die Spreite, wie die Blattnerven behaart. Bluetenstand eine ueberhaengende Traube. Kelchblaetter oval, zurueckgebogen, doppelt so lang wie die gruenlichen, nach vorn gerichteten Kronblaetter, dicht und kraus behaart, mit sitzenden Druesen. Frucht eine kugelige, glatte, schwarze Beere. - Bluete: Fruehling. Zytologische Angaben. 2 n = 16 (s. unter Gattung). Standort. Kollin. Staunasse, torfige, naehrstoffreiche Boeden in Senken. Nasse Laubwaelder. Verbreitung. Eurasiatische Pflanze: In Europa von 68 ° NB suedwaerts bis in die Alpen und in das Donaugebiet (fehlt in Irland, Westfrankreich und der Iberischen Halbinsel); in Asien oestlich des Ob zwischen 48 und 60 ° NB, ostwaerts bis an die chinesischen Kuesten; Himalaja, Suedchina. Verbreitungskarte von Meusel et al. (1965). - Im Gebiet angepflanzt und gelegentlich verwildert; wahrscheinlich nirgends urspruenglich.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
88B66C4E22FC13215478F1A636BFC0D1.taxon	vernacular_names	Alpen-Johannisbeere	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
88B66C4E22FC13215478F1A636BFC0D1.taxon	description	Bis 1,5 m hoch; ohne Stacheln. Junge Triebe locker, kurz und flaumig behaart. Blaetter im Umriss rhombisch oder 5 eckig, im Durchmesser bis 3 cm, beiderseits zerstreut mit rotkopfigen Druesenhaaren besetzt, auf den Nerven unterseits zudem mit abstehenden, + / - geraden Haaren, bis auf 1 / 2 3 - oder 5 teilig; Einschnitte meist breit; Abschnitte grob gezaehnt (Zaehne kurz zugespitzt); Blattstiel meist nur 1 / 2 so lang wie die Blattspreite, mit rotkopfigen Druesenhaaren. Pflanzen meist 1 geschlechtig. Bluetenstand eine aufrechte Traube; ♂ Bluetenstaende 10 - 30 bluetig, ♀ 2 - 5 bluetig. Blueten unvollstaendig 1 geschlechtig (das eine Geschlecht rudimentaer vorhanden, zu Beginn der Bluete die Blueten daher scheinbar zwitterig). Kelch kahl. Kelchblaetter oval, abstehend, etwa 3 mal so lang wie die gelblichen Kronblaetter. Frucht eine kugelige, glatte, rote Beere. - Bluete: Fruehling und frueher Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 16 (s. unter Gattung). Standort. Montan und subalpin (bis 2000 m), selten kollin. Fast nur kalkhaltige, lockere, humose Boeden; Blockschutt. Buchen- und Foehrenwaelder, Schluchtwaelder, Gebuesch. Verbreitung. Europaeisch-suedwestasiatische Pflanze: Nordwaerts bis England, in Fennoskandien um den Bottnischen Meerbusen bis zum Polarkreis, Baltikum; ostwaerts bis zum obern Dnjepr; suedwaerts bis nordspanische Gebirge, isoliert im Atlas, Apennin, Gebirge der Balkanhalbinsel, isoliert im Kaukasus. Verbreitungskarte von Meusel et al. (1965); Karte der zirkumalpinen Verbreitung von Bresinsky (1965). - Im Gebiet verbreitet (ausgenommen Mittelland), ziemlich haeufig. Bemerkungen. R. alpinum besitzt in Ostasien zahlreiche verwandte Arten; in Europa (westwaerts bis Griechenland) sonst nur noch die zentralasiatische R. orientalis Desf.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
A56EF7AE77F0E160142681C257CEC889.taxon	vernacular_names	Johannisbeere	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
A56EF7AE77F0E160142681C257CEC889.taxon	description	Straeucher. Zweige mit oder ohne Stacheln. Blaetter wechselstaendig, radiaer 3 - 5 teilig (meist bis etwa in die Mitte geteilt), mit gezaehntem Rand, gestielt. Blueten in Trauben, seltener einzeln, an der Spitze von Kurztrieben, kurz gestielt (etwa 0,5 cm lang), Stiel gegliedert. Blueten aktinomorph, klein, 4 - oder 5 zaehlig, meist zwitterig (bei R. alpina meist 1 geschlechtig). Kronblaetter meist kuerzer als die Kelchblaetter, weiss oder gruenlich, bei fremden Arten oder Kultursorten auch gelb oder rot. Staubblaetter 4 oder 5. Fruchtknoten unterstaendig. Griffel 2, am Grunde vereinigt. Frucht eine Beere. Die Gattung Ribes umfasst ueber 150 Arten, die in den gemaessigten und kaelteren Zonen Eurasiens und Nordamerikas und durch die Anden Suedamerikas bis zur Magellanstrasse verbreitet sind. Zielinski (1953) hat die meist mehrfachen Chromosomenzaehlungen von 60 Ribesarten zusammengestellt (auch unsere Arten sind enthalten): Ohne Ausnahme wurde 2 n = 16 festgestellt; Chromosomengrundzahl n = 8; Polyploidie ist in der Gattung Ribes (abgesehen von Gartenrassen von R. nigrum) nicht bekannt (im Gegensatz zu vielen andern Gattungen der Familie der Saxifragaceae). Vaarama (1948 b) stellte mit Colchicinbehandlung tetraploide Sippen her (2 n = 32). Bei 9 Arten (keine Arten unserer Flora) hat Zielinski (1953) die meiotischen Teilungen untersucht; keine Unterschiede und keine Abnormitaeten. Aeltere Literatur ueber die Gattung Ribes ist von Pavlova (1927) zusammengestellt (210 Arbeiten). In neuerer Literatur wird oft die Gattung Ribes als einzige Gattung in die Familie der Grossulariaceae gestellt.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
3D150BE40E13B541A0449284171AAECA.taxon	vernacular_names	Felsen-Johannisbeere	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
3D150BE40E13B541A0449284171AAECA.taxon	description	Unterscheidet sich durch folgende Merkmale von R. nigrum (Nr. 2): Blaetter Unterseite ohne sitzende Druesen; Zaehne des Blattrandes mit feiner Spitze; Kelchblaetter nur am Rande weiss behaart, sonst kahl; Beeren rot. - Bluete: Fruehling und frueher Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 16 (s. unter Gattung). Standort. Subalpin, selten montan und alpin. Schattige, feuchte Schutthalden aus groben Bloecken (saure Gesteine), in tieferen Lagen auch auf durchrieselten, steinigen Lehmboeden. Waelder und Gebuesche. Verbreitung. Eurasiatische Gebirgspflanze: Nordwaerts bis Vogesen, Schwarzwald, Sudeten, Karpaten; in Nordafrika im Atlas; ostwaerts durch die asiatischen Gebirge bis ins Amurgebiet. - Im Gebiet: Alpen, suedlicher und mittlerer Jura, Vogesen, Schwarzwald.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
C1583976C03575FB21B804F5113102DD.taxon	vernacular_names	Rote Johannisbeere	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
C1583976C03575FB21B804F5113102DD.taxon	description	Unterscheidet sich durch folgende Merkmale von R. nigrum (Nr. 2): Blaetter ohne sitzende Druesen; Kelchblaetter vollstaendig kahl; Kronblaetter etwa ⅓ so lang wie die Kelchblaetter; Beeren rot. - Bluete: Fruehling. Zytologische Angaben. 2 n = 16 (s. unter Gattung). Standort. Kollin und montan, selten subalpin. Feuchte Waelder, Gebuesche. Verbreitung. Urspruenglich wahrscheinlich westeuropaeische Pflanze: Haeufig kultiviert, aus dem Mediterrangebiet nicht angegeben. - Im Gebiet verbreitet in Gaerten, gelegentlich verwildert.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
C077D57F273A46827DF20752EFC49205.taxon	vernacular_names	Stachelbeere	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
C077D57F273A46827DF20752EFC49205.taxon	description	0,6 - 1,2 m hoch. Zweige mit einfachen, selten 2 - 3 teiligen, bis 1 cm langen Stacheln; junge Triebe kurz und flaumig behaart. Blaetter im Umriss meist 5 eckig, im Durchmesser bis 3 cm, beiderseits dicht und flaumig behaart, bis auf 1 / 2, seltener bis auf ⅓ 3 - 5 teilig; Einschnitte sehr schmal; Abschnitte mit groben, stumpfen Zaehnen; Blattstiel etwa so lang wie die Spreite, wie die Blaetter behaart. Blueten einzeln oder zu 2 - 3. Kelch dicht behaart; Kelchblaetter oval, abstehend, 2 - 3 mal so lang wie die weisslichen, nach vorn gerichteten Kronblaetter. Frucht eine eifoermige bis rundliche, grosse (groesster Durchmesser 1 - 2 cm), haengende, rote, gruene oder gelbe, glatte, behaarte oder borstige Beere. - Bluete: Fruehling. Zytologische Angaben. 2 n = 16 (s. unter Gattung). Standort. Kollin und montan, in den Zentralalpen auch subalpin (Aostatal bis 2100 m). Trockene bis feuchte, naehrstoffreiche, meist kalkhaltige Boeden. Weg-, Wald- und Ackerraender (vor allem im Berberis-Rhamnus-Gebuesch), Laubmischwaelder. Verbreitung. Eurasiatische Pflanze: Fast ganz Europa (in Skandinavien bis 63 ° NB, im Mediterrangebiet in den Gebirgen), Nordafrika (Atlas), Kaukasus, Zentralasien (suedwaerts bis in den Himalaja), China. Da alte Kulturpflanze, ist urspruengliche Verbreitung kaum mehr festzustellen. - Im Gebiet seit dem Mittelalter in zahlreichen Rassen angepflanzt; oft verwildert. Bemerkungen. R. Uva-crispa besitzt zahlreiche verwandte Arten in Nordamerika.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
F347FA65CC11C702D4BB82E889924572.taxon	vernacular_names	Blasser Pfeifenstrauch, Zimmetroesli	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
F347FA65CC11C702D4BB82E889924572.taxon	description	1 - 3 m hoch. Zweige kastanienbraun. Blaetter breit lanzettlich, bis 8 cm lang, fast 2 mal so lang wie breit, unterseits und nur auf den Nerven behaart, am Rande entfernt und spitz gezaehnt. Blueten duftend. Kronblaetter weiss. Narben schmaeler als die Staubbeutel. - Bluete: Spaeter Fruehling und frueher Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 26 (aus Darlington und Wylie 1955). Standort. Warme Felsschluchten; im Gebiet in Gaerten haeufig, selten verwildert. Verbreitung (ungenuegend bekannt). Suedosteuropaeische Pflanze: Westwaerts bis Meran, Bozen, Trient, Monte Baldo (Gardaseegebiet), Colli Euganei, Toskana, Umbrien; Steiermark, Siebenbuergen, Bessarabien (Angaben aus dem Kaukasus und Armenien beziehen sich auf Ph. caucasicus Koehne). - Im Gebiet haeufige Gartenpflanze, die selten verwildert, auch um Meran wahrscheinlich nur verwildert. Bemerkungen. Neben andern Arten werden noch verschiedene, dem Ph. coronaerius aehnliche Sippen angepflanzt, deren Herkunft und systematischer Wert unklar ist; sie sind wahrscheinlich durch Selektion und Kreuzung in der Kultur entstanden.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
7AB98E7127245A1B437A9A56AA6AE752.taxon	vernacular_names	Falscher Pfeifenstrauch	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
7AB98E7127245A1B437A9A56AA6AE752.taxon	description	Straeucher, 1 - 3 m hoch. Blaetter gegenstaendig, meist breit lanzettlich, ganzrandig oder gezaehnt, unterseits, seltener auch oberseits, zerstreut behaart bis kahl oder nur in den Nervenwinkeln baertig behaart; Blattstiel kurz oder Blaetter sitzend. Bluetenstand eine mehrbluetige Traube. Kelchblaetter und Kronblaetter meist 4, seltener 5 - 6. Kronblaetter oval (groesste Breite ueber der Mitte), gross (ca. 1,5 cm lang), 2 - 3 mal so lang wie die Kelchblaetter, meist weiss. Staubblaetter 20 - 40. Fruchtknoten unterstaendig, 3 - 5 faecherig, vielsamig. Die Gattung Philadelphus umfasst ueber 70 Arten; Zentrum der Gattung ist das gemaessigte Ostasien; wenige Arten in den Weststaaten der USA und in Mexiko; in Europa (nur im Suedosten) einzig Ph. coronarius L. Nach Darlington und Wylie (1955) ist bei 17 Arten die Chromosomenzahl 2 n = 26 festgestellt worden; nur bei Gartenformen wurden zudem 2 n = 28 und 39 gezaehlt. Die Gattung Philadelphus wird in neuerer Literatur oft aus der Familie der Saxifragaceae herausgenommen und zusammen mit Hydrangea L. (Hortensie) in die Familie der Philadelphaceae gestellt. Monographische Darstellung (Schluessel, Diagnosen, Verbreitungsangaben) von Hu (1954 - 1956).	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Saxifragaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
