taxonID	type	description	language	source
B660730AFFF393464AF91C7AFBF60F8A.taxon	description	Es ist das Verdienst von L. Anders Nilsson, die authentischen Exemplare von Bienenarten, die Nylander beschrieb und sich in Museen in Schweden befinden, kritisch gesichtet und Lectotypen in einer sehr genauen und farblich illustrierten Publikation festgelegt zu haben. Mir waren von Nylander beschriebene Exemplare ausserhalb des Museum Helsinki nicht bekannt, und nahm an, dass es keine authentischen Exemplare mehr gibt. Nilsson konnte mit seiner Kenntnis der Wissenschaftsgeschichte in Schweden die Synty- pen, gesammelt von Carl Henrik Boheman, ausfindig machen und als Lectotypen festlegen. In der grossen Nord-Süd-Verbreitung, vom südlichen Schweden, rezent auf der Insel Öland, bis zur Algarve in Portugal, montan südlich bis zu den zentraliberischen Gebirgen (Verbreitungskarte EBMER 1989: 195), bleiben die taxonomischen Merkmale, insbesonders in der Punktierung, erstaunlich stabil. D. halictula ist streng oligolektisch auf Jasione, und hier vor allem Jasione montana, gebunden. Die Populationen von D. halictula sind durch das disjunkte Vorkommen von Jasione isoliert und lokal vor allem in Mitteleuropa durch die Kultivierung (Aufforstung) von Magerrasen auf Silikat und damit Verdrängen von Jasione hochgradig gefährdet. Ich betrachte die punktuellen Vorkommen von D. halictula als Relikte von nacheiszeitlichen Warmzeiten, die einstmals ein deutlich geschlosseneres Verbreitungsgebiet aufweisen konnten. N e u e F u n d e derStammform: Niederlande: ProvinzOverijessel, Derekamps, 21.8.191 8, 1. Provinz Groningen, Sellingen, 11.7.197 2, 1, 22.7.197 2, 1. Provinz Drenthe, Sleen, 19.7.196 9, 1. Provinz Limburg: Maastricht, 7.6.196 3, 1. Haelen, 21.7.194 7, 1. Sevenum, 15.7.197 4, 2 1. Paarlo, 20.7.196 2, 1. Leider gibt es keine rezenten Funde mehr in den Niederlanden (PEETERS et al. 1999: 99). Belgien, Provinz Limburg, Winterslag, eine grosse Kolonie zwischen 1979 und 1987 auf kiesigem Sand, heute durch Bautätigkeit zerstört. Frankreich, Corrèze, St. Priest, 13.7.197 8, 1 – alle diese Funddaten verdanke ich Bruder Virgilius Lefeber (Brief 10.5.1992). Spanien, Sierra de Gredos, Puerto del Pico, 2.7.198 8, 2, leg. Max Schwarz. Portugal, Costa de Sol, Cascais, 20 m, tot im Wasser gefunden, 15.5.200 4, 1, leg. W. Schedl.	de	A. W (2008): Die westpaläarktischen Arten der Gattung Dufourea LEPELETIER 1841 (Insecta: Hymenoptera: Apoidea: Halictidae: Rophitinae) Fünfter Nachtrag. Linzer biologische Beiträge 40 (1): 581-625, DOI: 10.5281/zenodo.5428815
B660730AFFF293414AF91A4CFCD40936.taxon	description	: Sierra Nevada, oberhalb Laguna de Aguas Verdes, N 37.02.59 W 3.22.14, 3000 - 3100 m, 14.7.199 9, alle leg. Ebmer; Typenserie coll. Ebmer, Holotypus wird später im Biologiezentrum Linz hinterlegt, 1 Paratypus coll. Dr. Henrique Asensio, Valladolid. Die Population in der Sierra Nevada ist extrem isoliert, die südlichste und auffällig höchste der Gesamtverbreitung und weicht in einigen Merkmalen von allen anderen Populationen ab, so dass die Beschreibung einer eigenen Unterart angemessen ist. Auch wenn wir die Situation nie paläontologisch beweisen können (in eiszeitlichen Schottern und Schuttfeldern finden wir keine Reste von Insekten), dürfte die Isolierung der Population der Sierra Nevada im Vergleich zu allen anderen Populationen früher als nach dem letzten Glazial stattgefunden haben. Als Futterpflanze für Nektar und Pollen dient die auch von den anderen Arten der Gattung Jasione abweichend polsterförmig wachsende Jasione amethystina LAG. & RODR. Der Typusfundort ist jenes steil ansteigende Kerbtal südlich der Laguna de Las Yeguas, das ich bei meinen Aufsammlungen der Dufourea paradoxa nivalis EBMER 1989 am 4. / 5. August 1982 als Fundort " westlich des Veleta-Gipfels " bezeichnet habe – damals gab es leider noch keine GPS-Geräte zur Messung der Koordinaten. Obwohl ich im Jahr 1982 dieses Hochtal gut zwei Wochen später als 1999 besucht habe, lagen 1982 noch ausgedehnte Schneefelder und D. p. nivalis beflogen Blüten unmittelbar neben dem Schnee. Im Jahr 1999 waren keinerlei Schneereste in diesem Tal vorhanden und entlang der feuchteren Talrinne blühte Jasione amethystina. Schneereste waren Mitte Juli 1999 nur mehr in nordseitigen Schluchten des Veleta-Gipfels zu sehen. Nicht nur in unseren Alpen, sondern auch in der Sierra Nevada kann die Phänologie sehr verschieden sein und damit auch selektiv das Auffinden einzelner Arten an Bienen. B e s c h r e i b u n g: D. halictula amethystina (Abb. 1, 2) – Fotos vom Holotypus Grundsätzlich zerstreuter punktiert als die Stammform, am deutlichsten zwischen der Fühlerbasis und dem Innenrand der Augen zu sehen, 15 - 20 µm / 1,5 - 4,0. Stirn (Abb. 1) zwischen Fühlerbasis und Ocellen leicht beulig gewölbt, hier mitten 15 - 22 µm / 0,2 - 1,0 punktiert, vereinzelt noch etwas zerstreuter. Die glatte und stark glänzende, annähernd flach dreieckige Zone zwischen dem gerunzelten Mittelfeld und den punktierten Seitenfeldern breiter (Abb. 2). Tergite ebenfalls durchschnittlich zerstreuter punktiert, am deutlichsten auf der Krümmung von Tergit 1 oben ausgebildet, 8 - 18 µm / 1,0 - 5,0. D. halictula halictula (Abb. 3, 4) – Fotos nach einem aus Oberösterreich, SW Gutau, beim Bauernhof Unter-Nasinger, N 48.24.41 E 14.36.10, 31.7.197 4, an Jasione montana, leg. Ebmer. Zwischen Fühlerbasis und Augeninnenrand dichter punktiert, 15 - 20 µm / 0,8 - 1,5. Stirn (Abb. 3) flach konvex gewölbt, hier mitten 18 - 20 µm / 0,1 - 0,5. Die glatte Zone zwischen Mittelfeld und punktierten Seitenfeldern etwas schmäler (Abb. 4). Tergite durchschnittlich dichter punktiert, am deutlichsten auf der Krümmung von Tergit 1 oben ausgebildet, 10 - 15 µm / 0,5 - 3,0. Naturschutzrelevante Situation: Der Bestand von D. h. amethystina und der Futterpflanze Jasione amethystina ist im Nationalpark Siera Nevada gesichert, weil die ansonsten in Südeuropa exzessive Beweidung durch Schafe und Ziegen fehlt. Als einzige grosse Pflanzenfresser sind in diesem Gebiet, besonders bei der Laguna de Aguas Verdes die Sierra-Nevada-Steinböcke (Capra pyrenaica hispanica) zu beobachten, keineswegs mehr extrem scheu - ein positiver Nationalpark-Effekt, wenn die Bejagung und Beweidung eingestellt wurde. Im Jahr 1982 sah ich nur einen kleinen Trupp, durch Schüsse aufgeschreckt, in wilder Flucht im Bereich der Puerto de Navacerrada. Nun lassen die Steinböck stille Beobachter bis auf 50 - 70 Meter herankommen!	de	A. W (2008): Die westpaläarktischen Arten der Gattung Dufourea LEPELETIER 1841 (Insecta: Hymenoptera: Apoidea: Halictidae: Rophitinae) Fünfter Nachtrag. Linzer biologische Beiträge 40 (1): 581-625, DOI: 10.5281/zenodo.5428815
B660730AFFF593404AF91D08FC8B0F72.taxon	description	Die Südgrenze in Italien ist gesichert durch Funde von Piemont bis zum Trentino, südlich bis zu den Abruzzen: M a t e r i a l: Piemont, Pragelato, 26.7.198 8, 1 und Sanze di Cesano, 4.8.199 1, 1, leg. Pagliano. Umbria, Castellucio di Norcia, Campo imperatore, 8.7.195 5, 1 (PAGILANO 1988). Parco Haut D’Abruzzi, Monte Tranquillo, 26.7.197 6, 1, leg. M. Bologna, Univ. Utah. Abruzzo, Pso. S. Elia, Serra Lunga, 1550 m, 5.7.198 6, 1, leg. E. Reichl, Biologiezentrum Linz. Forca Viola Umbria, 12.7.199 8, 1 (PIATTI 2006). Für unglaubwürdig halte ich die Angabe von COMBA (1991) von der winzigen Insel de Zanone N 40.58 E 13.04; ich habe von dort keine Exemplare gesehen. Im Südosten Europas ist ein Vorkommen bis Slowenien mehrfach gut bezeugt (GOGALA 1999: 22) sowie in Rumänien, Mehadia in den südwestlichen Karpaten (GOAGA 1972: 131). Ein weiteres Vorkommen am Balkan ist unbekannt. Die Angabe von WARNCKE (1981: 286) " ostwärts bis zum Kaukasus " ist zu streichen. Es befindet sich kein Exemplar aus dem Kaukasus in seiner Sammlung.	de	A. W (2008): Die westpaläarktischen Arten der Gattung Dufourea LEPELETIER 1841 (Insecta: Hymenoptera: Apoidea: Halictidae: Rophitinae) Fünfter Nachtrag. Linzer biologische Beiträge 40 (1): 581-625, DOI: 10.5281/zenodo.5428815
B660730AFFF493424AF91B54FE450E87.taxon	description	: D i a g n o s e: In meinen Bestimmungstabellen (EBMER 1984: 330) käme man auf D. chagrina, die bisher einzige der paläarktischen Dufourea - Arten mit chagrinierten Mesopleuren. D. phoenix ist in der hinteren Hälfte der Mesopleuren (Abb. 10) deutlich und dicht chagriniert; diese Chagrinierung wird nach vorne zu oberflächlich, ganz vorne unten glatt, hier vorne mit deutlich eingestochenen Punkten. Die anderen trennenden Merkmale von D. phoenix im Unterschied zu D. chagrina sind subtiler: die Stirn ist etwas gröber, vor allem aber schärfer und deutlich getrennt eingestochen punktiert. Das Mesonotum (Abb. 9) ist vorne zwar auch sehr fein und ziemlich dicht punktiert, aber nicht so extrem fein und dicht wie bei D. chagrina. Das Propodeum ist zwar bei D. chagrina etwa so lang wie das Scutellum – bei D. phoenix das Propodeum (Abb. 8) sehr lang, deutlich länger als das Scutellum. Die Tergite sind durchschnittlich feiner punktiert, hier aber der Unterschied nicht so deutlich ausgebildet. B e s c h r e i b u n g: Kopf und Thorax schwarz mit schwachem Grafitschimmer, Tergitscheiben braunschwarz. Fühlerschaft und die basalen 5 Geisselglieder schwarzbraun, die anderen Geisselglieder rundherum kräftig ockerbraun; Tarsen rötlichbraun bis gelblichbraun; Stigma blassgelb; Tergitendteile horngelblich aufgehellt. Gesicht (Abb. 7) queroval, l: b = 1,37: 1,61 (Länge wie üblich einschliesslich der Clypeus-Zähne gemessen; Gesichtslänge vom Clypeus mitten gemessen bis zum Scheitel 1,33). Von der Basis des Stirnschildchens bis zur Mitte der Stirn eine feine schmale Rinne — statt des eher vorhandenen Kiels bei anderen Arten. Clypeus weithin glatt und punktlos, nur wenige Punkte mitten um 20 - 30 µm, sowie seitlich an der Basis 30 - 35 µm / 0,1 - 0,5, dazwischen winzige Punkte um 5 µm. Stirnschildchen 10 - 15 µm / 0,5 - 2,0, mitten eine punktlose Zone. Stirn mitten 10 - 18 µm / 0,5 - 3,0, stellenweise noch zerstreuter, dazwischen spiegelglatt; nach oben zum Scheitel die Punkte deutlich dichter werdend, am Scheitel selbst sehr dicht 0,1 - 0,2 punktiert, die schmalen Zwischenräume aber glatt. Schläfen auf glattem Grund sehr unregelmässig punktiert 5 - 15 µm / 0,1 - 1,5, Kopfunterseite fast völlig glatt und stark glänzend, nur mit einzelnen Punkten und Längsriefen. Mesonotum (Abb. 9) mit tief eingeritzter Mittellinie und Notauli, fein und gleichmässig punktiert 10 - 20 µm / 0,2 - 1,0, Zwischenräume überall glatt, auch ganz vorne. Mesopleuren (Abb. 10) hinten mit sehr feinen Punkten und ganz dicht längschagriniert, tief matt, im Kontrast vorne sowie das Hypoepimeralfeld unregelmässig 8 - 18 µm / 0,1 - 2,0 punktiert, dazwischen weithin glatt. Propodeum (Abb. 8) längs der Mitte gemessen ein wenig länger als das Scutellum, mit den Seitenfeldern sehr breit geformt; das Mittelfeld vor allem mitten mit einer ganz leicht wulstigen, glänzenden, kaum chagrinierten Zone abgegrenzt, das Mittelfeld selbst mit spärlichen und flachen Runzeln, dazwischen fein körnelig chagriniert, seidig glänzend. Seitenfelder und Stutz sehr fein und dicht punktiert, dazwischen glänzend. Endteile aller Tergite schmal und scharf von den Scheiben abgesetzt, alle Endteile punktlos, mit ganz obsoleter hammerschlagartiger Querriefung, stark glänzend; Tergitbeulen deutlich ausgebildet. Tergit 1 auf der Basis glatt und punktlos, auf der Scheibe mit feinen, tief eingestochenen und zerstreuten Punkten 5 - 10 µm / 1,5 - 5,0 auf glatter Fläche. Tergit 2 auf der Scheibe fein und scharf eingestochen punktiert 5 - 10 µm / 0,5 - 3,0, dazwischen glatt, auf Tergit 3 die Punkte fein und zerstreut, auf Tergit 4 nur mehr einzelne schräg eingestochene und zerstreute Punkte. Behaarung wie bei Wüstenarten schneeweiss, die Haare meist äusserst fein und kurz gefiedert, dadurch die Haare voluminöser aussehend. Dichter behaart sind das Gesicht mitten samt dem Scapus, Mesonotum vorne seitlich, Pleuren und Seitenfelder, Tergite seitlich, besonders Endteile der Tergite seitlich mit Haaren so lang wie die Endteile und damit seitlich eine kurze Binde vortäuschend, auf Tergit 4 - 5 solche Haare quer über die Tergite verteilt; Endfranse hell orange-ocker. 5 mm.: D i a g n o s e: Im Vergleich zu D. chagrina ist dieses sicher zum D. phoenix zu stellen, vor allem durch die spezielle Form der Punktierung und Chagrinierung der Mesopleuren, auf dem Mesonotum die tief eingeritzte Mittellinie und Notauli, dann das querovale Gesicht und das nach hinten zu breite Mittelfeld. Das D. chagrina war bei der Erstellung meiner Bestimmungstabellen 1984 noch unbekannt und habe es später mit 3 Fotos und 5 Zeichnungen illustriert beschrieben (EBMER 1999: 187 - 188, 217 - 218).	de	A. W (2008): Die westpaläarktischen Arten der Gattung Dufourea LEPELETIER 1841 (Insecta: Hymenoptera: Apoidea: Halictidae: Rophitinae) Fünfter Nachtrag. Linzer biologische Beiträge 40 (1): 581-625, DOI: 10.5281/zenodo.5428815
B660730AFFF493424AF91B54FE450E87.taxon	description	Kopf und Thorax schwarz mit leichtem Grafitschimmer, Tergitscheiben braunschwarz, Endteile horngelblich aufgehellt. Scapus und die ersten beiden Geisselglieder, Oberseite des 3. und 4. basalen Geisselgliedes schwarz, Oberseite der anderen Geisselglieder hellbraun, Unterseite ab Geisselglied 3 hell ocker; Beine schwarz, Klauenglieder rötlich. Stigma im Zentrum hellocker. Gesicht queroval (Abb. 5, im Foto durch das vorgeklappte Labrum länger aussehend!), l: b = 1,23: 1,47 (Länge mit den Clypeus-Ecken gemessen). Fühler etwa bis zum Scutellum reichend. Am Geisselglied 6 auf der Unterseite die Rhinarien mehr als 3 / 4 der Geisselgliedlänge ausmachend (Abb. 18); Geisselglied 5 von unten vorn gesehen l: b = 0,16: 0,14, Geisselglied 6 l: b = 0,18: 0,15. Clypeus und Stirnschildchen, soweit zwischen der dichten Behaarung erkennbar, dicht punktiert 15 µm / 0,1 - 0,3, dazwischen glatt. Stirn 12 - 20 µm / 0,1 - 1,5 punktiert, dazwischen glatt; Scheitel 10 - 20 µm / 0,1 runzlig dicht punktiert, die schmalen Zwischenräume aber völlig matt. Schläfen auf glattem Grund fein und zerstreut punktiert, Kopfunterseite hinter den Mandibeln spiegelglatt. Mesonotum (Abb. 6) wie beim mit tief eingeritzter Mittelfurche und Notauli, auf überall glattem Grund fein 10 - 15 µm / 0,5 - 2,0 punktiert. Mesopleuren (Abb. 11) ähnlich dem hinten dicht runzelpunktiert und matt, vorne und das Hypoepimeralfeld unten 10 - 25 µm / 0,1 - 2,0, dazwischen glatt bis nur Spuren von Chagrinierung. Propodeum wie beim, das leicht wulstige Ende des Mittelfeldes teilweise ohne jede Feinskulptur, völlig glatt und stark glänzend. Die schmalen Tergitendteile wie beim scharf von den Scheiben abgesetzt, Beulen deutlich ausgebildet, Tergit 2 und 3 an der Basis tief konkav eingedrückt. Alle Endteile punktlos, nur mit Spuren feiner Querriefung, glänzend. Tergit 1 auf der Basis punktlos, auf der Scheibe scharf eingestochen punktiert 10 - 15 µm / 1,0 - 4,0, alle Zwischenräume spiegelglatt, Beulen nur mit ganz vereinzelten winzigen Punkten. Tergit 2 und 3 auf der Basis dicht querrunzlig punktiert, ohne deutliche Punkte, auf der Scheibe die Punkte schräg von hinten eingestochen 10 - 15 µm / 0,1 - 2,0, nach hinten zu noch zerstreuter, hier die Mikropünktchen um 5 µm, alle Zwischenräume glatt; ab Tergit 4 die Punkte kraterförmig, dazwischen fein chagriniert. Sternit 6 (Abb. 12 und 13) am Ende fein gekerbt, mitten mit v-förmig erhabener Zone, am Rand mit leistenartiger Kante begrenzt. Sternit 7 am Ende (Abb. 14) dreispitzig. Sternit 8 (Abb. 15 und 16) am Ende einfach gebaut, ohne besondere Bildungen. Gonocoxiten (Abb. 17) gleichmässig in die Gonostyli übergehend, die Gonostyli lediglich durch die hell ockerbraune Färbung von den braunen Gonocoxiten abgehoben. 5,5 mm.	de	A. W (2008): Die westpaläarktischen Arten der Gattung Dufourea LEPELETIER 1841 (Insecta: Hymenoptera: Apoidea: Halictidae: Rophitinae) Fünfter Nachtrag. Linzer biologische Beiträge 40 (1): 581-625, DOI: 10.5281/zenodo.5428815
B660730AFFF693424AF91D7CFBDD0B7F.taxon	description	Nach neuen Funden zeichnet sich ab, dass D. wolfi ein ostägischer Endemit ist. M a t e r i a l: Türkei: Aydin, Çine, 17.5.200 7, 8 2. Çine, Mardan-Berge, N 37.39 E 28.11.30, 1546 m, 17.5.200 7, 1, leg. Hazir & Gülcü, coll. Scheuchl. Griechenland: Chios: Passhöhe E Katavasi, 460 - 500 m, N 38.27.28 E 25.59.13, Pinus - Zone, 28.4.200 4, 2 3. Lesbos: S Skopelos, Pisten in Pinus brutia / Quercus ilex - Zone, N 39.00. (38) E 26.27. (35), 280 m, 9.5.200 6, 2. 5 km S Agiassos, Piste nach SE, Castanea - Wald, 760 - 750 m, N 39.03.16 E 26.24.04 bis N 39.03.30 E 26.23.43, 10.5.200 6, 7 1, 17.5.200 6, 2 1; ca 8 km SE Agiassos, Quercus ilex - Zone, 760 m, N 39.02.40 E 26.24.38, 16.5.200 6, 1. S Mt. Olympos, 760 - 900 m, Quercus ilex / coccifera / Crataegus / Pyrus - Zone, N 39.04. (00) E 26.21. (20), 13.5.200 6, 1; Mt. Olympos, Südhang, 900 - 960 m, Felssteppe auf Kalk, N 39.04. (16) E 26.21. (21), 13.5.200 6, 3, alle leg. Ebmer.	de	A. W (2008): Die westpaläarktischen Arten der Gattung Dufourea LEPELETIER 1841 (Insecta: Hymenoptera: Apoidea: Halictidae: Rophitinae) Fünfter Nachtrag. Linzer biologische Beiträge 40 (1): 581-625, DOI: 10.5281/zenodo.5428815
B660730AFFF9934D4AF919BCFDF6082D.taxon	description	Diese winzige Dufourea mit dem auffälligen Farbkontrast im von grünem Kopf und Thorax und rötlichbraunen Tergiten auf Sandböden im Südwesten Europas hat eine eigentümliche Entsprechung in Lasioglossum (Evylaeus) orihuelicum (BLÜTHGEN 1924) aus der L. littorale - Gruppe: ebenfalls eine winzige Art mit demselben Farbkontrast, nistend in Sandböden im Süden Iberiens. neu: Durch die extrem kurzen Mundteile (Dentirophites) zusammen mit der lebhaft grünen Färbung von Kopf und Thorax ist diese Art mit keiner anderen zu verwechseln. Beim sind im Gegensatz zum die Tergitscheiben schwarzbaun, nur die Endteile der Tergite bräunlichrot. Fühler oben dunkelbraun, unten hellocker. Beine schwarz, jedoch Tibien auf Basis und Ende sowie die Tarsen bräunlichgelb. Gesicht (Abb. 23) queroval, l: b = 1,00: 1,25. Clypeus, soweit unter der dichten Behaarung sichtbar, 15 - 20 µm / 0,1 - 0,5, am Ende jedoch zerstreuter, dazwischen glatt. Stirnschildchen nach unten zu abgeflacht, 5 - 10 µm / 0,5 - 3,0, dazwischen glatt. Stirn und Scheitel auf glattem Grund zerstreut punktiert 10 - 15 µm / 0,5 - 2,0. Fühler (Abb. 19) kurz, bis zum Scutellum reichend, ab dem 6. Geisselglied basale Rhinarien, die auf den Endgliedern mehr als die Hälfte der Geisselgliedlänge einnehmen. Geisselglied 3 l: b = 0,12: 0,11, Geisselglied 6 l: b = 0,12: 0,15, Geisselglied 9 l: b = 0,12: 0,16. Mesonotum (Abb. 24) auf glattem Grund zerstreut punktiert 10 - 15 µm / 1,0 - 4,0. Hypoepimeralfeld auf glattem Grund fein und oberflächlich punktiert 8 - 10 µm / 0,1 - 2,0. Mesopleuren glatt, nur oben hinten mit deutlichen Punkten 10 - 15 µm / 0,1 - 1,0, nach unten zu flach und sehr zerstreut punktiert, nach hinten zu den Metapleuren chagriniert. Propodeum (Abb. 25) mit breitem und glänzenden Wulst und konkavem Mittelfeld, hier mit zerstreuten Längswellen, dazwischen sehr fein chagriniert und stark glänzend. Seitenfelder fein und dicht punktiert 8 - 15 µm / 0,1 - 0,5, dazwischen glänzend. Tergitscheiben auf glattem Grund spärlich punktiert, so auf Tergit 1 8 - 10 µm (selten gröber) / 1,5 - 5,0; Endteile völlig punktlos und glatt. Sternit 6 am Ende mitten fein gekerbt (Abb. 20), Sternit 7 und 8 (Abb. 21, 26, 27), Gonostyli sehr schlank (Abb. 22). Gesicht unterhalb der Fühler sehr dicht, oberhalb locker mit weissgrauen gefiederten Haaren. Thorax und Tergite spärlich behaart, Tergite nur mit Borstenhaaren am Ende der Scheiben. Sternite sehr spärlich kurz abstehend behaart. Winzig klein, Körperlänge nur 4,3 mm (im Mikroskop gemessen).	de	A. W (2008): Die westpaläarktischen Arten der Gattung Dufourea LEPELETIER 1841 (Insecta: Hymenoptera: Apoidea: Halictidae: Rophitinae) Fünfter Nachtrag. Linzer biologische Beiträge 40 (1): 581-625, DOI: 10.5281/zenodo.5428815
B660730AFFF9934C4AF91CE0FD800E9E.taxon	description	aus dem Küstengebiet Kretas (Heraklion und Rethymnon, EBMER 1999: 204) als natürliche Vorkommen sehr fragwürdig. Weil zwei verschiedene Sammler (J. Schmidt und H. G. M. Teunissen) in verschiedenen Jahren (1963 und 1984) die aufgesammelt haben, ist eine Fundortzettelverwechslung äusserst unwahrscheinlich. Obwohl eine Einschleppung von Erdnistern wie D. alpina viel unwahrscheinlicher ist als eine von Stengelnistern, so möchte ich eine Einschleppung in der Zeit der Besetzung Kretas durch deutsche Truppen nicht ausschliessen, denn ich weiss von einem damaligen Soldaten einer Transportkompanie, dass Futtermaterialien für Tragtiere von Deutschland bis Kreta geliefert wurden. Es ist möglich, dass sich durch Einschleppung eine Population in Kreta etabliert hat. Wenn es nämlich ein natürliches, sehr lang isoliertes Vorkommen von D. alpina in Kreta gäbe, dann würden sich von den klimatischen Ansprüchen mit höherer Luftfeuchtigkeit, mit Erica arborea und Erica manipuliflora auf kristallinem Untergrund, die Berge westlich der Levka Ori anbieten, insbesonders der Apopigadi (1331 m) mit der Vigla (1234 m), die ich mehrmals besammelt habe. Ohne Überheblichkeit darf ich feststellen, dass ich gegenwärtig der Apidologe bin, der Kreta mit allen Gebirgen durch fünf Sammelreisen am besten kennt.	de	A. W (2008): Die westpaläarktischen Arten der Gattung Dufourea LEPELETIER 1841 (Insecta: Hymenoptera: Apoidea: Halictidae: Rophitinae) Fünfter Nachtrag. Linzer biologische Beiträge 40 (1): 581-625, DOI: 10.5281/zenodo.5428815
B660730AFFF8934F4AF91D70FE550993.taxon	description	D i a g n o s e: In meiner Bestimmungstabelle (EBMER 1984) kommt man über die Ziffern 3 und 10 auf Ziffer 11 mit dem Hinweis auf die besondere Proportion der Mundteile (Abb. 31). Es geht eine sichere Determination bei Dufourea einfach nicht ohne gut präparierte Mundteile, wenn auch PESENKO (1998) und MICHENER (2000) über meine sorgfältige Untersuchung der Mundteile (EBMER 1984) darüberfahren und unterschiedlos die entsprechenden Untergattungen synonymisiert haben. Das Auffinden einer zweiten Art der bisher monotypischen Untergattung Minutodufourea bedeutet für mich auch eine kleine Genugtuung, mit der Gliederung der Untergattungen nicht ganz so falsch entschieden zu haben. Die Merkmale von D. bucharica treffen auf den ersten Teil der Alternative 11 zu: " Mundteile verlängert. Clypeus stark gewölbt, ausgedehnt punktlos und spiegelglatt ", jedoch nicht mehr auf den zweiten Teil " Tergite 1 - 3 rötlich aufgehellt ", sondern die Tergite sind bräunlich mit aufgehellten Endteilen, und D. bucharica ist deutlich grösser, 5 mm lang. Wenn die Mundteile nicht präpariert wären, und die Merkmale des Clypeus nicht sicher bewertet werden können, so käme man in der Bestimmungstabelle auf Ziffer 11, Alternative 2 " Tergite bräunlich bis schwärzlich. Etwas grössere Arten, ab 4,5 mm aufwärts ", weiter auf Ziffer 12, und durch die breiten Endteile der Tergite von Alternative 12 / 2 auf Ziffer 14. Jedoch die Arten unter Ziffer 14, D. minuta LEPELETIER (= D. vulgaris SCHENCK), D. similis FRIESE und D. exulans EBMER unterscheiden sich alle durch deutlich querovales Gesicht, schwächer eingestochene Punkte der Tergite und Gesichtspunkte. B e s c h r e i b u n g: Kopf und Thorax schwarz, Tergite braun mit horngeblich aufgehellten Endteilen, Fühlergeissel rötlichbraun mit oben nur geringfügig dunkler Zone; Stigma hellocker. Gesicht (Abb. 30) für eine Dufourea relativ schlank, wenn auch in den Massen kürzer als breit, l: b = 1,16: 1,25, also nicht wie meistens deutlich queroval. Der deutlich gewölbte, spiegelglatte Clypeus nur mit wenigen unscharfen Punkten an der Basis mitten 20 - 30 µm / 1,0 - 1,5. Stirnschildchen auf glattem Grund fein und zerstreut punktiert 10 - 15 µm / 0,5 - 2,0, dazwischen glatt. Stirn mit tiefer Längsfurche von der Basis des Stirnschildchens bis zur mittleren Höhe der Stirn. Stirn mitten auf glattem Grund sehr zerstreut punktiert 12 - 20 µm / 0,5 - 3,0, stellenweise noch zerstreuter. Scheitel zwischen Auge und Ocellen auf glattem Grund zerstreuter punktiert, 10 - 20 µm / 1,5 - 3,0, dazwischen Mikropünktchen um 5 µm. Kopfunterseite glatt, mit Spuren von Chagrinierung, seitlich wenigen Punkten, stark glänzend. Mesonotum (Abb. 32) auf glattem Grund mitten sehr zerstreut punktiert 18 - 25 µm / 0,5 - 7,0, zum Teil noch zerstreuter. Hypoepimeralfeld und Mesopleuren 20 - 25 µm / 0,3 - 1,5, die Zwischenräume hinten fein granuliert, aber glänzend. Propodeum (Abb. 33) lang, länger als das Scutellum; Mittelfeld fein runzlich chagriniert, hinten und seitlich mit breiter, glatter und stark glänzender Zone, Seitenfelder und Stutz auf glattem Grund sehr fein und dicht punktiert. Die breiten Tergitendteile (Abb. 34) scharf von den Scheiben abgesetzt, die Endteile punktlos und nur mit Spuren von Querchagrinierung; die Scheiben kräftig und scharf eingestochen punktiert, so auf Tergit 1 Scheibe mitten 10 - 15 µm / 0,2 - 3,0, dazwischen glatt, Beulen leicht punktlos. Behaarung weiss, etwas dichter auf Mesonotum vorne und seitlich sowie auf den Metapleuren; Endteile der Tergite 1 - 2 seitlich, sowie ab 3 auch mitten mit weissen, gefiederten Haaren. Analfranse bräulichgelb. Exemplar etwas eingekrümmt, 4,5 mm, in gestrecktem Zustand wohl 5 mm lang.	de	A. W (2008): Die westpaläarktischen Arten der Gattung Dufourea LEPELETIER 1841 (Insecta: Hymenoptera: Apoidea: Halictidae: Rophitinae) Fünfter Nachtrag. Linzer biologische Beiträge 40 (1): 581-625, DOI: 10.5281/zenodo.5428815
B660730AFFFB93494AF91C75FEF60976.taxon	description	In EBMER (1999: 205, 214 - 216) habe ich ausführlich dargelegt, warum der Name dieser Biospezies durch die Kommission des ICZN fixiert werden soll. Der Name D. dentiventris wurde von Anfang an und ausschliesslich bei allen (!) Autoren verwendet. Das ältere Synonym D. dejeanii LEPELETIER 1841 war durch die absolut ungenügende Beschreibung, fehlendem locus typicus und vor allem verschollenen authentischen Exemplaren undeutbar und wurde nie verwendet, bis BAKER (1994) verschollene Exemplare im Museum Oxford aufgestöbert hat. Baker hat jedoch keinerlei Anstalten gemacht, den von Anfang an einzig gebrauchten Namen D. dentiventris zu stabilisieren. Daher habe ich zuerst eine englische Version mit Hilfe von Dr. Paul Westrich im Anhang von EBMER (1999) publiziert, damit bis zur Entscheidung der Kommission der bisherige Gebrauch des Namens beibehalten wird. Dann konnte ich den Case 3157 (2001) publizieren, wobei mir der Sekretär der Kommission sehr behilflich war. Im Opinion 2001 vom Juni 2002 entschied die Kommission mit Mehrheit, dass der Name Dufourea dentiventris NYLANDER 1848 beizubehalten ist. Erstmals habe ich in einem an sich völlig klaren Fall, nämlich ausschliesslicher Gebrauch eines Namens seit der Erstbeschreibung der Art im Jahr 1848, sicherheitshalber gegen mutwillige Namensänderung die Bitte um Konservierung dieses Namens der Kommission vorgelegt und habe aus dem eindeutigen Sachverhalt eine einstimmige Entscheidung dafür erwartet. Irritiert haben mich die Begründungen dreier Mitglieder für die Ablehnung der Konservierung des Namens D. dentiventris. Insbesonders Prof. Philippe Bouchet waren 20 Publikationen seit 1935 mit dem Namen D. dentiventris zu wenig, dass die Kommission ihre Vollmacht zur Konservierung verwendet: " The application (paras. 1 and 2) indicates 20 usages of the name Halictoides dentiventris since 1935. In my view this does not justify the use of the plenary power to set aside priority ". Dazu stelle ich fest: In dem damals gültigen Artikel 79 (b) des ICZN war ausdrücklich festgehalten, " dass keine Verwendung des älteren Namens während der unmittelbar vorausgehenden 50 Jahre bekannt ist, und dass der Name, den er verdrängen würde, während desselben Zeitraumes von mindestens 5 verschiedenen Autoren und mindestens 10 Veröffentlichungen auf ein bestimmtes Taxon als dessen mutmasslicher gültiger Name bezogen wurde. " Nun habe ich bei der Eingabe mit dem Case 3157 an die Kommission nur die jüngere Literaturzitate ab 1935, das waren 65 Jahre (also mehr als gefordert!), und die Zahl der zitierten Autoren vermehrt sowie doppelt (!) soviele Veröffentlichungen als vorgesehen zitiert. Ich finde es absurd, dass sich ein Mitglied der Kommission selbst nicht an die Vorgaben des ICZN hält. Die Eingabe an die Kommission habe ich ab 1999 vorbereitet, März 2001 wurde der Case 3157 publiziert und mit 1. März 2002 entschied die Kommission. Inzwischen wurden die Internationalen Regeln für die Zoologische Nomenklatur in der Vierten Auflage angenommen und publiziert, gültig ab 1. Jänner 2000; die deutsche Version lag mir erst mit März 2001 vor – solche juristische Texte sind in englisch schwer zu lesen. Mit Artikel 23.9 des Neuen ICZN hätte ich mir die ganze Eingabe an die Kommission ersparen können, denn dieser Artikel beendete de facto den Trend zur absoluten Priorität der vorher gültigen Regeln Art. 79 (b), dass in jedem Fall die Kommission damit befassen ist. Nach dem Artikel 23.9.1.1. des ICZN von 2000 ist das ältere Synonym D. dejeanii nach 1899 nie als gültiger Name benutzt worden und der uneingeschränkte Gebrauch des jüngeren Synonyms D. dentiventris würde die Anforderungen des Artikels 23.9.1.2 erfüllen. Ich wollte noch einen ähnlich gelagerten Fall bei den Halictidae der Kommission vorlegen, sah aber wegen der Einwendungen von drei Mitgliedern im Case 3157 / Oponion 2001 davon ab. Mit dem neuen Artikel 23.9 sehe ich eine sinnvolle Lösung, die natürlich in passendem Zusammenhang publiziert werden soll, weil es keine Art aus der Gattung Dufourea betrifft. Besonders bedenklich finde ich es, dass gegenwärtig, ab der Neuwahl in die Kommission am 18. August 2006 kein einziges Mitglied aus dem deutschsprachigen Raum diesem Gremium angehört. Verbreitungsangaben für Europa – kritische Sichtung:	de	A. W (2008): Die westpaläarktischen Arten der Gattung Dufourea LEPELETIER 1841 (Insecta: Hymenoptera: Apoidea: Halictidae: Rophitinae) Fünfter Nachtrag. Linzer biologische Beiträge 40 (1): 581-625, DOI: 10.5281/zenodo.5428815
B660730AFFFB93494AF91C75FEF60976.taxon	description	Im Südosten Europas ist D. dentiventris mehrfach glaubwürdig aus Slowenien (vom Berg Nanos; Kum) (GOGALA 1992: 22), in Rumänien in den südlichen Karpaten im Raum Sibiu (GOAGA 1972: 131) gemeldet. Weiter südlich ist sie auf der balkanischen Halbinseln nicht gefunden worden. Die pauschalen Meldungen vom Kaukasus, ohne konkrete Ortsangabe (WARNCKE 1981: 286 und ihm folgend PESENKO & ASTAFUROVA 2006: 335 ohne konkrete Funddaten) sind nicht verifizierbar, auch ist kein Exemplar in der Sammlung Warncke aus dem Kaukasus vorhanden und diese Fundangabe zu streichen.	de	A. W (2008): Die westpaläarktischen Arten der Gattung Dufourea LEPELETIER 1841 (Insecta: Hymenoptera: Apoidea: Halictidae: Rophitinae) Fünfter Nachtrag. Linzer biologische Beiträge 40 (1): 581-625, DOI: 10.5281/zenodo.5428815
B660730AFFFD93484AF91D48FBC10C2B.taxon	description	Wie D. dentiventris ist auch D. inermis transpaläarktisch verbreitet und streng oligolektisch an Campanula, jedoch eher eine Steppenart, mit ähnlichen ökologischen Ansprüchen wie Halictus eurygnathus BLÜTHGEN 1930. Beide Arten, D. inermis und H. eurygnathus, sind in ihrem disjunkten Vorkommen in West- und Mitteleuropa in auffälligem Rückgang begriffen, weil isolierte Trockenbiotope aus wirtschaftlichen Gründen (" nutzlos ") hochgradig gefährdet sind. Es ist falsch, D. inermis als " mainly forest species " (PESENKO & ASTAFUROVA 2004: 678) zu bewerten. In ausgedehnten Waldgebieten der Ostpaläarktis ist D. inermis eine Art der Waldsteppe (EBMER 2006: 573). Seit der kritischen Sichtung der neu publizierten Funde von PESENKO (1998: 683) bezüglich Asien mit Zufügung der Koordinaten und ausführlicher neuer Funde (EBMER 1999: 206) kamen noch folgende wichtige Funde bzw. Korrekturen für Europa zustande:	de	A. W (2008): Die westpaläarktischen Arten der Gattung Dufourea LEPELETIER 1841 (Insecta: Hymenoptera: Apoidea: Halictidae: Rophitinae) Fünfter Nachtrag. Linzer biologische Beiträge 40 (1): 581-625, DOI: 10.5281/zenodo.5428815
B660730AFFFC93484AF918EEFCE70F0E.taxon	description	M a t e r i a l: Nomos Florina: Varnous, nördlich des Südgipfels, alpine Matten mit Calluna, 1900 - 2000 m, N 40.48. (49) E 21.44. (46), 23.7.199 7, 3. Kaimaktsalan, Pinus / Mattenzone, 1800 - 1900 m, N 40.53.59 E 21.48.52, 22.7.199 7, 1, alle leg. Ebmer.	de	A. W (2008): Die westpaläarktischen Arten der Gattung Dufourea LEPELETIER 1841 (Insecta: Hymenoptera: Apoidea: Halictidae: Rophitinae) Fünfter Nachtrag. Linzer biologische Beiträge 40 (1): 581-625, DOI: 10.5281/zenodo.5428815
B660730AFFFC934B4AF91BC0FCB309AA.taxon	description	: D i a g n o s e: In der Summe der Merkmale am nächsten D. armenia EBMER 1987 stehend. D. salviae ist auf Stirn und Scheitel dichter punktiert (Abb. 35, 36). Basale Rhinarien ab dem 5. Geisselglied ausgebildet, die Länge der Rhinarien etwa ein Drittel der Geisselgliedlänge. Mesonotum (Abb. 37) ein wenig feiner und dichter punktiert, umgekehrt die Scheiben der Tergite zerstreuter punktiert. Sternit 5 an der Basis mit flach stumpfwinkliger Leiste. Sternit 6 mitten mit flach erhabenem Längskiel. Sternit 8 lateral deutlich gekrümmt. Sagittae in Lateralansicht basal stärker häutig, dorsal basalwärts verdickt (Abb. 40, 41), Volsellae kürzer und breiter. Zum Vergleich die entsprechenden Merkmale bei D. armenia: Stirn und Scheitel zerstreuter punktiert (Abb. 39). Basale Rhinarien ab dem 4. Geisselglied ausgebildet, auf den Endgliedern die Rhinarien die Hälfte bis zwei Drittel der Geisselgliedlänge erreichend. Sternit 5 an der Basis mit flach bogenförmiger, konkaver Linie. Sternit 6 mitten mit ganz flacher Beule. Sternit 8 lateral gerade. Sagittae gegen das Ende zu kantig, dorsal an der Basis schlanker (Abb. 49, 50), Volsellae länger, schlanker. Fühler und Sternite siehe Abb. 13 - 18 in EBMER 1987. B e s c h r e i b u n g: Gesicht dunkelgrün, Thorax schwarz mit grünem Schimmer, Tergite schwarz; Fühler oben schwarz, unten schwarzbraun; Beine schwarz, Tarsen bräunlichgelb. Stigma schwarzbraun. Gesicht (Abb. 35) l: b = 1,65: 1,69, mit sehr hohen Schläfen und flachem Scheitel. Fühlergeissel bis zum Propodeum reichend. Geisselglied 3 bis 5 zylindrisch, Glied 3 l: b = 0,27: 0,18. Clypeus 25 µm / 0,1 - 0,2 punktiert, Stirnschildchen mitten 15 - 20 µm / 0,1 - 1,0, dazwischen glatt. Stirn 15 - 20 µm / 0,1 - 0,3; Scheitel 12 - 35 µm / 0,1 - 0,2, alle Zwischenräume glatt. Schläfen seitlich und Kopfunterseite auf spiegelglattem Grund sehr fein und zerstreut punktiert. Thorax kürzer und breiter als bei D. armenia, Mesonotum vorne mitten kaum vorgezogen. Mesonotum (Abb. 37) fein und mässig dicht punktiert 18 - 20 µm / 0,1 - 1,5, dazwischen glatt. Hypoepimeralfeld und Mesopleuren scharf eingestochen 15 - 25 µm / 0,1 - 2,0, dazwischen spiegelglatt. Mittelfeld kürzer als bei D. armenia, dreieckig, gegen die Seitenfelder abgegrenzt, mit feinen, parallel geradlinig bis ans Ende reichenden Linien; Seitenfelder fein und extrem dicht runzlig punktiert, tief matt. Abdomen (Abb 38) flach elliptisch. Tergitscheiben kräftig konvex, in feiner Krümmung von den punktlosen und stark glänzenden Endteilen abgesetzt, besonders Tergit 2 und 3 auf der Basis tief konkav eingeschnürt. Punktierung der Scheiben auf glattem Grund mässig dicht, so auf Tergit 2 20 - 25 µm / 0,1 - 1,5, mit winzigen Pünktchen um 5 - 8 µm dazwischen. Punktierung der Endtergite deutlich zerstreuter. Terminalia Abb. 40 - 48. Behaarung grauweiss, wie bei Cyprirophites spärlich, nur Clypeus, Scapus und Mesonotum vorne etwas dichter behaart. Basis der Tergite ohne jede Haarflecken. 8 mm. Das von D. salviae habe ich ursprünglich nach einem Exemplar von Kizilcadag als zu D. armenia gestellt (EBMER 1993: 37, 40), um einen eigenen Namen zu vermeiden. Das gemeinsame Vorkommen von und nach den wenigen übereinstimmenden Merkmalen in der dichteren Punktierung von Stirn und Mesonotum und in der Form des kürzeren und breiteren Thorax sind diese zu D. salviae zu stellen. Der Übersichtlichkeit halber wiederhole ich hier die wichtigsten diagnostischen Merkmale und Messungen (EBMER 1993): Gesicht durch den flachen Scheitel und die hohen Schläfen quadratisch wirkend, l: b = 1,76: 1,77. Clypeus kurz, Punktierung sehr unscharf, grob zerstreut, Zwischenräume glatt und glänzend. Stirnschildchen dicht punktiert, 20 - 26 µm / 0,1 - 0,3, gegen das Ende zu die Abstände bis 1,5, kleine Punkte um 10 µm dazwischen. Stirn unterhalb der Ocellen kräftig konvex gewölbt, kräftig punktiert 24 - 32 µm / 0,1 - 0,8, vereinzelt bis 1,0, am Augeninnenrand unten zerstreuter punktiert 1,0 - 6,0. Fühlergeissel unten dunkelbraun. Mesonotum und Scutellum kräftig eingestochen punktiert 22 - 32 µm / 0,1 - 1,0. Mesopleuren mit gleichmässig runden, feinen, dichten Punkten auf glattem Grund. Tergite kräftig punktiert, Tergit 1 auf Scheibe mitten 12 - 16 µm / 0,1 - 2,0, dazwischen kleine Pünktchen von 6 - 8 µm. 7 mm.	de	A. W (2008): Die westpaläarktischen Arten der Gattung Dufourea LEPELETIER 1841 (Insecta: Hymenoptera: Apoidea: Halictidae: Rophitinae) Fünfter Nachtrag. Linzer biologische Beiträge 40 (1): 581-625, DOI: 10.5281/zenodo.5428815
B660730AFFFF93554AF91C6DFD410E59.taxon	description	D i a g n o s e n: Auffällig winzig, Gesamtkörperlänge 3,6 - 3,8 mm, 3,3 - 3,9 mm (im Mikroskop gemessen), mit freiem Auge fast wie Ameisen erscheinend, trotzdem eine typische Art aus der Untergattung Cyprirophites: Mundteile in allen Proportionen entsprechend, die Palpen, Galea und Glossa in absolut selber Proportion, obwohl so winzig klein. Doch die bei allen anderen Cyprirophites - Arten grüne Färbung auf Kopf und Thorax fehlend, das Schwarz auf der Stirn mit leichtem Erzglanz. Gesicht relativ schlank, Thorax auffällig schlank und damit auch das Propodeum sehr gestreckt; Tergite fast punktlos mit feinem, kaum sichtbaren Netzchagrin. Alle anderen Cyprirophites -, so diese bekannt sind, haben an den Enden von Sternit 7 eine scheibchenförmige Bildung; diese fehlt bei D. exigua (Abb. 58, 59). B e s c h r e i b u n g: Kopf und Thorax schwarz, Tergite braun mit breiten, horngelblich aufgehellten Endteilen, Scapus und die ersten drei Geisselglieder schwarz, oben bis auf die letzten beiden Endglieder gebräunt, unten ausgedehnt hell ockergelb. Fühlergeissel sehr kurz und gegen das Ende keulenförmig; die basalen Geisselglieder extrem kürzer als breit, die letzten drei Glieder demgegenüber auffällig gross, das Endglied so lang wie die beiden vorherigen zusammen. Adern braun, Stigma mitten ockergelb, Knie und Tarsen rötlichbraun. Gesicht l: b = 1,00: 0,86 (Abb. 51) – alle Masse und Abbildungen vom Holotypus. Clypeus glatt, Endhälfte nur mit einzelnen flachen Punkten um 20 µm, an der Basis 8 - 10 µm / 0,1 - 3,0. Stirnschildchen auf glattem Grund fein und unregelmässig zerstreut punktiert 3 - 8 µm / 0,1 - 5,0. Stirnschildchen oben und Stirn ganz unten mit einer feinen, tief konkaven Längsrinne. Stirn gleichmässig stark konvex gewölbt und im Verhältnis zum kleinen Kopf kräftig punktiert und erinnert damit an kleine Chelostoma - Arten: Auf überall glattem Grund mitten 8 - 15 µm / 0,1 - 1,5, seitlich an den Augeninnenrändern nur einzelne Punkte. Scheitel seitlich 8 - 12 µm / 0,1 - 1,5. Schläfen und Kopfunterseite spiegelglatt und nur einzelne winzige Punkte. Mesonotum (Abb. 52) auf völlig glattem Grund fein und zerstreut punktiert, mitten seitlich 8 - 12 µm / 0,5 - 2,0, auch am Rand bei den Notauli so zerstreut punktiert, nur vorne die Punkte etwas dichter. Hypoepimeralfeld hinten und Mesopleuren hinten fein längschagriniert mit feinen Punkten eingelagert 5 - 8 µm / 0,1 - 0,3; Hypoepimeralfeld unten vorne und Mesopleuren unten vorne glatt und nur mit winzigen sehr verstreuten Pünktchen. Propodeum (Abb. 53) auffällig lang, länger als Scutellum und Postscutellum erscheinend, das Mittelfeld strahlenförmig fein bis ans Ende längsgerieft, Seitenfelder und Stutz gerundet, fein quergewellt, glänzend. Endteile der Tergite von den Scheiben kaum bis gar nicht abgesetzt, Scheiben und Endteile sehr flach quergewellt, stark glänzend, nur mit einzelnen verstreuten Punkten, am deutlichsten auf Tergit 2 Basis um 5 µm. Behaarung durch die Wasserfalle deutlich reduziert: Am Mesonotum vorne seitlich zum Propodeum Reste feiner weisser Filzhärchen. Tergite seitlich mit längeren Haaren, Endfranse deutlich und dicht, orange gelblich. B e s c h r e i b u n g: Kopf und Thorax schwarz, Tergite braun mit aufgehellten Endteilen; Scapus und die ersten beiden Geisselglieder schwarz, Fühlergeissel nur oberseits etwas gebräunt, zum Grossteil hellocker; Stigma braun, Knie und Tarsen rötlich gelb. Gesicht (Abb. 54) oval, l: b = 0,71: 0,67. Fühler (Abb. 55) nur bei einem Exemplar vollständig erhalten, im DEI hinterlegt und von dem die Masse genommen; bei allen anderen durch die Wasserfalle die Fühler eingeschrumpft. Fühler im Verhältnis zur win- zigen Körpergrösse relativ gross und keulenförmig wirkend, bis zum Scutellum reichend; die Oberfläche aller Geisselglieder fein körnelig, völlig gleichmässig gestaltet, ohne jede Rhinarien-Vertiefungen wie bei anderen Arten der Untergattung Cyprirophites. Geisselglied 3 l: b = 0,10: 0,10, Geisselglied 11 l: b = 0,15: 0,13. Clypeus, Stirnschildchen und untere Hälfte der Stirn mit ganz dichten, weissen, gefiederten und anliegenden Haaren (trotz der Wasserfalle erhalten) bedeckt und daher die Skulptur nicht sichtbar. Stirn seitlich oben auf glattem Grund im Verhältnis zur geringen Grösse relativ grob punktiert 10 - 15 µm / 0,1 - 0,5, auf der Scheibe zerstreut 0,5 - 2,0. Schläfen und Kopfunterseite spiegelglatt mit einzelnen winzigen Pünktchen. Thorax sehr schlank, Mesonotum auf glattem Grund 8 - 15 µm / 0,5 - 2,0, hinten noch zerstreuter punktiert. Hypoepimeralfeld und Mesopleuren glatt, fein und sehr zerstreut punktiert 8 µm / 1,5 - 4,0, nur auf den Mesopleuren ganz hinten oben Spuren von Längschagrinierung. Propodeum wie beim. Abdomen schlank, Tergite ohne Punktierung, fein hammerschlagartig quergewellt, stark glänzend, nur auf der Scheibe von Tergit 2 einige Pünktchen um 5 µm; Tergit 5 - 6 mit einzelnen winzigen kraterförmigen Pünktchen und fast verloschener Querwellung. Sternit 6 (Abb. 56, 57) am Ende zweispitzig und basal vor jeder Spitze mit scharfkantig erhabener, ganz kurzer Kante oder Leiste. Sternit 7 am Ende spitz (Abb. 58, 59), ohne die bei den anderen Cyprirophites - Arten vorhandenen Endscheibchen. Sternit 8 und Genital ohne besondere Bildungen (Abb. 60 - 62).	de	A. W (2008): Die westpaläarktischen Arten der Gattung Dufourea LEPELETIER 1841 (Insecta: Hymenoptera: Apoidea: Halictidae: Rophitinae) Fünfter Nachtrag. Linzer biologische Beiträge 40 (1): 581-625, DOI: 10.5281/zenodo.5428815
B660730AFFE393564AF91A41FE160C7A.taxon	description	Zusätzlich zu dieser ursprünglichen Syntype sah ich aus dem Museum für Naturkunde Berlin eine mit gleichem Fundetikett im Forschungsinstitut Senckenberg Frankfurt am Main und eine aus dem Naturhistorischen Museum Wien. Die Publikation Frieses im Band 18, Jahrgangsreihe 1913, ist nachweislich eingedruckt erst mit Jänner 1914 publiziert. Zum locus typicus " Monda " folgt ein eigener kritischer Abschnitt, denn der ist sicher nicht zutreffend. Es folgen die wichtigsten diagnostischen Merkmale gegenüber D. ulkenkalkana, wobei die Bildung der Terminalia der prägnanter sind als die Merkmale der Punktierung. Punktierung grundsätzlich eine Spur dichter, diese Merkmale aber auf Mesonotum und Tergiten zu subtil ausgebildet; am besten ausgebildet auf der Stirn seitlich oberhalb der Fühler 12 - 15 µm / 0,1 - 0,5, etwas höher auf halber Strecke zwischen Fühlereinlenkung und Ocelle 12 - 15 µm / 0,5 - 2,5 (Abb. 70). Auf den Mesopleuren die Punkte längsoval, daher nicht genau messbar, ca 15 µm / 0,5 - 3,0. Sternit 5 am Ende flach ausgerandet, an der Basis querüber flach konvex gewölbt - diese Unterschiede sind sehr subtil und zu wenig deutlich für eine Unterscheidung. Sternit 6 die zentrale behaarte Zone mit dunkel schokoladebraunen Haaren, die Haare viel dichter und der Haarschopf höher ausgebildet; die vier Endspitzen in Lateralansicht gleichmässig spitz ausgebildet (Abb. 71, 72). Sternit 7 am Ende spitz dreieckig (Abb. 73, 74). Gonostyli (Abb. 76, 77) neben der dornartigen Endspitze nach innen zu mit einer rechtwinkligen Kante versehen, die durch die hier entspringenden Härchen noch spitzer aussieht - diese Bildung besonders in Ventralansicht gut sichtbar. Zu den Sagittae (Abb. 79) siehe bei der folgenden Art.	de	A. W (2008): Die westpaläarktischen Arten der Gattung Dufourea LEPELETIER 1841 (Insecta: Hymenoptera: Apoidea: Halictidae: Rophitinae) Fünfter Nachtrag. Linzer biologische Beiträge 40 (1): 581-625, DOI: 10.5281/zenodo.5428815
B660730AFFE293534AF9185CFE9308C7.taxon	description	Informationen zum locus typicus, die mehr enthalten als die abgeschriebenen Angaben auf dem Fundortetikett dieser durch das nun neu aufgefundene von Flavodufourea taxonomisch besonders bedeutenden Exemplare hat Patiny keine beigetragen. Der Gori Ulkenkalkal, deutsch der Grosse Berg Kalkal (Abb. 107), liegt nördlich des Ili-Flusses, östlich der Einmündung des Ili in den Stausee, heute Qapshaghay Bögeni genannt, 1280 m der Gipfel ca N 43.52 E 78.40. Die Sammler dürften entlang der Strasse zwischen Berg und nördlichem Ufer des Ili tätig gewesen sein. Es ist schade, dass bei so wichtigen Aufsammlungen in entomologischem Neuland die Angabe der Koordinaten auf dem Fundortetikett noch immer nicht selbstverständlich ist. Aber auch Autoren von Neubeschreibungen wie Patiny verwenden leider keine Mühe für die Verifizierung des locus typicus. Die wichtigsten diagnostischen Merkmale von D. ulkenkalkana gegenüber D. flavicornis:: Punktierung grundsätzlich eine Spur zerstreuter, am deutlichsten die Unterschiede auf der Stirn ausgebildet, Stirn seitlich oberhalb der Fühler 10 - 12 µm / 0,3 - 1,5, etwas höher auf halber Strecke zwischen Fühlereinlenkung und Ocelle 10 - 12 µm / 1,5 - 6,0 (Abb. 68). Mesopleuren 10 - 15 µm / 0,5 - 4,0 punktiert. Propodeum Abb. 69. [Endglieder der Fühlergeissel wie bei D. flavicornis gekrümmt]. Sternit 6 die zentrale behaarte Zone mit ockergelben Haaren, die Haarzone flacher und weniger dicht ausgebildet (Abb. 80). Die vier Endspitzen in Lateralansicht ungleichmässig ausgebildet: die unteren beiden spitz, fast dörnchenartig geformt, die oberen nur als rechtwinklige Kante ausgebildet (Abb. 81). Sternit 7 am Ende dornartig verlängert, jedoch diese schmale Verlängerung am Ende abgerundet (Abb. 82, 83). Gonostyli (Abb. 85) neben der dornartigen Endspitze nach innen zu nur mit einer flachen Beule und die feinen Borstenhärchen über die Beule verteilt. Kein Unterschied in den beiden Arten besteht in den Sagittae, die bei beiden Arten mit einem Innenzahn versehen sind. PATINY (2003: 6, Abb. 4 rechts) zeichnet die Sagittae von D. ulkenkalkana ohne Innenzahn. Er hat beim Holotypus die Genitalkapsel mit der ganzen Ventralseite so in Insektenkleber hineingepappt, dass dieses Merkmal kaum sichtbar ist. Ich habe den Paratypus in den Terminalia sauber präpariert, die Genitalkapsel an ihrer Basis senkrecht nach oben angeklebt, so wie es nötig ist, dass alle taxonomischen Merkmale gut zu untersuchen sind, und bringe als Beweis Fotos der Sagittae bei- der Arten (Abb. 79 und 84, 85 - Hinweispfeile auf den Innenzahn). Ich bringe bewusst Fotos und keine Zeichnungen, damit mir keine falsche Darstellung unterstellt werden kann, wenn ich in einem so wesentlichen Merkmal PATINY korrigieren muss.: Neubeschreibung mit den wichtigsten Merkmalen als Ergänzung zu den Fotos: Kopf und Thorax tief schwarz, Tergitscheiben braunschwarz, Endteile hornweisslich bis glasartig aufgehellt. Stigma hellgelb. Gesicht (Abb. 63) queroval, l: b = 1,46: 1,90. Clypeus auf spiegelglattem Grund nur mit spärlichen Punkten 8 - 18 µm / 0,1 - 4,0, Endhälfte fast punktlos. Das stark konvexe Stirn- schildchen spiegelglatt nur mit einzelnen Punkten 10 - 15 µm. Stirn und Scheitel ebenfalls auf spiegelglattem Grund fein und sehr zerstreut punktiert 10 - 15 µm / 0,1 - 6,0. Von der Basis des Stirnschildchens bis zur mittleren Höhe der Stirn eine tief eingefurchte Längslinie. Kopf auf Plättchen angeklebt, daher Schläfen und Kopfunterseite nicht untersuchbar. Mesonotum (Abb. 64) auf spiegelglattem Grund sehr fein und unregelmässig zerstreut punktiert 10 - 20 µm / 1,5 - 10,0. Mesopleuren und Hypoepimeralfeld 8 - 15 µm / 0,5 - 4,0, dazwischen glatt. Scutellum stark konvex, spiegelglatt, mitten der Länge nach und am Ende nur mit einzelnen kleinen Punkten. Propodeum breit gerundet (Abb. 65). Die breiten Tergitendteile (Abb. 66) scharf von den Scheiben abgesetzt, die Scheiben selbst tief und scharf eingestochen punktiert, so auf Tergit 1 mitten 10 - 15 µm / 0,2 - 1,0, dazwischen glatt, auf den sehr kleinen Tergitbeulen nur einzelne Punkte. Die fast glasartig durchscheinenden Tergitendteile weithin punktlos, nur einzelne Pünktchen um 8 µm gegen die Basen zu. Behaarung schneeweiss. Die Tergitbehaarung auf der Basis von Tergit 1 bis 3, auf den Endteilen von Tergit 3 und 4 stark bindenartig ausgebildet, im Vergleich zu den eher lockeren Binden von Dufourea (Dufourea) rufiventris FRIESE 1898 (Abb. 67). 6,5 mm. Die loci typici der von FRIESE 1914 neu beschriebenen Taxa, der Vergleich der Angaben in der Publikation mit denen auf den Fundortetiketten scheint mir immer mehr ein entomologischer Krimi zu werden. Friese beschrieb diese neuen Taxa im Titel seiner Publikation nach Expeditionsausbeuten, die von den Expeditionen von Roborovsky & Kozlov (1893 - 95) und Kozlov (1899 - 1901) mitgebracht wurden. Keinem der späteren Bearbeiter ist bisher aufgefallen, dass Syntypen einzelner Arten bekannt sind, die allesamt Fundortetiketten, in drei Zeilen gedruckt " Mongolei, Monda 6. 08 " (Abb. 78) tragen, das heisst Juni 1908. Das Jahr passt doch zu den im Titel der Publikation genannten Sammeljahren nicht zusammen! Im Jahr 1908 war Kozlov in China und kam Ende Juni 1909 von Süden her in die Mongolei und erreichte erst am 23. Juli 1909 die zentrale Mongolei (KERŠNER 1972: 79). Der Fundort Monda wird von (KERŠNER 1972: 66) auf die Siedlung Mondy bezogen, heute im südwestlichen Burjatija gelegen, N 51.40 E 100.59. Er berichtet dabei von Aufsammlungen von Weiske: Im Berliner Museum befinden sich Exemplare seiner Aufsammlungen mit dem Etikett " Mongolei, Monda, 6. 08 " (Übersetzung H. Dathe). Emil Weiske führte eine entomologische Reise im Jahr 1908 nach Nordost-Sibirien, Baikal-Gebiet und Nord- Mongolei durch. Von dieser Ausbeute beschrieb BLÜTHGEN 1923 seine Halictus mondaensis " Mongolei, Monda, Weiske leg. 6. 08 ". Diese auf Stirn und Thorax düster schwarzbraun mit stumpf-grünem Schimmer gefärbte und spärlicher brauner Behaarung versehene Art aus der Untergattung Seladonia, ursprünglich wegen der düsteren Färbung in der Untergattung Halictus beschrieben, passt wirklich in das baikalische Waldgebiet. Doch die beiden von FRIESE beschriebenen Halictidae, L. kozlovi und D. flavicornis, sind im Kontrast der schwarzen Färbung und schneeweissen Behaarung typische Steppen- oder Wüstensteppenarten und passen nach meiner langjährigen Erfahrung mit Halictidae absolut nicht in die baikalisch-angarische Region. Eine ähnliche Erfahrung machte auch KUHLMANN (2005) mit den drei von FRIESE (1914) beschriebenen Colletes - Arten, so dass ich dieser Sache näher auf den Grund gehen wollte und auch bei NOSKIEWICZ (1936) dazu fündig wurde. Colletes kozlovi – nach Friese " Mongolei, im August ". NOSKIEWICZ (1936: 240) erwähnt 1 1 von " Monda VI. 1908 " aus dem Museum Berlin, jedoch meint er, dass Kozlov der Sammler sei, sowie ein weiteres von Monda, das von Friese als C. roborovskyi bestimmt und als Type bezeichnet, und ebenfalls zu C. kozlovi gehört. Nicht nur das Jahr, auch der Monat Juni passt nicht zu den Angaben von Friese. Interessant ist, dass NOSKIEWICZ noch 3 weitere aus dem Zoologischen Institut Leningrad sah, die von Friese als C. kozlovi determiniert waren, nämlich 2 von Danche südlich Sačžou (= Minghoshan N 40.05 E 94.45), 27.7.189 5 (die C. mixtus sind) und 1 aus Bugas bei Chami (= Hami = Kumul, N 42.37 E 93.32), 7.9.189 5, leg. Kozlov. Das sind Funddaten, die tatsächlich mit der von FRIESE in seiner Überschrift genannten Expeditions-Reiserouten von Kozlov übereinstimmen! – Ähnlich auch die Bewertung von KUHLMANN (2005: 1370, Verbreitungskarte 8) von C. kozlovi als Wüstenart Mittelasiens, die nicht in die baikalische Region passt. Colletes roborovskyi – nach Friese " Mongolei, vom Juli bis September ". NOSKIEWICZ (1936: 246) erwähnt 1 von Monda mit den bekannten Daten, so wie bei voriger Art 2 von Bugas 6.9. und 8.9.189 5, die von Friese als C. roborovskyi determiniert sind. KUHLMANN (2005: 1370, Verbreitungskarte 9) nach verbürgten Funden eine Steppenart von der Türkei bis Mittelasien. Colletes mongolicus FRIESE (nec PÉREZ) (C. friesei COCKERELL 1918 n. n.) – nach Friese " Mongolei, nördlich von Zaidam, Ende Juni ". NOSKIEWICZ (1936: 416) erwähnt 2 2 von Monda aus dem Museum Berlin, aber keine Exemplare von Zaidam (= Tsaidam, heute die Senke Qaidam Pendi, oder die Stadt Da Qaidam N 37.50 E 95.30) aus dem Museum Leningrad. Nach KUHLMANN (2002: 96) gehört C. friesei zu einer Artengruppe typischer Gebirgsbewohner. Er meldet auch 3 von Yanchi, früher Yench’ih, N 37.49 E 107.24, im Osten der Autonomen Region Ningxia Huizu, unmittelbar an der Grossen Mauer, und von der Region her eine Lösssteppe. Nach diesen beiden Fundangaben ist ein Vorkommen in der baikalischen Region (Monda = Mondy) kaum wahrscheinlich. Halictus kozlovi (nun Lasioglossum, Subgen. Evylaeus, Artengruppe L. politum) – nach Friese " Mongolei, im August und September; auch von Kashgar (Turkest.) vorliegend ". Nach PESENKO (1984: 449) " Friese beschrieb nach Aufsammlungen von V. I. Roborovyskij und P. K. Koslov aus der " Mongolei ", in Wirklichkeit aus einigen Orten in der Umgebung von Chami und in der Gobi von Gašun im Nordosten Kašgariens. " Hami N 42.37 E 93.32. Gašun = Oase (? Brunnen) Gashur N 41.20 E 93.40. Kašgar = Kashi N 39.29 E 76.02. Zwei Syntypen sah ich von der Oase Sačžou, Gašunske Gobi, 1.8.189 5, 1, 7.8.189 5, 1, leg. Roborovsky & Kozlov, Museum Budapest. Auch von dieser Art gibt es 1 1 mit den Etiketten " Monda " im Museum für Naturkunde Berlin (BLÜTHGEN 1925: 117), von Blüthgen als Typen betrachtet und die Art danach umfassend beschrieben. L. kozlovi ist eine typische Wüstensteppenart, die ich von verschiedenen Orten aus Kasachstan sah (von West nach Ost geordnet): Baigakum N 44.18 E 66.28. 50 km E Balkash N 46.48 E 75.42. Aidarli N 43.57 E 79.26 am Fluss Ili. Koktal N 44.08 E 79.48 SE Aksay. China, Nei-Mongol, Bayan-Gol (= Dengkou = Teng-k’ou N 40.10 E 106.49), 14.5.199 6, 4, leg. Kučera, Biologiezentrum Linz.	de	A. W (2008): Die westpaläarktischen Arten der Gattung Dufourea LEPELETIER 1841 (Insecta: Hymenoptera: Apoidea: Halictidae: Rophitinae) Fünfter Nachtrag. Linzer biologische Beiträge 40 (1): 581-625, DOI: 10.5281/zenodo.5428815
B660730AFFE293534AF9185CFE9308C7.taxon	description	Die beiden weiteren von FRIESE 1914 neu beschriebenen Taxa sind für diese Untersuchung nicht hinreichend geklärt: Xylocopa valga var. pyropyga wird bei HURD & MOURE (1963: 190) ohne Klärung nur namentlich angeführt. Von Megachile vulpina wird nur das ohne Kommentar zum locus typicus von WU (2005: 297) angeführt und in eine Bestimmungstabelle eingebaut. Doch damit ist noch lange nicht gesagt, dass die Exemplare mit dem Fundortzettel " Monda " keine Syntypen seien. Im Gegenteil, die spezifische Übereinstimmung bei diesen an sich seltenen und auffallenden Arten sowohl der Exemplare mit richtigem locus typicus aus dem Osten Turkestans als auch mit " Monda " zeigen, dass sie aus denselben Aufsammlungen stammen. Doch wie kommenden dann die Etiketten mit " Monda " auf die Insektennadel? Meines Erachtens gibt es zwei Möglichkeiten: Bei der Übersendung der Exemplare von St. Petersburg nach Berlin war nur ein Teil oder nur das erste Exemplar mit den richtigen Fundorten von Roborovsky & Kozlov etikettiert. In diesen Jahren standen einer unbekannter Hilfskraft im Museum Berlin Etiketten nach der Expedition von Weiske 1908 zur Verfügung, und nach dem damaligen Horizont " Mongolei ist Mongolei " wurden die restlichen Exemplare mit " Monda " etikettiert. Friese lebte seit 1907 in seiner Geburtsstadt Schwerin; seine Hauptsammlung an Bienen vermachte er 1916 dem Zoologischen Museum Berlin. Mit der Determination von 1912 ist erschliessbar, dass diese Aufsammlungen zur Bearbeitung bei Friese in Schwerin gewesen sein dürften. Es ist jedoch nicht auszuschliessen, dass eine Umetikettierung absichtlich erfolgte, um mehrere Exemplare zurück behalten zu können, als vom Museum in St. Petersburg zugestanden, und da kamen Etiketten von der Expedition eines deutschen Sammlers in die Mongolei gerade recht. So wurde um 1913 / 14 nur ein Teil der Exemplare nach St. Petersburg zurück geschickt. Die in der Publikation von FRIESE angekündigten beiden kolorierten Tafeln sind nie erschienen - 1914 brach der erste Weltkrieg aus, dann 1917 die russische Revolution, und die Sache wurde vergessen. Es ist ja allgemein bekannt, dass Friese seine " Typen " als Handelsware betrachtete, Syntypenserien vereinzelte und an verschiedene Museen verkaufte. Die Verstreuung der Syntypen von D. flavicornis ausser dem Museum in St. Petersburg in mindestens drei weitere Museen ist ein treffendes Beispiel dafür.	de	A. W (2008): Die westpaläarktischen Arten der Gattung Dufourea LEPELETIER 1841 (Insecta: Hymenoptera: Apoidea: Halictidae: Rophitinae) Fünfter Nachtrag. Linzer biologische Beiträge 40 (1): 581-625, DOI: 10.5281/zenodo.5428815
B660730AFFE7935D4AF91CB9FE8E0FDC.taxon	description	In EBMER (1984: 317) bewertete ich Trilia als eigene Gattung, nicht nur wegen der dritten Kubitalzelle, sondern wegen der besonderen und bei Dufoureinae bisher einzigartigen Bildung der Labialpalpen, in schwacher Vergrösserung dreigliedrig erscheinend, ist das 4. Glied winzig-rudimentär nur in sehr starker Vergrösserung erkennbar. Die besondere Bildung von Sternit 6 der kann nur als Hilfsmerkmal bewertet werden, denn sie kommt leicht abgewandelt auch bei anderen Dufourea-Arten vor. Weil ich Trilia als eigene Gattung bewerte, habe ich sie 1984 nicht in die Bestimmungstabelle von Dufourea aufgenommen und die Publikation des Lectotypus hat sich bis zu einer sich nun bietenden zusammenhängenden Publikation verzögert. MICHENER (2000: 312) hat sicher recht, die drei Kubitalzellen als plesiomorphen Charakter zu bewerten, doch er gibt keine Analyse der weiteren Merkmale. Er dürfte T. muoti nicht untersucht haben, sondern bezieht sich auf POPOV 1957: " The group called Trilia differs from other Dufourea in the presumably plesiomorphic character of having three submarginal cells. In other respects, however, these bees are Dufourea, as shown by Popov (1957 a). " PESENKO & ASTAFUROVA (2006: 340) beschrieben eine vierte Art, Trilia kershneri aus der Mongolei, wobei sie in ihrer Bestimmungstabelle die Gattung Trilia nur nach den 3 Kubitalzellen definieren, denn das zusätzliche von ihnen genannte Merkmal der Tergitbehaarung trifft im Vergleich mit Dufourea s. str. - Arten, vor allem D. rufiventris, nicht zu. Sie geben eine Zeichnung der Mundteile (deren Abb. 17 auf Seite 334), die typische Dufourea s. str. - Proportionen aufweisen. Auf die besondere Form der Labialpalpen bei den bisherigen Trilia gehen die Autoren überhaupt nicht ein. Beim ist die Bildung von Sternit 6 nicht so, wie bei den anderen drei Trilia - Arten, sondern ist am Ende der Länge nach flach konvex erhaben mit lockeren längeren Haaren (deren Abb. 66 auf Seite 343 ventral gesehen, bringt diese Form kaum zum Ausdruck). Nun liegt mir von T. kershneri ein vor, das nur zwei Kubitalzellen aufweist: Mongolei, Bayankhongor, 130 km S Bayankhongor, N 45.03 E 100.59, 1240 m, 6.7.200 4, leg. J. Halada, Biologiezentrum Linz. Nach dem Flügelgeäder und den Mundteilen wäre dieses als Dufourea s. str. Art einzuordnen. Dieses Exemplar mit 2 Kubitalzellen zusammen mit den anderen Exemplaren der Typenserie mit 3 Kubitalzellen und den Dufourea - Mundteilen zeigen eine ins bisherige System nicht eindeutig einfügbare Art, bzw. dass die mittlere Kubitalader bei dieser Art genetisch nicht besonders fixiert ist. Abb. 100 bis 104 zeigen in Fotos die Merkmale der Punktierung und Form des Propodeums, die von den Autoren bei der Erstbeschreibung mangels ausreichender fotografischer Möglichkeiten nicht publiziert wurden.	de	A. W (2008): Die westpaläarktischen Arten der Gattung Dufourea LEPELETIER 1841 (Insecta: Hymenoptera: Apoidea: Halictidae: Rophitinae) Fünfter Nachtrag. Linzer biologische Beiträge 40 (1): 581-625, DOI: 10.5281/zenodo.5428815
B660730AFFE9935C4AF91BB6FCBF0840.taxon	description	Von den drei bei Vachal genannten ist nur mehr eines vorhanden, mit blauem Fundortzettel, gedruckt " Ghardaia ", das ich hier mit der folgenden Neubeschreibung und den Fotos als Lectotypus festlege, von mir schon im Jahr 1980 designiert. Es fehlen ihm die Fühler, nur vom rechten Fühler der Scapus vorhanden. Von den 17 in der Publikation genannten sind noch 12 vorhanden. Das am besten erhaltene wird als Paralectotypus hier bezeichnet, mit demselben blauen Fundortzettel gedruckt " Ghardaia ", sowie ein handschriftlicher Zettel Vachals " Trilia muoti " – anscheinend schwankte schon Vachal, ob er nicht Trilia als neue Gattung beschreiben solle. Drei weitere der Syntypenserie bezeichnete ich als Paralectotypen, ohne Fundortzettel, mit Köpfen, jedoch ohne Fühler. Acht weitere ohne Köpfe, bzw. drei Köpfe auf Plättchen aufgeklebt, gehören wohl zur Syntypenserie, habe sie jedoch nicht als Paralectotypen bezeichnet, weil zu unvollständig erhalten. Unter der Bodenetikette in der Sammlungslade steckte dann noch ein Panurgus mit Fundortzettel Oran. N e u b e s c h r e i b u n g nach dem Lectotypus, mit Ergänzungen nach frischen Exemplaren aus Tunesien: Fühlergeissel hellocker, auch auf der Oberseite, Scapus braun. Kopf und Thorax schwarz, Tergite rötlich mit horngelben Endteilen, Tergit 1 auf der Basis und Beulen und Tergit 2 seitlich braun; Tibien und Tarsen, Adern und Stigma gelb. Gesicht (Abb. 86) l: b = 1,32: 1,36. Clypeus querüber stark gewölbt, auf der Endhälfte spiegelglatt und stark glänzend, auf der Basis und dem Stirnschildchen mit vereinzelten Punkten 12 - 16 µm, dazwischen glatt. Stirn zerstreut punktiert, 8 - 16 µm / 0,5 - 3,0, Zwischenräume ganz leicht chagriniert, glänzend. Mesonotum (Abb. 88) auf glattem Grund relativ zerstreut punktiert 12 - 16 µm / 1,0 - 2,5. Hypoepimeralfeld ± 16 µ / 0,1 - 2,0 punktiert, im oberen Teil die Zwischenräume chagriniert, im unteren glänzend, ebenfalls Mesopleuren in der oberen Hälfte dicht chagriniert, die Punkte in der Chagrinierung verschwindend; im unteren Drittel auf glattem Grund mit Punkten um ± 16 µ / 0,1 - 3,0 unregelmässig zerstreut punktiert. Propodeum (Abb. 89) länger als das Scutellum erscheinend, überall gerundet. Mittelfeld sehr körnelig fein chagriniert, Seitenfelder noch feiner chagriniert und dadurch glänzender mit vereinzelten, äusserst flachen und unscharfen Punkten. Tergitendteile deutlich von den Scheiben abgesetzt; Tergit 1 auf der Basis dicht quergerieft, auf der Scheibe sehr flach, unscharf eingestochen punktiert 12 - 16 µm / 1,0 - 2,5, auf den Beulen und der Scheibe mitten hinten nahezu punktlos, glatt, Endteil punktlos mit kaum bemerkbarer Chagrinierung, glänzend. Tergit 2 und 3 auf der Scheibe noch flacher und undeutlicher als auf Tergit 1 punktiert, auch die Chagrinierung sehr undeutlich, Punkte in Stärke und Abstände wie auf Tergit 1, gegen das Ende zu, vor allem auf den Beulen punktlos; Endteile nur mit winzigen verstreuten Pünktchen, glatt. Die Behaarung weiss, auf Kopf und Thorax abstehend, auf den Tergiten anliegend: weisse Haare auf dem Gesicht oberhalb der Fühler, Schläfen, Pleuren, Propodeumseiten, Tergit 1 auf der Basis querüber, Tergit 2 - 4 auf der Basis, zum Teil unter dem jeweiligen vorigen Endteil durchschimmernd, auf der Basis querüber und Tergit 4 zusätzlich am Ende dicht behaart. Analfranse goldgelb. 5 mm. N e u b e s c h r e i b u n g: Fühlergeissel hellocker, nur oben ganz leicht braun, Mandibelmitte, Tibien auf Basis und Ende und die Tarsen gelb, Stigma gelb. Gesicht (Abb. 91) l: b = 1,30: 1,18. Clypeus und Stirnschildchen auf glattem Grund sehr fein punktiert, 10 - 12 µm / 0,1 - 1,0. Geisselglied 3 l: b = 0,13: 0,14. Mesonotum (Abb. 93) auf spiegelglattem Grund mässig fein, mitten ziemlich zerstreut punktiert 12 - 20 µm / 1,0 - 4,0, seitlich und vorne die Punkte dichter, 0,1 - 1,5. Hypoepimeralfeld und Mesopleuren auf glattem Grund sehr flach, mässig dicht punktiert, 16 - 22 µm / 1,0 - 2,0, nur mitten ganz leicht chagriniert, glänzend. Propodeum wie beim ziemlich lang, sehr fein körnelig und gleichmässig chagriniert, matt; die Seitenfelder noch feiner chagriniert, dadurch leicht glänzend, mit vereinzelten sehr flachen Punkten. Tergit 1 auf der Basis fein quergerieft mit äusserst flachen, undeutlichen Punkten, matt; auf der Scheibe mitten relativ kräftig punktiert im Verhältnis zur geringen Körpergrösse 12 - 20 µm / 0,5 - 1,5, dazwischen fein chagriniert, die Beulen nahezu punktlos und nur mit Spuren von Chagrinierung, die deutlich niedergedrückten horngelblich aufgehellten Endteile praktisch punktlos, nur mit Spuren von Chagrinierung. Tergit 2 und 3 auf der Scheibe ebenso flach punktiert wie auf Tergit 1, nur die Punktierung gegen das Ende zu zerstreuter, Abstände bis 3,0, hier glatt. Terminalia (Abb. 94 - 99). Hintertarsen von üblicher Länge, zweites Hintertarsenglied l: b = 0,21: 0,13. 5 mm.	de	A. W (2008): Die westpaläarktischen Arten der Gattung Dufourea LEPELETIER 1841 (Insecta: Hymenoptera: Apoidea: Halictidae: Rophitinae) Fünfter Nachtrag. Linzer biologische Beiträge 40 (1): 581-625, DOI: 10.5281/zenodo.5428815
