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CA5553163C1CFFE382B7FAF9FB894FBA.taxon	materials_examined	Holotypus: ♀, Laos c., 70 km NE of Vientiane, Ban Phabat env., N 18 ° 16.1 ', E 103 ° 19.9 ', 150 m, 27. IV. – 1. V. 1997, leg. E. Jendek & O. Šauša (NMPC). Paratypus: 1 ♀, gleiche Beschriftung wie Holotypus (CMB).	de	Balkenohl, Michael W. (2015): Rugiluclivina promineoculata sp. nov., eine auffällige, neue Art aus Laos (Coleoptera, Carabidae, Scaritinae). Contributions to Natural History 29: 1-11, DOI: 10.5169/seals-787077
CA5553163C1CFFE382B7FAF9FB894FBA.taxon	diagnosis	Diagnose	de	Balkenohl, Michael W. (2015): Rugiluclivina promineoculata sp. nov., eine auffällige, neue Art aus Laos (Coleoptera, Carabidae, Scaritinae). Contributions to Natural History 29: 1-11, DOI: 10.5169/seals-787077
CA5553163C1CFFE382B7FAF9FB894FBA.taxon	biology_ecology	GrÖssere, subzylindrische Rugiluclivina - Art. Von allen anderen Vertretern der Gattung hauptsächlich unterschieden durch die stark vorstehenden Augen, den besonders an den Hinterwinkeln flächig überstehenden Seitenrand des Pronotums, die fadenfÖrmigen kürzeren Antennen sowie die doppelte terminale Beborstung des Spornes der mittleren Tibia.	de	Balkenohl, Michael W. (2015): Rugiluclivina promineoculata sp. nov., eine auffällige, neue Art aus Laos (Coleoptera, Carabidae, Scaritinae). Contributions to Natural History 29: 1-11, DOI: 10.5169/seals-787077
CA5553163C1CFFE382B7FAF9FB894FBA.taxon	description	Beschreibung Vermessungen (Holotypus / Paratypus): Länge 9,4 / 9,1 mm, Breite 2,6 / 2,55 mm; Verhältnis Länge / Breite Pronotum 0.93 / 0,93; Verhältnis Länge / Breite Elytren 2,02 / 2,02; Breite des Kopfes 1,65 / 1,57 mm. Färbung: Glänzend. Kopf, Pronotum, Elytren und Unterseite dunkel rÖtlich braun; Mandibel, Palpen und Antennen heller, Apex der Mandibel schwarz. Beine rÖtlich braun wie der KÖrper, Vorderbeine etwas dunkler. Kopf: Ein Drittel schmaler als Pronotum. Clypeus vorn fast gerade, mit sehr flachem Doppelbogen gerandet, lateral zahnartig begrenzt, von der Stirn durch eine deutliche Querfurche getrennt, mit 3 ineinander verlaufenden, undeutlichen, groben Querrunzeln, in der Kehlung des Vorderrandes mit 10 – 12 feineren Längsrunzeln; Flügel des Clypeus nicht gerandet, nicht so weit vorstehend und niedriger als der Vorderrand des Clypeus, vorn fast glatt, hinten fein retikuliert, von Clypeus und Supraantennalplatten durch Einkerbungen deutlich getrennt; Supraantennalplatten gewÖlbt, mit undeutlichen Längsrunzeln, im hinteren Teil mit kleiner V-fÖrmiger Einkerbung, vollständig gerandet, mit relativ breiter Seitenrandkehlung; Scheitel gewÖlbt, mit zentraler Vertiefung, diese von groben, unregelmässigen und meist längs verlaufenden Runzeln umgeben; Clypeus, Stirn und Scheitel von Supraantennalplatten und Genae durch tiefe Längsfurchen getrennt, die vor und hinter der Querfurche divergieren; Halsabschnürung fehlt; Augen vorstehend, fast queroval, Schläfen umschliessen die Augen hinten, runden die Augen hinten ab, so dass diese noch stärker vorstehend erscheinen; Clypeal- und die 2 beidseitigen Supraorbitalborsten kurz und kräftig. Labrum tief bogenfÖrmig ausgerandet, so breit wie Clypeus, die 2 kräftigen Lobi lateral und vorn nach unten gebogen, mit 7 in fast gerader Reihe angeordneten Seten und feiner longitudinaler Retikulation. Mandibel am Aussenrand moderat gebogen, aber in der Mitte fast winkelig, flach, lateral und apikal hochgebogen, ausgehÖhlt wirkend, Apex scharf zugespitzt, rechte Mandibel ohne Mittelzahn, Molares breit; Antenne fadenfÖrmig, relativ kurz, reicht nach hinten bis 3 / 4 der Pronotumlänge, Scapus und Pedicellus mit fein punktierter Reticulation, Scapus mit terminaler Sete, Pedicellus exzentrisch angefügt, Pedicellus und Segment 11 dreimal so lang wie breit, Segmente 3 – 10 doppelt so lang wie breit, zylindrisch, Segmente 3 – 11 dicht pubescent; Paragenae dorsomedial kielfÖrmig; Furche unter dem Auge zur Aufnahme des Scapus 1 / 3 der Augenlänge; Lateralplatten des Mentums stumpf dreieckig, mit breit abgerundeten Spitzen, vollständig gerandet, mit basolateraler Sete, isodiametrisch retikuliert, apikal etwa zu 1 / 3 der Gesamtlänge eingeschnitten, basal mit 2 runden, glatten AuswÖlbungen; zentraler Zahn kräftig, reicht bis zum Niveau der Lateralplatten, apikal beidseitig mit Sete, zugespitzt, aber am Apex verrundet, mit Längskiel; Naht zwischen Mentum und Submentum deutlich, auf HÖhe der Maxillarspalte; Submentum mit 3 breiten, flachen Sulci, beidseitig mit mesialer und lateraler Sete, isodiametrisch retikuliert; Gula glatt, Kehlnähte breit, dorsaler und lateraler Teil des Halses lederartig; Lacinia schlank, apikal scharf hakenfÖrmig nach innen gezähnt; terminales Glied der Maxillarpalpen langgestreckt, beilfÖrmig (Abb. 2 a); terminales Glied der Labialpalpen lang-flaschenfÖrmig, 2. Glied mit 2 Seten (Abb. 2 b); Ligula kurz, apikal trapezfÖrmig, mit 2 getrennt entspringenden Seten (Abb. 2 c). Pronotum: Auffallend gross; Umriss subquadratisch, in Seitenansicht leicht gewÖlbt, fast flach, in Ansicht von vorn deutlich konvex. Maximale Breite im hinteren Drittel, zu den Vorder- und Hinterwinkeln bogig verschmälert; umgeschlagener Seitenrand vollständig, verläuft von den Vorderwinkeln über die Hinterwinkel hinaus bis zur Basis; Furche des Seitenrandes von den Vorderecken über die Hinterecken hinaus breit, mit Querrunzeln, vor der hinteren setentragenden Pore mit Falte, hinter den Hinterecken zunächst breiter, dann zur Basis sehr schmal werdend; Hinterecken verrundet, aber gut markiert; Querfurche der Basis schmal, tief, verbindet sich an der Basis mit der Mittellinie. Vordere setentragende Pore liegt in Kehlung des Seitenrandes, die hintere etwas vom Seitenrand abgerückt; Vorderecken verrundet, deutlich vorstehend; vordere transversale Linie tief, von moderater Breite; Mittellinie relativ scharf abgegrenzt, von mittlerer Breite, reicht vorn etwas über das Niveau der transversalen Linie, zur Basis tiefer werdend; ganze Oberfläche fein retikuliert, basal deutlicher, basal beidseitig mit unregelmässiger Längsfurche, diese mit einigen Punkten, lateral mit groben, mehr oder weniger regelmässigen Querfurchen und - runzeln, die in diejenigen der Seitenrandkehle übergehen, einige Längsrunzeln hinter der vorderen Querfurche. Elytren: Langgestreckt, parallel, im apikalen Drittel gleichmässig gerundet; basale Hälfte abgeflacht (in Seitenansicht), im Querschnitt subzylindrisch; Basis in Aufsicht konkav, steil und fast kantig zum Pedunculus abfallend, der feine, aber deutliche Basalrand endet vor dem Pedunculus. Schulter deutlich, aber verrundet, etwas eingezogen, ohne Schulterzahn; umgeschlagener Seitenrand über die gesamte Länge fein crenuliert, Seitenrandfurche von mittlerer Breite, ohne apikale Querfalte; die Reihe setentragender Tuberkel in der Seitenrandfurche vollständig, lateral dazu verläuft nach der Schulterbiegung beginnend in der Seitenrandfurche eine 2. Reihe undeutlicher Punkte; alle 7 Streifen tief, vollständig, aus verbundenen Punkten gebildet, 1. – 4. Streifen frei an der Basis beginnend, 1. und 2., 3. und 4., 5. und 6. Streifen vereinigen sich apikal, Striole klein, sehr undeutlich; Intervalle gewÖlbt, WÖlbung basal und apikal stärker, 8. Streifen in der Schulterbiegung und apikal jeweils mehr als 1 / 3 der Länge des Elytrons gekielt, 7. Streifen apikal gekielt; Intervall 7 an der Basis verkürzt, 3. Intervall mit 4 grossen, setentragenden Punkten am 3. Streifen inseriert, Abstand zwischen den ersten 2 Punkten grÖsser als der Abstand zwischen den anderen, Seten kurz, aufrecht stehend; basaler setentragender Tuberkel an der Basis des 1. Streifens gross; 3. Intervall mit kleinem, kielfÖrmigem Tuberkel an der Basis; Oberfläche der Intervalle mit einigen feinen Querrunzeln, basaler, lateraler und apikaler Teil der Elytren fein retikuliert. Flügel: Vollständig entwickelt. Unterseite: Seitenrand des Pronotums flach überstehend, an den Hinterwinkeln flächig verbreitert; Proepisternum punktiert und mit isodiametrischer Retikulation, lateral mit feinen Furchen; Episternum mit isodiametrischer Retikulation, zwischen den Procoxen doppelt gekielt und dazwischen gefurcht. Abdominalsternite mit Querfurche (Ventralstrigae), isodiametrisch retikuliert, 3. – 5. Sternit beidseitig mit paralateraler Borste; letztes sichtbares Sternit beidseitig mit weit voneinander getrennt stehendem lateralen Borstenpaar, die Retikulation mit Punkten durchmischt, apikal längsgerunzelt. Beine: Profemur anterioventral gerandet, Rand apikal mit flügelartiger Erweiterung (Zahnung), vollständig quergerunzelt, mit feiner Retikulation, mit 3 Borsten. Vordere Tibia dorsal mit vollständiger Längsfurche, fein retikuliert; mit kräftigem, ventral gebogenem, apikalen Sporn, lateral mit 3 kräftigen, ventral gebogenen Zähnen, daran jeweils eine abgewinkelte Borste, der bewegliche Endsporn apikal fast hakenfÖrmig, Putzscharte am terminalen Ende des Borstensaumes ventral mit langer, schwertfÖrmiger Borste und dorsal mit fadenfÖrmiger, gewundener Borste; Protarsus länger als die 4 folgenden Tarsomeren zusammen, apikal stark verbreitert, dorsal in der apikalen Hälfte lateral und mesial mit Reihe von jeweils 3 Borsten, Tarsomeren 2 – 4 kurz, breit, fast herzfÖrmig. Mesotibia mit abstehendem Sporn, an dem apikal 2 Seten aus einer Pore entspringen, Sporn so lang wie Breite der Tibia, oberhalb des Spornes mit sägeartig angeordneten Tuberkeln; Innenseite mit wenigen Borsten im apikalen Drittel, nicht behaart; Trochanter des Hinterbeins fast so lang wie die halbe Femurlänge. ♂ Genitalien: Unbekannt. ♀ Genitalien: Coxostylus (Abb. 3): Stark sklerotisiert, schmal, lang, basales Drittel moderat verbreitert, im apikalen Drittel verschmälert, Apex verrundet, mit 2 starken, fadenfÖrmigen Borstenpaaren im mittleren Teil und einer weiteren Borste laterobasal. Verbreitung: Die Art ist bisher nur vom Locus typicus in Laos bekannt. Intraspezifische Variabilität. Neben den unter ' Vermessungen' angegebenen Unterschieden ist beim Paratypus die Färbung insgesamt etwas dunkler, und der Vorderrand des Clypeus ist beidseitig etwas stärker ausgerandet. Folgende Merkmale sind in ihrer Ausprägung unterschiedlich stark entwickelt: Runzeln auf Clypeus, Stirn, Scheitel und Pronotum; Crenulierung des Seitenrandes der Elytren; Punkte im Bereich der beidseitigen Furche an der Basis des Pronotums. Ausserdem vereinigt sich beim Holotypus der Kiel des 8. Intervalls an der Basis mit dem Seitenrand. Da bei anderen ClivininiArten Unterschiede in der Beschaffenheit der Oberfläche des letzten sichtbaren Sternites beobachtet werden kÖnnen, sollten die Angaben für männliche Exemplare überprüft werden.	de	Balkenohl, Michael W. (2015): Rugiluclivina promineoculata sp. nov., eine auffällige, neue Art aus Laos (Coleoptera, Carabidae, Scaritinae). Contributions to Natural History 29: 1-11, DOI: 10.5169/seals-787077
CA5553163C1CFFE382B7FAF9FB894FBA.taxon	etymology	Derivatio nominis: Der Name ist abgeleitet von den auffällig vorstehenden Augen.	de	Balkenohl, Michael W. (2015): Rugiluclivina promineoculata sp. nov., eine auffällige, neue Art aus Laos (Coleoptera, Carabidae, Scaritinae). Contributions to Natural History 29: 1-11, DOI: 10.5169/seals-787077
CA5553163C1CFFE382B7FAF9FB894FBA.taxon	discussion	Verwandtschaftliche Beziehungen Auf den ersten Blick hat die subzylindrische Art Ähnlichkeit mit Vertretern der Gattung Pseudoclivina KULT, 1947 oder einigen Clivina - Arten (z. B. Clivina sagittaria BATES, 1892, C. rugosofemoralis BALKENOHL, 1999, oder einigen von Lesne (1896) beschriebenen Clivina - Arten). Zunächst wurde die ZugehÖrigkeit zu Rugiluclivina hinterfragt, weil die neue Art auf dem Kopf – anstelle der üblichen zahlreichen feinen Längskiele – grobe Längsrunzeln trägt. Vergleiche machten jedoch deutlich, dass Längskiele und - runzeln auf Stirn, Scheitel und Clypeus unter den Clivinini weit verbreitet sind und selbst intragenerisch mehr oder weniger stark variieren. Diesem Merkmal ist offenbar hoher art- aber wenig gattungsspezifischer Wert zuzuordnen. Die neue Art teilt folgende Merkmale mit den 5 bereits bekannten Arten der Gattung: Länge der Furche unter dem Auge zur Aufnahme des Scapus, Form der terminalen Glieder der Labial- und Maxillarpalpen, das tief ausgerandete und mit kräftigen lateralen Lobi versehene Labrum, die lateral und apikal nach dorsal gebogenen Mandibeln, der fehlende Mittelzahn der Mandibel und die breiten Molares, die steil zum Pedunculus abfallende konkave Elytrenbasis, der fein crenulierte Seitenrand der Elytren, die 2. Reihe setentragender Punkte im Seitenrand der Elytren, 1. – 4. Streifen der Elytren frei an der Basis endend, die Abstände der 4 Seten im 3. Intervall der Elytren, die Form des Spornes der mittleren Tibia sowie die ausgeprägte, relativ geschlossene Bedeckung der Oberfläche mit Retikulation. Diese Merkmale bzw. Merkmalskombinationen werden von den anderen Gattungen nicht geteilt. Evidenzen für die ZugehÖrigkeit zur Gattung Rugiluclivina ergeben sich ferner aus der Morphologie des Coxostylus. Im Gegensatz zum Aedeagus wurde bisher den Coxostyli der Clivinini diagnostisch leider weniger Beachtung geschenkt, obwohl auch hier deutliche Artunterschiede festgestellt werden kÖnnen, z. B. in den Gattungen Trilophidius JEANNEL, 1957 und Trilophus ANDREWES, 1927 (Balkenohl 1999 b, 2001). GrÖssere Unterschiede sind jedoch zwischen den Gattungen feststellbar. Die neue Art zeigt die gleichen Grundmerkmale wie die anderen 5 Vertreter der Gattung, ist aber in der Form der Styli deutlich unterschiedlich zu anderen Gattungen wie z. B. Clivina LATREILLE, 1802, Coryza PUTZEYS, 1866, Thliboclivina KULT, 1959, Trilophus ANDREWES, 1927 oder Trilophidius JEANNEL, 1957. Lediglich Cameroniola BAEHR, 1999 offenbart gewisse Grundähnlichkeiten. Inwieweit sich aus diesen Beobachtungen Hinweise oder Rückschlüsse zur GattungszugehÖrigkeit anderer unter Clivina aufgeführter Arten ergeben, werden künftige Untersuchungen zeigen müssen. Die neue Art zeigt bestimmungstechnisch einige Annäherungen zu Rugiluclivina rugicollis BALKENOHL, 1996, ähnelt jedoch in den meisten Merkmalen viel mehr R. reticulata BALKENOHL, 1996, mit der sie wohl auch näher verwandt zu sein scheint.	de	Balkenohl, Michael W. (2015): Rugiluclivina promineoculata sp. nov., eine auffällige, neue Art aus Laos (Coleoptera, Carabidae, Scaritinae). Contributions to Natural History 29: 1-11, DOI: 10.5169/seals-787077
