taxonID	type	description	language	source
367598CE6E39800E6AD684ECDD03D924.taxon	vernacular_names	Stumpffruechtiger Wasserstern	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Callitrichaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
367598CE6E39800E6AD684ECDD03D924.taxon	description	Unterscheidet sich von C. palustris (Nr. 1) durch folgende Merkmale: Schild der Haare aus meist 8 Zellen; Frucht 1,5 - 2 mm lang, 1,2 - 1,7 mm breit, mit 4 stumpfen, gerundeten Kanten (kein Kiel und kein Fluegel); Pollen ellipsoidisch, oft mit gekruemmter Laengsachse (bei den andern Arten rundlich bis polyedrisch). - Bluete: Sommer bis Herbst. Zytologische Angaben. 2 n = 10: Material aus Holland (Schotsman 1954), aus England (Jones 1955, Savidge 1960, Schotsman 1961 a), aus Portugal (Schotsman 1961 Schotsman 1961 a), aus Korsika, der obern Donau und des obern Rheins (Schotsman 1961 a). Unterschiede in der Morphologie der Chromosomen verschiedener Provenienzen (Schotsman 1961 a). Standort. Kollin. Fliessende, warme, naehrstoffarme Gewaesser. Helosciadietum Br. - Bl. 1931. Verbreitung. Mediterran-westeuropaeische Pflanze: Nordwaerts bis England, Holland, Rheingebiet, obere Donau und Isar; ostwaerts bis Griechenland; Nordafrika. - Im Gebiet: Um den Genfersee, Wallis (1 Fundort ohne weitere Angabe von Schotsman 1954), Oberrheinische Tiefebene.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Callitrichaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
2FE893D93708274EEF1096863EE8066C.taxon	vernacular_names	Fruehlings- Wasserstern, Sumpf-Wasserstern	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Callitrichaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
2FE893D93708274EEF1096863EE8066C.taxon	description	Ausdauernd oder 1 jaehrig, vollstaendig untergetaucht oder Schwimmblattrosetten bildend oder als Landform im Schlamm kriechend, bis 40 cm lang, Unterste der untergetauchten Blaetter bandfoermig, bis 3 cm lang und bis 1,5 mm breit, an der Spitze ausgerandet, 1 nervig; obere Blaetter mit ovaler, allmaehlich in den Stiel verschmaelerter Spreite, 3 nervig, in der Form zu den an normal entwickelten Pflanzen zur Zeit der Fruchtreife stets vorhandenen, rosettenartig angeordneten, spatelfoermigen (bis 2 cm langen, bis 4 mm breiten) Schwimmblaettern ueberleitend. An Landformen alle Blaetter wie die Schwimmblaetter ausgebildet. Schild der Haare aus ca. 15 radiaer angeordneten Zellen (bei C. hamulata 12 - 18 Zellen, bei allen andern Arten meist 8 Zellen). ♂ und ♀ Blueten bei Wasserformen oft in derselben Blattachsel. Staubfaden bis 5 mm lang; Staubbeutel bei Wasserformen oft unvollstaendig ausgebildet, bei Landformen stets das ganze Staubblatt rudimentaer (Pflanze trotzdem reich fruchtend, Fortpflanzung apomiktisch [Schotsman 1958]). Reife Frucht deutlich laenger als breit, 1 mm lang und 0,8 mm breit, nach dem Grunde verschmaelert, gegen die Narben hin auf den 4 Kanten gekielt und bis 0,1 mm breit gefluegelt; Narben an Wasserformen 2 - 8 mm lang, abstehend, an Landformen rudimentaer. Bei unsern andern Arten ist nichts ueber eine unterschiedliche Ausbildung der Fortpflanzungsorgane zwischen Land- und Wasserformen bekannt. - Bluete: Sommer bis Herbst. Zytologische Angaben. 2 n = 20: Material aus Daenemark (Joergensen 1923), aus Holland (Schotsman 1954), aus England (Savidge 1960), aus Island (Loeve und Loeve 1956 b), aus Groenland (Joergensen et al. 1958), aus Kamtschatka (Sokolovskaya 1963). Standort. Montan, subalpin und alpin, selten kollin. Flache, zeitweise austrocknende Tuempel. Callitricho-Sparganietum Br. - Bl. 1919. Verbreitung. Eurosibirisch-nordamerikanische Pflanze: Nordwaerts bis Groenland, arktisches Eurasien; suedwaerts bis Alpes Maritimes, Suedalpen (isoliert auf Korsika), Griechenland, Kaukasus, Himalaja, Juennan, Formosa; in Nordamerika von den arktischen Gebieten suedwaerts bis Kalifornien, Colorado, Virginien. - Im Gebiet in den ganzen Alpen verbreitet (auch in den tieferen Taelern), Jura, Vogesen, Schwarzwald; sonst selten.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Callitrichaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
ED9DA46479D9C09BE38BB13E9C0840AB.taxon	vernacular_names	Vielgestaltiger Wasserstern	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Callitrichaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
ED9DA46479D9C09BE38BB13E9C0840AB.taxon	description	Unterscheidet sich durch folgende Merkmale von C. palustris (Nr. 1): Blaetter der Schwimmblattrosetten rundlich oder breit oval (wie bei C. stagnalis Nr. 3); Schild der Haare aus meist 8 Zellen; Frucht rund, im Durchmesser 1 - 1,5 mm, mit scharfen Kanten, jedoch Kanten ohne Fluegel (Unterschied zur kleinfruechtigen Sippe von C. stagnalis Nr. 3). - Bluete; Sommer und Herbst. Zytologische Angaben. 2 n = 10: Material aus England (Savidge 1960 Savidge 1960 a), aus Neuenburg (Les Verrieres), aus dem Nordosten der Schweiz, aus Bayern und aus Jugoslawien (Schotsman 1961 b), von 18 Fundorten in Polen (Skalinska et al. 1969). 2 n = 12: Material aus Skandinavien (Loeve und Loeve 1942 a). Standort. Kollin, montan, selten subalpin. Stehende oder langsam fliessende, meist naehrstoffarme Gewaesser. Laichkrautgesellschaften. Verbreitung. Eurosibirische Pflanze: Nordwaerts in Skandinavien bis 70 ° NB; suedwaerts bis ins Mediterrangebiet (?), ostwaerts bis Zentralasien. - Im Gebiet verbreitet, in den tieferen Lagen des Nordostens die haeufigste Art.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Callitrichaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
81D9ED52A336AB56B7138CBD88DBE731.taxon	vernacular_names	Teich-Wasserstern	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Callitrichaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
81D9ED52A336AB56B7138CBD88DBE731.taxon	description	Unterscheidet sich durch folgende Merkmale von C. palustris (Nr. 1): Blaetter der Schwimmblattrosetten oval bis rundlich; Schild der Haare aus meist 8 Zellen; Frucht rund, Durchmesser 1,5 bis 2 mm (vgl. Bemerkungen), ringsum mit scharfen Kanten, die bis 0,1 mm breit gefluegelt sind. - Bluete: Sommer bis Herbst. Zytologische Angaben. 2 n = 10: Material aus Daenemark (Joergensen 1923), aus Holland (Schotsman 1954), aus England (Jones 1955), aus Island (Loeve und Loeve 1956 b), aus Portugal, Deutschland, Frankreich (Bretagne Vogesen), Schweiz (Bonfol im Berner Jura) (Schotsman 1961 a), aus Polen (Skalinska et al. 1969), aus Neuseeland und Australien (Mason 1959, Beuzenberg und Hair 1963). 2 n = 20: Material aus Daenemark (Joergensen 1925), aus Holland (Schotsman 1954), aus England (Savidge 1960 Savidge 1960 a), aus England, Belgien, Deutschland, Vogesen, Neuenburg (Biaufond, Thiellekanal) (Schotsman 1961 b). Die Sippe mit 2 n = 20 wird der kleinfruechtigen Sippe C. platycarpa zugeordnet (vgl. Bemerkungen). Standort. Kollin, selten montan. Fliessende, naehrstoffreiche, kalkarme, beschattete Gewaesser. Besonders im Sparganio- Ranunculetum fluitantis W. Koch 1926. Verbreitung. Eurasiatische Pflanze: Nordwaerts bis zum Polarkreis, suedwaerts bis in die Gebirge der Tropen (Abessinien, Kilimandscharo, Kenia, Madagaskar, Ceylon [Samuelsson 1925]). - Im Gebiet verbreitet, nicht haeufig. Bemerkungen. Von Schotsman (1958) wird von C. stagnalis (Fruchtdurchmesser 1,75 - 2 mm, Staubbeutellaenge 2 mm, - dicke 0,5 mm) C. platycarpa Kuetzing (Fruchtdurchmesser 1,5 - 1,75 mm, Staubbeutellaenge 4 mm, - dicke 1 mm) als Art abgetrennt; andere Merkmale, wie Breite der Fluegel an der Frucht und die Blattformen, lassen keine eindeutige Unterscheidung der beiden Arten zu (vgl. Schotsman 1961 b 1967). Bereits Samuelsson (1925) hat sich mit den Sippen verschiedener Fruchtgroessen auseinandergesetzt und hat C. platycarpa mangels weiterer sicherer Unterscheidungsmerkmale nur den Rang einer Varietaet zuerkannt. Samuelsson und Schotsman haben die Herbarien der ETH revidiert und im Gebiet beide Sippen vorgefunden. Da von Schotsman auch kleinfruechtige Sippen zu C. stagnalis gestellt wurden und eine klare Trennung der Sippen nach den Fruchtmerkmalen an unserem Material kaum moeglich erscheint, und auch eine Trennung nach Schwimmblattformen (bei C. stagnalis rundlich, bei C. platycarpa oval) unklar ist, verzichten wir auf eine Aufspaltung von C. stagnalis in 2 Arten. Die kleinfruechtige (Fruchtdurchmesser 1,5 - 1,75 mm) Sippe ist in Europa weit verbreitet und ist im Gebiet wahrscheinlich viel haeufiger als die grossfruechtige (Durchmesser 1,75 - 2 mm) Sippe. Die beiden Sippen sind durch die Chromosomenzahl getrennt; die grossfruechtige Sippe ist diploid (2 n = 10), die kleinfruechtige Sippe tetraploid (2 n = 20). Vergleicht man die Merkmalsdiagramme von Savidge (1960 a), die sich auf Populationsstudien gruenden, so erscheint die Annahme dieses Autors, C. platycarpa sei ein allotetraploider Bastard zwischen den beiden diploiden Arten C. cophocarpa und Z. stagnalis als wahrscheinlich. Die unregelmaessige Form der Pollenkoerner von C. platycarpa laesst eine apomiktische Fortpflanzung dieser Sippe vermuten.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Callitrichaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
BD84A09A1BBB150F65F4B86A260071A2.taxon	vernacular_names	Waesserstern	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Callitrichaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
BD84A09A1BBB150F65F4B86A260071A2.taxon	description	Einzige Gattung in der Familie der Callitrichaceae; die Gattungsmerkmale sind deshalb in der Familiendiagnose enthalten. Die Gattung Callitriche umfasst etwa 40 Arten, die in den vegetativen Merkmalen zum Teil sehr polymorph sind; sie ist ueber die ganze Erde verbreitet (auch Groenland und Antarktis). In Europa kommen 8 Arten vor. Monogra phische Darstellung der Gattung Callitriche als Band 1, Flore de France, von Schotsman (1967); behandelt alle unsere Arten, viele Abbildungen (wichtigste Arbeit fuer unser Gebiet!). Chromosomengrundzahlen sind n = 3 in der Sektion Pseudocallitriche (Blueten ohne Vorblaetter; keine Arten im Gebiet) und n = 5 in der Sektion Eucallitriche (Yorblaetter vorhanden; alle unsere Arten). Apomiktische Fortpflanzung kommt bei C. palustris vor (Schotsman 1958) und ist bei C. platycarpa (s. unter C. stagnalis) zu vermuten, da die Pollenkoerner unregelmaessig geformt sind. Die aus dem Gebiet mehrfach angegebene C. hermaphroditica Juslen (C. autumnalis auct.) ist im noerdlichen Eurasien und Amerika verbreitet und kommt im Gebiet nicht vor. Merkmale: Blueten ohne Vorblaetter (unsere Arten haben alle 2 Vorblaetter), vollstaendig untergetaucht, mit bandfoermigen Blaettern. Die Bestaeubung der Blueten findet meist ueber der Wasserlinie durch den Wind statt. Ueber die Befruchtung unter Wasser bei C. hamulata, C. pedunculata und C. hermaphroditica berichtet Schotsman (1958 Schotsman (1961 b): Narben und Staubblaetter benachbarter Blueten neigen zusammen, die durchsichtige Wand des Staubbeutels reisst auf, die Pollenkoerner keimen, ohne den Staubbeutel zu verlassen, und die Pollenschlaeuche dringen in die Narben ein. (Aehnliche Bestaeubungsvorgaenge sind bei Najas bekannt). Damit bei den Landformen dieser Arten Bestaeubung stattfinden kann, sind Regen- oder Tautropfen notwendig. Unsere Verbreitungsangaben stuetzen sich auf Veroeffentlichungen und die Revisionen des Herbars der ETH durch Samuelsson (1925) und Schotsman (1954 1958 1961 1961 a 1961 b 1967); andere Literatur wurde wenig benuetzt, weil aus der Gattung Callitriche besonders viele unrichtige Bestimmungen bekanntgeworden sind. Untersuchungsmaterial Alle Spezialisten stellen uebereinstimmend fest, dass fuer die Bestimmung der Callitriche arten reife Fruechte notwendig sind. Andere Merkmale sind nur ausnahmsweise von Bedeutung: so spezielle Form der Pollenkoerner bei C. obtusangula und die unregelmaessig verschiedene Form der Pollenkoerner bei C. platycarpa (s. unter C. stagnalis).	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Callitrichaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
6F73CD587D5DC29CC84580551CBCF746.taxon	vernacular_names	Gebogener Wasserstern	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Callitrichaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
6F73CD587D5DC29CC84580551CBCF746.taxon	description	Unterscheidet sich von C. palustris (Nr. 1) durch folgende Merkmale: Untergetaucht und ohne Schwimmblattrosetten, meist nur bandfoermige, gelegentlich auch schmal ovale, nach dem Grunde allmaehlich verschmaelerte Blaetter vorhanden (Landformen mit spatelfoermigen Blaettern sind selten); Schild der Haare aus 12 - 18 radiaer angeordneten Zellen; Frucht rund, im Durchmesser ca. 1 mm, ringsum mit scharfen Kanten, jedoch nicht gefluegelt, meist sitzend (s. Bemerkungen); Narben vom Grunde an zurueckgebogen und ueberall der Frucht + / - anliegend (bei allen andern Arten Narben mindestens am Grunde vorwaerts gerichtet!). - Bluete: Sommer. Zytologische Angaben. 2 n = 38: Material aus Daenemark (Joergensen 1925), aus England, Holland, Vogesen, Neuenburg (Biaufond) (Schotsman 1954 Schotsman 1961 Schotsman 1961 b), aus England (Jones 1955, Savidge 1960), aus Island (Loeve und Loeve 1956 b), aus Polen (Skalinska et al. 1969). 2 n = 40: Material aus Island (Loeve und Loeve 1956 b). Standort. Kollin und montan, selten subalpin. Fliessende oder stehende, naehrstoffarme und meist kalkarme Gewaesser. Callitricho-Ranunculetum fluitantis W. Koch 1926. Verbreitung. Westeuropaeisch-groenlaendische Pflanze: Suedwaerts bis Suedfrankreich, Sizilien, Jugoslawien, Ungarn; ostwaerts bis Suedpolen; nordwaerts bis Island, Nordskandinavien (ca. 70 ° NB), Koenigsberg; West- und Suedkueste von Groenland. Verbreitungskarte von Hulten (1958). - Im Gebiet: Dep. Jura, Gegend von Genf (verschwunden?), Waadt (Chatel-St-Denis), Neuenburg (Biaufond), Wyl bei Basel, Vogesen, Oberrheinische Tiefebene, Schwarzwald (Rothaus, Haeusern, Grafenhausen, Hoehenschwand, im Wiesental bei Steinen), Klettgau (in der Wutach bei Oberlauchingen), St. Gallen (Graeppelensee), in der Eulach bei Winterthur, Vierwaldstaettersee (Brunnen), Wallis (Lac de Morgins), St. Moritz-Bad, Lago Maggiore und Magadinoebene (vgl. Bemerkungen), Bergamasker Alpen (verbreitet nach Rodegher und Venanzi 1894). Bemerkungen. E. Oberholzer hat im Lago Maggiore bei Tenero (Material im Herbar ETH) eine reichlich fruchtende Callitriche art in 50 - 100 cm Wassertiefe gesammelt (6.8.1931), die er als C. hamulata bezeichnete und die 1961 von Schotsman als moeglicherweise C. pedunculata DC. angeschrieben wurde. C. pedunculata besitzt im Gegensatz zu unsern Callitriche arten meist gestielte Fruechte (Stiel bis 0,4 mm lang, am Material von Oberholzer 0,2 mm lang), doch sind nach Schotsman (1961) auch Wasserformen von C. pedunculata mit sitzenden Fruechten bekannt; solches Material liegt im Herbar der ETH aus der Umgebung von Genf (Compesieres) und ist von SCHOTSMAN als fragliche C. pedunculata bezeichnet worden. Anderseits gibt es nach der gleichen Autorin Landformen von C. hamulata, bei denen die Fruechte auch gestielt sind; so scheinen die beiden Arten nach den aeussern Merkmalen vorlaeufig nicht unterscheidbar. Nach Schotsman (1961) besitzt C. pedunculata die Chromosomenzahl 2 n = 28 (mehrfache Zaehlungen an Material aus Portugal). Loeve und Loeve (1956 b) zaehlten an Material aus Island 2 n = 20: da C. pedunculata wahrscheinlich eine mediterran-atlantische Verbreitung besitzt, ist es fraglich, ob die Autoren aus Island C. pedunculata untersucht haben. Am Alpensuedfuss sollte auf C. pedunculata geachtet werden. Zytologische Untersuchungen sind notwendig.	de	Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias, Hirzel, Rosmarie (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Callitrichaceae. Birkhaeuser Verlag, ISBN: 3-7643-0527-4, DOI: 10.5281/zenodo.292251, URL: https://doi.org/10.5281/zenodo.292251
