Taraxacum pedrottii Soest,
Webbia 21: 626 (1966) –
Abb. 7 D.
Italien, Südtirol: Ortler-Gruppe, Sulden, Rosimtal, auf 2500 m s.m., entlang eines Baches, zahlreich, 26.7.2008, leg. Uhlemann (Hb. Uhlemann). — Ultental, St. Gertraud, Langsee, Verlandungszone, 2300 m s.m., 20.8. 1999, leg. Uhlemann (Hb. Uhlemann).
Diese Art zeichnet sich durch schwach gelappte Blätter mit kurzen, dreieckigen Seitenlappen, grüne, kaum geflügelte Blattstiele, sehr schmale (ca. 1,5 mm breite), aufrechte, unberandete, hellgrüne äußere Involukralblätter und gelbe Griffeläste aus.
Taraxacum pedrottii wurde aus dem Nationalpark Stilfser Joch in Südtirol beschrieben und ist bislang ausschließlich aus diesem Gebiet bekannt. Ökologisch weicht die Art von anderen Alpina -Arten dadurch ab, dass sie bislang stets an nassen Standorten (Bach- und Seeränder) gefunden wurde und sich insofern eher wie ein Vertreter der Sektionen Fontana oder Palustria verhält. Nichtsdestoweniger weisen vor allem die Merkmale der Frucht und der äußeren Involukralblätter auf die Sektion Alpina .