Taraxacum atricapillum Sonck,

Memoranda Soc. Fauna Fl. Fennica 59: 4 (1983) –

Abb. 10 D.

Österreich, Kärnten: Pörtschach am Wörther See, Uferstraße, Haus Nr. 13 (ca. 0,4 km östl. der Autobahnauffahrt nach Villach), Wiese im Hausgarten, 7. 4. 2007, leg. Uhlemann (Hb. DR, WU). Taraxacum atricapillum zeichnet sich durch schwarzgrüne Hüllen und schmale, unberandete, zurückgerichtete äußere Involukralblätter, dünne, nahezu ungeflügelte, rosafarbene Blattstiele und etwa waagerecht abstehende, kurze, dreieckige Blattseitenlappen aus.

Diese aus Finnland beschriebene Art hat eine weite Verbreitung in Mittel- und Nordeuropa.

Verschiedene mitteleuropäische Arten, die auch bis in die boreale Zone ausstrahlen, und schwarzgrüne Hüllen, kleine Blütenkörbe, schwarze oder dunkelgraugrüne Griffel- äste sowie große, oft wenig ausdifferenzierte Blattendlappen aufweisen (z. B. T. atricapillum, T. debrayi, T. melanostigma, T. praecox, T. subsaxenii) werden von verschiedenen Autoren (z.B. KIRSCHNER & al. 2007–2009) der Sektion Borea Sahlin in Richards (1985) zugeordnet. Diese Zuordnung ist aber sehr umstritten. Nach meiner Auffassung (UHLEMANN 2002) sollten die genannten mitteleuropäischen Arten der T. melanostigma - Gruppe als eigene Serie (ser. Melanostigma) innerhalb der Sektion Ruderalia positioniert werden, zumal sehr enge Beziehungen zur T. oblongatum -Gruppe (ser. Oblongata) existieren.