Linaria alpina subsp. petraea (Jord.) Rouy

Jura-Leinkraut

Unterart ISFS: 239000 Checklist: 1026940 Plantaginaceae Linaria Linaria alpina (L.) Mill. Linaria alpina subsp. petraea (Jord.) Rouy

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Vom Grund an bogig aufsteigend. Zipfel der Oberlippe 2-3mal so hoch wie breit. Sporn dünn-zylindrisch, nicht abgeflacht. Samendurchmesser 2,5- 3 mm.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Kalkschutt / subalpin-alpin / M (Napf), J ( nördlich bis Weissensteinkette), GR (?)

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Jurassisch-alpin

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 2 + 52-52 + 4.c.2n=12

Status

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 3 - Hoch Erhalten/ Fördern Gefährdungen Sukzession, Verbuschung, Beschattung Herbizide Zerstörung des Lebensraums (touristische Erschliessung, Strassen, Elektrizitätswirtschaft) Fehlende Dynamik am Lac de Joux und Lac Brenet, die Tiefwasserstände kommen zu selten vor Kleine isolierte Vorkommen

Ökologie

Lebensform Krautiger Chamaephyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

3.3.1.5 - Trockenwarme Kalkschuttflur (Stipion calamagrostis)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl F--Lichtzahl L--Salzzeichen--
Reaktionszahl R--Temperaturzahl T--
Nährstoffzahl N--Kontinentalitätszahl K--

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Linaria alpina subsp. petraea (Jord.) Rouy

Volksname Deutscher Name: Jura-Leinkraut Nom français: Linaire du Jura

Nome italiano: --

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Linaria alpina subsp. petraea (Jord.) RouyChecklist 2017239000
=Linaria alpina subsp. petraea (Jord.) RouyFlora Helvetica 20011762
=Linaria alpina subsp. petraea (Jord.) RouyFlora Helvetica 20121666
=Linaria alpina subsp. petraea (Jord.) RouyFlora Helvetica 20181666
=Linaria alpina subsp. petraea (Jord.) RouyIndex synonymique 1996239000
=Linaria alpina subsp. petraea (Jord.) RouySISF/ISFS 2239000

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Ja

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2b(iii,v)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)potenziell gefährdet (Near Threatened)B2b(iii,v)
Mittelland (MP)regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
Alpennordflanke (NA)verletzlich (Vulnerable)D2
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung3 - Hoch
Überwachung Bestände2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
NEVollständig geschützt(01.08.2013)
SOVollständig geschützt(23.02.1972)
Schweiz--
VDVollständig geschützt(02.03.2005)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Sukzession, Verbuschung, Beschattung An einzelnen Fundstellen lokal entbuschen oder auslichten Herbizide Entlang der Eisenbahnlinie im Vallée de Joux nicht oder nur wenig und gezielt Herbizide einsetzen Zerstörung des Lebensraums (touristische Erschliessung, Strassen, Elektrizitätswirtschaft) Priorität für die Erhaltung des Lebensraums und der Art bei neuen Bauprojekten Keine weiteren Erschliessungen an den Fundorten Elektrizitätswirtschaft am Lac de Joux nicht ausbauen Fehlende Dynamik am Lac de Joux und Lac Brenet, die Tiefwasserstände kommen zu selten vor Mindestens alle 2-3 Jahre im Sommer Wasserstände unter 1003.8 m über mehrere Wochen zulassen Kleine isolierte Vorkommen Schutz aller Fundstellen (Mikroreservate) Kartierung der noch unbestätigten Vorkommen durchführen Information und Sensibilisierung von Besitzern und Verwaltern Initiierung von Ex-situ-Vermehrungsarbeiten mit dem Ziel der Wiederansiedlung oder Stärkung von Populationen Ex situ Material Close In-situ Massnahmen Close Mehr Informationen Merkblatt Artenschutz