Veronica prostrata subsp. scheereri J.-P. Brandt

Scheerers Niederliegender Ehrenpreis

Unterart ISFS: 443100 Checklist: 1049430 Plantaginaceae Veronica Veronica prostrata L. Veronica prostrata subsp. scheereri J.-P. Brandt

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Nur wenige Stängel . Blätter lanzettlich bis lineal, ganzrandig oder mit wenigen Zähnen, unterseits +/- kahl. Blütenstand etwas locker, kugelig bis eiförmig . Blüten blau, Durchmesser 7-14 mm.

Standort und Verbreitung in der Schweiz JN (JU, BA, SO)

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Mitteleuropäisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 1 + 42-444.c-h.2n=32

Status

Status IUCN: Stark gefährdet

Nationale Priorität: 2 - Hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 2 - Mittel Erhalten/ Fördern Gefährdungen Verlust von offenen Magerweiden durch aufkommende Gehölze, Brombeeren (inkl. R. armeniacus) und Adlerfarn (Pteridium aquilinum) Ungeeignete Beweidung der Magerrasen (v.a. zu spät, zu schwach und zu kurz), ungenügende Weidepflege Fehlen von sehr nährstoffarmen Böden in (sommer-)trockenwarmen Lagen

Ökologie

Lebensform Krautiger Chamaephyt, Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.2.2 - Mitteleuropäischer Trockenrasen (Xerobromion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl FtrockenLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Tkollin ( Laubmischwälder mit Eichen)
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Veronica prostrata subsp. scheereri J.-P. Brandt

Volksname Deutscher Name: Scheerers Niederliegender Ehrenpreis Nom français: Véronique de Scheerer

Nome italiano: --

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Veronica prostrata subsp. scheereri J.-P. BrandtChecklist 2017443100
=Veronica prostrata subsp. scheereri J.-P. BrandtFlora Helvetica 20011780
=Veronica prostrata subsp. scheereri J.-P. BrandtFlora Helvetica 20121680
=Veronica prostrata subsp. scheereri J.-P. BrandtFlora Helvetica 20181680
=Veronica prostrata subsp. scheereri J.-P. BrandtIndex synonymique 1996443100
=Veronica prostrata subsp. scheereri J.-P. BrandtSISF/ISFS 2443100
=Welten & Sutter 19821496

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Stark gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2ab(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)stark gefährdet (Endangered)B2ab(iii)
Mittelland (MP)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)C2a(i)
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität2 - Hohe nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung2 - Mittel
Überwachung Bestände2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft:Z - Zielartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Verlust von offenen Magerweiden durch aufkommende Gehölze, Brombeeren (inkl. R. armeniacus) und Adlerfarn (Pteridium aquilinum) Verhindern von Aufkommen von Adlerfarn und Brombeeren (gute Weidpflege, nicht erst im Winter, weil dann von geringer Wirkung) Ungeeignete Beweidung der Magerrasen (v.a. zu spät, zu schwach und zu kurz), ungenügende Weidepflege Extensive Beweidung (Weide muss kurz in den Winter gehen und darf nicht zu spät bestoßen werden, da die Zielart sonst durch niedergetrampeltes Gras benachteiligt wird) Fehlen von sehr nährstoffarmen Böden in (sommer-)trockenwarmen Lagen Fördern von sehr nährstoffarmen Magerwiesen in (sommer-)trockenwarmen Lagen, v.a. auf Sand, Kies, Kalkgestein, durch Oberbodenabtrag In-situ Massnahmen Close