Veronica dillenii Crantz

Dillenius' Ehrenpreis

Art ISFS: 441500 Checklist: 1049250 Plantaginaceae Veronica Veronica dillenii Crantz

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie V. arvensis, aber bis 40 cm hoch, oben dicht drüsig-zottig, die mittleren Blätter fiederteilig, jederseits mit 1-3 Abschnitten (nur an kleinen Exemplaren ungeteilt), dicklich. Blüten blau, Durchmesser 4-7 mm, Frucht recht- oder stumpfwinklig ausgerandet. Griffel 1-2 mm lang, die Ausrandung deutlich überragend .

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 4-6

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Trockenrasen, Felsensteppen, Äcker / kollin-subalpin / VS, GR (Engadin, Münstertal)

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Osteuropäisch-westasiatisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 121-43 + 5.t.2n=16

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Konkurrenz, dichte Vegetation Zerstörung des Lebensraums(Ausdehnung von Weinberg und bebauten Flächen, Verschwinden von kalksteinarmem Brachland, Herbizid-Behandlung) Kleine Vorkommen Zerstörung des Lebensraums (Ausdehnung von Weinberg und bebauten Flächen, Verschwinden von kalksteinarmem Brachland, Herbizid-Behandlung)

Ökologie

Lebensform Therophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.1.3 - Wärmeliebende Silikatfels-Pionierflur (Sedo-Veronicion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fsehr trockenLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rsauer (pH 3.5-6.5)Temperaturzahl Tunter-montan und ober-kollin
Nährstoffzahl Nsehr nährstoffarmKontinentalitätszahl Kkontinental (sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, sehr grosse Temperaturschwankungen, kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Veronica dillenii Crantz

Volksname Deutscher Name: Dillenius' Ehrenpreis Nom français: Véronique de Dillenius Nome italiano: Veronica di Dillenius

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Veronica dillenii CrantzChecklist 2017441500
=Veronica dillenii CrantzFlora Helvetica 20011800
=Veronica dillenii CrantzFlora Helvetica 20121700
=Veronica dillenii CrantzFlora Helvetica 20181700
=Veronica dillenii CrantzIndex synonymique 1996441500
=Veronica dillenii CrantzLandolt 19772626
=Veronica dillenii CrantzLandolt 19912133
=Veronica dillenii CrantzSISF/ISFS 2441500
=Veronica dillenii CrantzWelten & Sutter 19821510

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: A3c

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)stark gefährdet (Endangered)A3c
Westliche Zentralalpen (WA)verletzlich (Vulnerable)A3c

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Konkurrenz, dichte Vegetation Einschränkung der Einfluss und Verbreitung konkurrierender Arten (Sedum spurium) im Lebensraum Auslichtung der Gehölze Freistellung der Felsen Zerstörung des Lebensraums(Ausdehnung von Weinberg und bebauten Flächen, Verschwinden von kalksteinarmem Brachland, Herbizid-Behandlung) Schutz des Lebensraum (Mikroreservate, Verbot des Herbizideinsatzes in Sekundärbiotopen wie Bahngleis, sandig Acker) Kleine Vorkommen Ex-situ Vermehrung von indigenem Material (Samen) und Wiederansiedlung an ursprünglichen (oder potentiellen) Fundstellen, Verstärkung bestehender Populationen Zerstörung des Lebensraums (Ausdehnung von Weinberg und bebauten Flächen, Verschwinden von kalksteinarmem Brachland, Herbizid-Behandlung) Schutz des Lebensraums (Mikroreservate, Verbot des Herbizideinsatzes in Sekundärbiotopen wie Bahngleis, sandig Acker) Ex situ Material Close