Salix glabra Scop.

Kahle Weide

Art ISFS: 364400 Checklist: 1040770 Salicaceae Salix Salix glabra Scop.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie S. hastata, aber auch die jüngsten Zweige vollständig kahl, alle Blätter auf beiden Seiten kahl, oberseits dunkelgrün und lackartig glänzend, unterseits mit blaugrünem Wachsbelag, Tragblätter kahl oder nur zerstreut behaart.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Geröllhalden, Hochstaudenfluren, auf Kalk und Dolomit / montan-subalpin / Südliches TI (Val Colla)

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Ostalpin

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 3w + 53-42 + 3.n.2n=38,76,114

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 2 - Mittel Erhalten/ Fördern Gefährdungen Abholzung zur Freihaltung von Weiden (Denti della Vecchia) Zerstörung des Lebensraums (anthropogene Aktivität) Wasserstandregulierung (Entnahme und Stauanlage) Kleine, isolierte Vorkommen

Ökologie

Lebensform Nanophanerophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

5.3.8 - Gebirgs-Weidengebüsch (Salicenion waldsteinianae)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig feucht; Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)Lichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rbasisch (pH 6.5->8.5)Temperaturzahl Tunter-subalpin und ober-montan
Nährstoffzahl Nmässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Salix glabra Scop.

Volksname Deutscher Name: Kahle Weide Nom français: Saule glabre Nome italiano: Salice glabro

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Salix glabra Scop.Checklist 2017364400
=Salix glabra Scop.Flora Helvetica 2001584
=Salix glabra Scop.Flora Helvetica 2012762
=Salix glabra Scop.Flora Helvetica 2018762
=Salix glabra Scop.Index synonymique 1996364400
=Salix glabra Scop.Landolt 1977803
=Salix glabra Scop.Landolt 1991706
=Salix glabra Scop.SISF/ISFS 2364400
=Salix glabra Scop.Welten & Sutter 1982107

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: D2

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)verletzlich (Vulnerable)D2
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung2 - Mittel
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
SGTeilweise geschützt ( Blütezeit)(01.10.2017)
Schweiz--

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Abholzung zur Freihaltung von Weiden (Denti della Vecchia) Landwirt für die Art sensibilisieren Da das regelmässige Entbuschen für andere Arten wichtig ist, entsteht im Vorkommensgebiet ein Interessenkonflikt. Gute Balance zwischen offenen Flächen und Salix glabra Bestaenden finden Zerstörung des Lebensraums (anthropogene Aktivität) Schutz aller Fundstellen (Mikroreservate) Vermeidung von Störungen des Lebensraums Wasserstandregulierung (Entnahme und Stauanlage) Verbot hydrologischer Entwicklungen in der Nähe bestehender Fundstellen Natürliches Wasserregime erhalten Kleine, isolierte Vorkommen Regelmäßige Bestandeskontrollen Sensibilisierung von Wanderern