Salix laggeri Wimm.

Flaum-Weide

Art ISFS: 364900 Checklist: 1040820 Salicaceae Salix Salix laggeri Wimm.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 1-2(-3) m hoher Strauch. Auch 1-2 jährige Zweige noch kraus behaart, unter der Rinde ohne Längsrippen, Blätter breit-lanzettlich bis oval, 4-15 cm lang, die ersten dicht flaumig, die späteren oberseits verkahlend, dunkelgrün, unterseits grau- bis blaugrün, hell und weich behaart, Rand oft nach unten gebogen. Nebenblätter bis 0,5 cm lang oder fehlend. Blüten erscheinen mit den Blättern . Weibliche Kätzchen bis 25 mm lang und 9 mm dick. Frucht seidig behaart.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Kalkarme Schotter an Bach- und Seeufern / subalpin / A

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Mittelalpin

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 3 + w + 22-323.n.2n=76

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 2 - Hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 3 - Hoch Erhalten/ Fördern Gefährdungen Zerstörung des Lebensraums (anthropogene Aktivität) Wasserstandregulierung (Entnahme und Stauanlage) Kleine, isolierte Vorkommen

Ökologie

Lebensform Nanophanerophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

5.3.8 - Gebirgs-Weidengebüsch (Salicenion waldsteinianae)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Ffeucht; Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)Lichtzahl LhalbschattigSalzzeichen--
Reaktionszahl Rsauer (pH 3.5-6.5)Temperaturzahl Tsubalpin ( Fichtenwälder ohne Buchen bis zur Obergrenze der Fichte)
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse2 - Schwerpunktlebensraum
Ruhiges Wasser2 - Schwerpunktlebensraum
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Salix laggeri Wimm.

Volksname Deutscher Name: Flaum-Weide, Weissfilzige Weide, Laggers Weide Nom français: Saule de Lagger Nome italiano: Salice di Lagger

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Salix laggeri Wimm.Checklist 2017364900
=Salix laggeri Wimm.Flora Helvetica 2001595
=Salix laggeri Wimm.Flora Helvetica 2012753
=Salix laggeri Wimm.Flora Helvetica 2018753
=Salix laggeri Wimm.Index synonymique 1996364900
=Salix laggeri Wimm.SISF/ISFS 2364900
=Salix laggeri Wimm.Welten & Sutter 1982109

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)
Alpensüdflanke (SA)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)
Östliche Zentralalpen (EA)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)
Westliche Zentralalpen (WA)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität2 - Hohe nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung3 - Hoch
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
URTeilweise geschützt ( Blütezeit)(01.07.2009)
VDVollständig geschützt(02.03.2005)
Schweiz--
TIVollständig geschützt(23.01.2013)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Zerstörung des Lebensraums (anthropogene Aktivität) Schutz aller Fundstellen (Mikroreservate) Vermeidung von Störungen des Lebensraums Wasserstandregulierung (Entnahme und Stauanlage) Verbot hydrologischer Entwicklungen in der Nähe bestehender Fundstellen Natürliches Wasserregime erhalten Kleine, isolierte Vorkommen Regelmäßige Bestandeskontrollen Sensibilisierung von Wanderern