Dianthus deltoides L.

Heide-Nelke

Art ISFS: 135900 Checklist: 1015170 Caryophyllaceae Dianthus Dianthus deltoides L.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 10-30 cm hoch, oben meist verzweigt, fein flaumhaarig, mit sterilen Trieben. Blätter schmal-lanzettlich, nur 1-2 (-3) cm lang. Blüten einzeln oder zu 2-3 am Ende der Zweige, purpurn, mit weissen Punkten und dunkler Ringzeichnung. Kronblätter vorn unregelmässig gezähnt . Kelchröhre 12-17 mm lang. Kelchschuppen oval, mit kurzer Granne, 1/3-1/2 so lang wie der Kelch.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Trockenrasen, Waldränder, Weiden / kollin-montan(-subalpin) / GR, sonst vereinzelt

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Eurosibirisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 2 + w23-434.c.2n=30

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Isolierte Vorkommen Ungeeignete Pflege (zu frühe und zu häufige Mahd) Vermischung mit Pflanzen unbekannter Herkunft Verlust des Lebensraums (Aufgabe der traditionellen Nutzung) Eutrophierung ( Düngung)

Ökologie

Lebensform Krautiger Chamaephyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

5.4.1 - Subatlantische Zwergstrauchheide (Ginsterheide) (Calluno-Genistion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Ffrisch; Feuchtigkeit mässig wechselnd ( ± 1-2 Stufen)Lichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rsauer (pH 3.5-6.5)Temperaturzahl Tmontan ( Wälder mit Buche, Weisstanne, in den Zentralalpen mit Waldföhre)
Nährstoffzahl Nmässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Dianthus deltoides L.

Volksname Deutscher Name: Heide-Nelke Nom français: Oeillet à delta Nome italiano: Garofano minore

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Dianthus deltoides L.Checklist 2017135900
=Dianthus deltoides L.Flora Helvetica 2001411
=Dianthus deltoides L.Flora Helvetica 20121263
=Dianthus deltoides L.Flora Helvetica 20181263
=Dianthus deltoides L.Index synonymique 1996135900
=Dianthus deltoides L.Landolt 1977991
=Dianthus deltoides L.Landolt 1991862
=Dianthus deltoides L.SISF/ISFS 2135900
=Dianthus deltoides L.Welten & Sutter 1982340

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: A4c; B2ab(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)ungenügende Datengrundlage (Data Deficient)
Mittelland (MP)stark gefährdet (Endangered)A3c
Alpennordflanke (NA)stark gefährdet (Endangered)A4c; B2ab(iii)
Alpensüdflanke (SA)nicht anwendbar (Not Applicable)
Östliche Zentralalpen (EA)verletzlich (Vulnerable)A4c; B2ab(iii)
Westliche Zentralalpen (WA)nicht anwendbar (Not Applicable)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
AGVollständig geschützt(01.01.2010)
NETeilweise geschützt(01.08.2013)
SHVollständig geschützt(06.03.1979)
Schweiz--
TGVollständig geschützt(01.01.2018)
ZHVollständig geschützt(03.12.1964)

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft:L - Leitartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Isolierte Vorkommen Schutz der Fundstellen Regelmässige Bestandeskontrollen (Monitoring) Ungeeignete Pflege (zu frühe und zu häufige Mahd) Vorsichtigere, späte, weniger bodennahe Mahd an den Fundstellen Mähen nach dem Absamen Sensibilisierung der Wegrandpfleger Vermischung mit Pflanzen unbekannter Herkunft Herkunft der Populationen überprüfen und dokumentieren (genetische wissenschaftliche Arbeit, auch Herbariumsexemplare in die Analysen einbeziehen) Schutz natürlicher indigener Populationen als Priorität Vermischung mit angepflanzten Individuen vermeiden Eingeführte Individuen unbekannter Herkunft kontrollieren Verlust des Lebensraums (Aufgabe der traditionellen Nutzung) Förderung und Erhaltung der extensiven Nutzung Eutrophierung ( Düngung) Vermeidung der Eutrophierung ( Mähprodukt entfernen, Verzicht auf Düngung)