Silene noctiflora L.

Acker-Waldnelke

Art ISFS: 396000 Checklist: 1044010 Caryophyllaceae Silene Silene noctiflora L.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie S. dioica, aber nicht über 50 cm hoch, ohne grundständige Blattrosetten, Stängel oben drüsig-klebrig, Blüten zwittrig, gelblich- oder rötlich-weiss, wohlriechend, am Abend und in der Nacht geöffnet, Kronblätter 25-30 mm lang, tief 2teilig. Griffel 3. Kelch 18-24 mm lang, weisslich, 10nervig. Kapsel mit 6 Zähnen öffnend .

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-9

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Äcker, Schuttplätze / kollin-montan(-subalpin) / CH

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Europäisch-westasiatisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 244-444.t.2n=24

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Ungeeignete Landwirtschaft (das Fehlen von regelmässigem Pflügen, nicht geeignete Unkrautbekämpfung, etc.) Herbizide Eutrophierung ( Düngung)

Ökologie

Lebensform Therophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

8.2.1.2 - Kalkreiche Getreideäcker (Caucalidion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig trockenLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Tkollin ( Laubmischwälder mit Eichen)
Nährstoffzahl NnährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Silene noctiflora L.

Volksname Deutscher Name: Acker-Waldnelke, Nacht-Waldnelke Nom français: Silene de nuit Nome italiano: Silene aprentesi di notte

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Silene noctiflora L.Checklist 2017396000
=Silene noctiflora L.Flora Helvetica 2001416
=Silene noctiflora L.Flora Helvetica 20121243
=Silene noctiflora L.Flora Helvetica 20181243
=Silene noctiflora L.Index synonymique 1996396000
=Silene noctiflora L.Landolt 1977956
=Silene noctiflora L.Landolt 1991832
=Silene noctiflora L.SISF/ISFS 2396000
=Silene noctiflora L.Welten & Sutter 1982319

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Archeophyt: vor der Entdeckung von Amerika in der Region aufgetreten (vor 1500)

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2b(iii)c(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)verletzlich (Vulnerable)B2b(iii)c(iii)
Mittelland (MP)verletzlich (Vulnerable)B2b(iii)c(iii)
Alpennordflanke (NA)stark gefährdet (Endangered)C2b
Alpensüdflanke (SA)stark gefährdet (Endangered)B2b(iii)c(iii)
Östliche Zentralalpen (EA)stark gefährdet (Endangered)B2b(iii)c(iii)
Westliche Zentralalpen (WA)verletzlich (Vulnerable)B2b(iii)c(iii)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
GEVollständig geschützt(25.07.2007)
NWVollständig geschützt(29.11.2005)
Schweiz--
TGVollständig geschützt(01.01.2018)
VDVollständig geschützt(02.03.2005)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Ungeeignete Landwirtschaft (das Fehlen von regelmässigem Pflügen, nicht geeignete Unkrautbekämpfung, etc.) " Biodiversitätsförderflächen " Verträge mit den BewirtschafterInnen für die traditionelle Nutzung mit Pflug abschließen (Die Entschädigung der Landwirte kompenisert den erhöhten Arbeitsaufwandes und entschädigt den Minderertrag) Getreidebetonte Fruchtfolge (min. 50% Getreide) Mechanische Unkrautbekämpfung nur vor dem Auflaufen der Kultur Herbizide Kein Herbizideinsatz (punktuelle Ausnahmen bei starker Verunkrautung) Eutrophierung ( Düngung) Reduzierte Düngung, d.h. maximal 1/3 der Normdüngung Vollständiger Verzicht auf Düngung auf mindestens 10% der Fläche Ex situ Material Close In-situ Massnahmen Close Mehr Informationen Emwelt.lu, portail de l'environnement: Plans d'actions espèces S. Schneider, 2017: Konzeption zum Schutz gefährdeter Ackerwildkräuter in Luxemburg, Maßnahmen zum Erhalt - Vortrag auf dem Workshop Schutz der gefährdeten Ackerflora und -fauna, Bertrange. Organisiert von SICONA & Partnern S. Meyer et al, 2013: Ackerwildkrautschutz - Eine Bibliographie - BfN Skripten 351 C. Felten, 2009: Plan d'action Consolida regalis et Silene noctiflora