Moenchia mantica (L.) Bartl.

Verona-Weissmiere

Art ISFS: 263200 Checklist: 1029420 Caryophyllaceae Moenchia Moenchia mantica (L.) Bartl.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 10-30 cm hoch, meist unverzweigt, blaugrün, kahl. Blätter schmal-lanzettlich, sitzend, bis 3 cm lang. Blüten in lockerem Blütenstand, lang gestielt, 5 zählig . Kronblätter weiss, ungeteilt und ganzrandig, 1,5-2mal so lang wie die Kelchblätter . Diese 6-10 mm lang, mit breitem Hautrand. Kapsel wenig kürzer als der Kelch, mit 10 Zähnen sich öffnend .

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 5-6

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Feuchte Wiesen / kollin(-montan) / TI (Riviera), GR (Misox), SG (Sargans)

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Ostmediterran

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 333-352.t.2n=38

Status

Status IUCN: Stark gefährdet

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Ungeeignete Bewirtschaftung (Herbizide, Intensivierung der Landwirtschaft) Entwässerung der Talfettwiesen

Ökologie

Lebensform Therophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.5.1 - Talfettwiesen (Fromentalwiese) (Arrhenatherion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig feuchtLichtzahl LhalbschattigSalzzeichen--
Reaktionszahl Rschwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)Temperaturzahl Tsehr warm-kollin (nur an wärmsten Stellen, Hauptverbreitung in Südeuropa)
Nährstoffzahl Nmässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Moenchia mantica (L.) Bartl.

Volksname Deutscher Name: Verona-Weissmiere Nom français: Moenchie de Vérone Nome italiano: Peverina di Mantico

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Moenchia mantica (L.) Bartl.Checklist 2017263200
=Moenchia mantica (L.) Bartl.Flora Helvetica 2001358
=Moenchia mantica (L.) Bartl.Flora Helvetica 20121199
=Moenchia mantica (L.) Bartl.Flora Helvetica 20181199
=Moenchia mantica (L.) Bartl.Index synonymique 1996263200
=Moenchia mantica (L.) Bartl.Landolt 19771032
=Moenchia mantica (L.) Bartl.Landolt 1991896
=Moenchia mantica (L.) Bartl.SISF/ISFS 2263200
=Moenchia mantica (L.) Bartl.Welten & Sutter 1982281

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Stark gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
Alpennordflanke (NA)regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
Alpensüdflanke (SA)stark gefährdet (Endangered)C2a(i)
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
TIVollständig geschützt(23.01.2013)
Schweiz--

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft:Z - Zielartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Ungeeignete Bewirtschaftung (Herbizide, Intensivierung der Landwirtschaft) Förderung der traditionellen Bewirtschaftung (extensive Nutzung, wenig Dünger) Maximal zwei Mähen pro Jahr tolerieren (ein drittes Mähen ist bereits verhängnisvoll) Entwässerung der Talfettwiesen Verbot der Entwässerung von Talfettwiesen, insbesondere auf dem Mittelland Ex situ Material Close