Sparganium emersum Rehmann

Einfacher Igelkolben

Art ISFS: 403000 Checklist: 1044880 Typhaceae Sparganium Sparganium emersum Rehmann

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie S. erectum, aber kaum über 80 cm hoch, nie verzweigt, Blätter nur 3-12 mm breit, manchmal schlaff und flutend. Untere Blätter an der Basis mit vielen gitterartigen Quernerven (im Durchlicht, nur bei dieser S.- Art). Weibliche Köpfe auf einem mit dem Stängel +/- verwachsenen Stiel, dieser daher oberhalb der Hochblattachseln abzweigend. Reife Früchte mit dem Schnabel 5-8 mm lang.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Seichte, z.T. im Sommer austrocknende Gewässer / kollin-montan / M, J, seltener A

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Eurasiatisch-nordamerikanisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 5vfw34-43 + 3.a-g.2n=30

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Zerstörung des Lebensraums (Grabenunterhalt, Wasserlaufkorrektion, mechanische Beschädigungen) Beschattung Eutrophierung Wasserverschmutzung

Ökologie

Lebensform Hydrophyt, Geophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

1.2.1 - Brachsmen- und Barbenregion (Epipotamon) (Ranunculion fluitantis)
1.2.2 - Äschenregion (Hyporhithron) (Fontinalidion antipyreticae)
2.1.2.1 - Stillwasser-Röhricht (Phragmition)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl F--Lichtzahl L--Salzzeichen--
Reaktionszahl R--Temperaturzahl T--
Nährstoffzahl N--Kontinentalitätszahl K--

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse2 - Schwerpunktlebensraum
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Sparganium emersum Rehmann

Volksname Deutscher Name: Einfacher Igelkolben Nom français: Rubanier émergé Nome italiano: Coltellaccio a fusto semplice

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Sparganium emersum RehmannChecklist 2017403000
=Sparganium emersum RehmannFlora Helvetica 20012822
=Sparganium emersum RehmannFlora Helvetica 20122590
=Sparganium emersum RehmannFlora Helvetica 20182590
=Sparganium emersum RehmannIndex synonymique 1996403000
=Sparganium emersum RehmannSISF/ISFS 2403000
=Sparganium emersum RehmannWelten & Sutter 19822377

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2ab(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)verletzlich (Vulnerable)B2ab(ii-iv)
Mittelland (MP)verletzlich (Vulnerable)B2ab(iii)
Alpennordflanke (NA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)B2ab(ii-iv)
Alpensüdflanke (SA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)C2a(i)
Östliche Zentralalpen (EA)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
Westliche Zentralalpen (WA)regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
AGVollständig geschützt(01.01.2010)
TGVollständig geschützt(01.01.2018)
TIVollständig geschützt(23.01.2013)
Schweiz--
VDVollständig geschützt(02.03.2005)
GEVollständig geschützt(25.07.2007)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Zerstörung des Lebensraums (Grabenunterhalt, Wasserlaufkorrektion, mechanische Beschädigungen) Grabenunterhalt schonend und in Fundbereichen nur Abschnittsweide durchführen Zugang zu Booten verbieten Berücksichtigung des Lebensraums und seiner wichtigen Funktionen bei neuen Projekten mit Gewässerkorrekturen Beschattung Auslichten, keine zu starke Beschattung zulassen Eutrophierung Vermeidung der Einleitung überdüngter Drainagewässer (Landwirtschaft) Wasserverschmutzung Maßnahmen gegen Wasserverschmutzung weiterführen