Rosa elliptica Tausch

Duft-Rose

Art ISFS: 348500 Checklist: 1038690 Rosaceae Rosa Rosa rubiginosa aggr. Rosa elliptica Tausch

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Die meisten Teilblätter am Grund keilförmig verschmälert . Blütenstiele kurz und kahl. Blüten intensiv rosa oder blassrosa. Griffel dicht behaart. Diskus flach bis konkav. Kelchblätter nach dem Blühen aufgerichtet, bleibend. Frucht meist kahl.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Gebüsche, Steinhaufen / kollin-montan(-subalpin) / A zerstreut (besonders VS, BO), vereinzelt ZH und SO

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Europäisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 243-43 + 4.n-z.2n=35

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Mangelhafter Jungwuchs Ungeeignete Pflege von Weiden (Rodung) Entfernen von Hecken Ungeeignete Heckenpflege Verwaldung durch die Auflassung von Trockenweiden Verlust gestufter Waldränder (scharfe Nutzungsgrenzen zwischen Wald und Grünland) Konkurrenz ( konkurrenzkräftige Sträucher oder Stauden)

Ökologie

Lebensform Nanophanerophyt, Verholzter Chamaephyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

5.3.2 - Trockenwarmes Gebüsch (Berberidion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig trockenLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Tunter-montan und ober-kollin
Nährstoffzahl Nmässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Rosa elliptica Tausch

Volksname Deutscher Name: Duft-Rose, Ovalblättrige Rose Nom français: Rosier à feuilles elliptiques Nome italiano: Rosa a foglie ellittiche

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Rosa elliptica TauschChecklist 2017348500
=Rosa elliptica TauschFlora Helvetica 20011004
=Rosa elliptica TauschFlora Helvetica 2012380
=Rosa elliptica TauschFlora Helvetica 2018380
=Rosa elliptica TauschIndex synonymique 1996348500
=Rosa elliptica TauschLandolt 19771628
=Rosa elliptica TauschLandolt 19911365
=Rosa elliptica TauschSISF/ISFS 2348500
=Rosa elliptica TauschWelten & Sutter 1982696

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)ungenügende Datengrundlage (Data Deficient)
Mittelland (MP)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)
Alpennordflanke (NA)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)
Alpensüdflanke (SA)regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
Östliche Zentralalpen (EA)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)
Westliche Zentralalpen (WA)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
SHVollständig geschützt(06.03.1979)
VDVollständig geschützt(02.03.2005)
Schweiz--
TIVollständig geschützt(23.01.2013)

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele für die Waldbewirtschaftung:Z - Zielartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Mangelhafter Jungwuchs Durch gezielte Pflege vorhandene Wurzeltriebe vor Konkurrenz schützen Ex-situ Vermehrung von indigenen Rosenstöcke und gezielte Wiederansiedlung von robusten Jungpflanzen an Waldrändern oder in Weiden Ungeeignete Pflege von Weiden (Rodung) Vertrag mit Bewirtschafter mit Verpflichtung die Rosenstöcke stehen zu lassen Nur von Experten vorweg bezeichnete Rosenstöcke dürfen entfernt werden Prämien anbieten, um geeignete Rosen zu pflanzen Entfernen von Hecken Hecken mit Rosenstöcken unter Schutz stellen Vertrag anbieten bzw. Aufwertung zu einer Biodiversitätsförderfläche ( Qualitätsstufe 2) aufwerten Prämien anbieten, um geeignete Rosen zu pflanzen. Ungeeignete Heckenpflege Hecken selektiv pflegen Rosenstöcke von der Pflege ausnehmen oder nur wenig zurückschneiden Verwaldung durch die Auflassung von Trockenweiden Vertrag anbieten, um Weidenutzung wieder aufzunehmen Verlust gestufter Waldränder (scharfe Nutzungsgrenzen zwischen Wald und Grünland) Entlang des Waldrandes 3 m breiter Gebüschstreifen zulassen Verhandlung mit Waldbesitzer, evtl. Prämien anbieten Konkurrenz ( konkurrenzkräftige Sträucher oder Stauden) Hecken- oder Waldrandpflege zur Förderung der Zielart Zurückschneiden oder Entfernen anderer Sträucher oder Stauden Fördern von offenen Bodenstellen zur Samenkeimung