Rosa gallica L.

Essig-Rose

Art ISFS: 348600 Checklist: 1038710 Rosaceae Rosa Rosa gallica L.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 0,2- 1 m hoher, Kolonien bildender Strauch mit bis 6 mm langen, sichelförmigen Stacheln nebst geraden Nadelstacheln, Stachelborsten und Stieldrüsen . Blätter oft 5 zählig, mit lederigen, breit-ovalen Teilblättern, unterseits graugrün, etwas flaumig. Blüten meist einzeln auf langen Stielen, rosa- bis purpurrot, Durchmesser 5-7 cm. Kelchblätter zurückgebogen, wie die Blütenstiele und die kugelige Frucht mit Drüsen und Stachelborsten.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Hecken, lichte Laubwälder / kollin-montan / GE, SH, ZH, südliches TI

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Südeuropäisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 2 + w42-34 + 4.n.2n=21,28

Status

Status IUCN: Stark gefährdet

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Waldsukzession, zu starker Kronenschluss, unangepasster Waldbau Konkurrenzvegetation Kleine, isolierte Population Entfernen der Rosenstöcke an Wegrändern, in Weinbergen oder Hecken (z.B. bei Flurbereinigungen) Mangelhafter Jungwuchs Ungeeignete Struktur der Waldränder

Ökologie

Lebensform Nanophanerophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

5.1.1 - Trockenwarmer Krautsaum ( Geranion sanguinei)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Ffrisch; Feuchtigkeit mässig wechselnd ( ± 1-2 Stufen)Lichtzahl LhalbschattigSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Twarm-kollin
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Rosa gallica L.

Volksname Deutscher Name: Essig-Rose Nom français: Rosier de France Nome italiano: Rosa serpeggiante

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Rosa gallica L.Checklist 2017348600
=Rosa gallica L.Flora Helvetica 20011009
=Rosa gallica L.Flora Helvetica 2012385
=Rosa gallica L.Flora Helvetica 2018385
=Rosa gallica L.Index synonymique 1996348600
=Rosa gallica L.Landolt 19771621
=Rosa gallica L.Landolt 19911357
=Rosa gallica L.SISF/ISFS 2348600
=Rosa gallica L.Welten & Sutter 1982680

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Stark gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)stark gefährdet (Endangered)C2a(i)
Mittelland (MP)stark gefährdet (Endangered)C2a(i)
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)stark gefährdet (Endangered)C2a(i)
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
GEVollständig geschützt(25.07.2007)
Schweiz--
SHVollständig geschützt(06.03.1979)

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft:Z - Zielartweitere Informationen
Umweltziele für die Waldbewirtschaftung:Z - Zielartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Waldsukzession, zu starker Kronenschluss, unangepasster Waldbau Bei den im Wald vorkommenden Populationen ist auf anhaltende sehr lichte Verhältnisse zu achten Forstleute sollten über Vorkommen informiert sein und die Stöcke bei Waldarbeiten schonen Zulassen oder Fördern von lichten, beweideten Nieder- und Mittelwälder im ehemaligen Verbreitungsgebiet auf geeigneten Böden Konkurrenzvegetation Entfernen von Konkurrenzvegetation Kleine, isolierte Population Ex-situ Vermehrung von indigenem Material und Wiederansiedlung an ursprünglichen (oder potentiellen) Fundstellen (in Hecken, an Wald- und Wegrändern, so, dass die Isolation vorhandener Populationen vermindert wird und der genetische Austausch verbessert wird) Nur gesicherte Wildarten verwenden Entfernen der Rosenstöcke an Wegrändern, in Weinbergen oder Hecken (z.B. bei Flurbereinigungen) Kartierung bekannter Vorkommen und schützen der bekannten Stöcke (Mikroreservate) Falls dies bei Flurbereinigungen nicht möglich ist: Ersatzmassnahmen mit Versetzen der Stöcke an geeignete Standorte Mangelhafter Jungwuchs Durch gezielte Pflege vorhandene Wurzeltriebe vor Konkurrenz schützen Ungeeignete Struktur der Waldränder Bei Vorkommen (oder Wiederansiedlungen) auf gestufte Waldränder achten Die Rosenstöcke brauchen viel Sonne und zeitweilig austrocknende, kalkreiche Böden Entlang des Waldrandes 3 m breiter Gebüschstreifen zulassen Rund um vorhandene Populationen gezielt auslichten Wo nötig Verhandlung mit Waldbesitzer führen, evtl. Prämien anbieten Fördern von Säumen entlang von Trockenwiesen, die nur alle 3 bis 5 Jahre gemäht werden Ex situ Material Close In-situ Massnahmen Close Mehr Informationen A. Keel, 2004: Aktionsplan Rosa gallica Fachstelle Naturschutz Kt. Zürich & Topos, 2020: Anleitung zur Kultivierung Rosa gallica