Allosuctobelba grandis Paoli, 1908

Bestimmung nach FORSSLUND (1941:386), Strenzke (1951b:149),SELLNlCK (1960:111), WOAS (1986:91)

Länge 425-470 µm, Länge:Breite 1,80-1,90 (7 Ex.)

Belegmaterial: Stadtwald Ettlingen, Moderbuchenwald, Bodenstreu, H-Schicht, 1/1978, 3 Ex., LNK A 0349; F-Schicht, IV/1978, 2 Ex., LNK A 0348 .

Diskussion

Woas (1986) führt A. grandis zusammen mit Suctobelba centroamericana Woas, 1986 als Artengruppe von Suctobelba, die die Gattung Allosuctobelba Moritz, 1970 ebenso einschließt wie Suctobelbella Jacot, 1937. Neueren Ergebnissen zufolge läßt sich jedoch Allosuctobelba möglicherweise als selbständige Gattung halten. Deshalb wird hier vorläufig der mittlerweile gebräuchlichere Gattungsname Allosuctobelba für die Art grandis beibehalten.

Unsere Tiere aus der Bodenstreu entsprechen weitgehend der Unterart europaea (Willmann, 1933), wie sie Forsslund (1941) beschrieben hat, wobei als wichtigstes Merkmal festzuhalten ist, " daß die Mittelpartie des Propod. über seine ganze Fläche mit Knötchen dicht besetzt ist"; ebenso wie das schwedische Tier weisen unsere Exemplare nur 2 Rostralzähne auf, die manchmal sogar noch reduziert sind. Der Knötchenbesatz ist bei dem von Woas (1986:86) gezeichneten Exemplar spärlicher und entspricht damit eher der Hauptart; dieses Exemplar stammt aus einem Moospolster in unserer Versuchsfläche und ist mit 470 µm auch das größte . Wir halten insgesamt die Unterart europaea für fraglich und ordnen unsere Tiere sämtlich der Hauptart zu.