Damaeus (Paradamaeus) clavipes (Hermann, 1804)

Bestimmung nach KULCZYNSKI (1902:21), BULANOVA-ZACHVATKINA (1957:1173), SELLNICK (1960:107),

Länge 860-1000 µm, Länge:Breite 1,35-1,55 (9 Ex.)

Belegmaterial: Stadtwald Ettlingen, Moderbuchenwald, Bodenstreu, F-Schicht, XI/1979, 1 Ex., LNK A 0302; VI & XII/1982, 2 Ex., LNK A 0305 .

Diskussion

Die Zuordnung unserer Tiere zu dieser Art ist unsicher. Dies liegt vor allem daran, daß die Beschreibungen der Damaeus-Arten im weiteren Sinne, also unter Einbeziehung aller neuen Gattungen und Untergattungen, bis heute unzulänglich sind. Vor einer grundlegenden Revision dieses Gattungskomplexes ist eine sichere Bestimmung der Arten kaum möglich . Wir belassen es deshalb auch bei der Untergliederung der Gattung in Untergattungen durch Bulanova-Zachvatkina (1957), obwohl sich diese Untergliederung auf sehr wenige, meist singulare Merkmale stützt, die fraglich erscheinen lassen, ob man damit natürliche Verwandtschaftsgruppen fassen kann.

Nach Sellnick (1960) kommt man bei unseren Tieren in jedem Fall zur Gruppe D. verticillipes, D. riparius, D. clavipes und D. onustus . Nimmt man zunächst die Körpergröße als Merkmal, dann scheidet D. onustus (= geniculatus) aus. Gegen D. verticillipes spricht die Anordnung der Beinborsten, gegen D. riparius spricht die Anordnung der Notogasterhaare, deren mediane Reihen bei letzter Art caudad konvergieren und deren vordere beide Borstenpaare nach vorne, die übrigen nach hinten gebogen sind. Zur Abbildung von " Oribata clavipes " bei Kulczynski (1902) besteht zumindest kein Widerspruch.