Astragalus exscapus L.

Stängelloser Tragant

Art ISFS: 53800 Checklist: 1005860 Fabaceae Astragalus Astragalus exscapus L.

Bestimmungsschlüssel

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 5-10 cm hoch, +/- stängellos, Blätter und Blüten grundständig . Blätter unpaarig gefiedert, mit 12-15(-20) Fiederpaaren, lang abstehend behaart. Teilblätter eiförmig, 1-2 cm lang. Blüten gelb, 2-2,5 cm lang, zu 3-9 aufrecht in der Blattrosette sitzend. Frucht schmal-eiförmig, 1,5- 2 cm lang, aufrecht, dicht abstehend behaart.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 5-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Trockenrasen, Föhrenwälder / (kollin-)montan-subalpin / VS

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Osteuropäisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 152-335.h.2n=16

Status

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 2 - Mittel Erhalten/ Fördern Gefährdungen Umwandlung von Steppen in Weinberge und Äcker Verbuschung, Konkurrenz Zerstörung des Lebensraums ( Bautätigkeit, Ställe, Häuser, Hochwasserschutz u.a.)

Ökologie

Lebensform Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.2.1.2 - Kontinentaler Halbtrockenrasen (Cirsio-Brachypodion)
6.4.3 - Kontinentaler Steppen-Föhrenwald (Ononido-Pinion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fsehr trockenLichtzahl LhalbschattigSalzzeichen--
Reaktionszahl Rbasisch (pH 6.5->8.5)Temperaturzahl Tmontan ( Wälder mit Buche, Weisstanne, in den Zentralalpen mit Waldföhre)
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Kkontinental (sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, sehr grosse Temperaturschwankungen, kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Astragalus exscapus L.

Volksname Deutscher Name: Stängelloser Tragant Nom français: Astragale sans tige Nome italiano: Astragalo nano

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Astragalus exscapus L.Checklist 201753800
=Astragalus exscapus L.Flora Helvetica 20011173
=Astragalus exscapus L.Flora Helvetica 2012540
=Astragalus exscapus L.Flora Helvetica 2018540
=Astragalus exscapus L.Index synonymique 199653800
=Astragalus exscapus L.Landolt 19771792
=Astragalus exscapus L.Landolt 19911481
=Astragalus exscapus L.SISF/ISFS 253800
=Astragalus exscapus L.Welten & Sutter 1982804

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2b(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)potenziell gefährdet (Near Threatened)B2b(iii)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung2 - Mittel
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft:L - Leitartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Umwandlung von Steppen in Weinberge und Äcker Bewirtschaftungsverträge abschliessen Schutzzonen einrichten Information und Sensibilisierung der Bewirtschafter und Besitzer Verbuschung, Konkurrenz Fundorte weiterhin traditionell, extensiv nutzen Zerstörung des Lebensraums ( Bautätigkeit, Ställe, Häuser, Hochwasserschutz u.a.) Schaffung von Schutzgebieten (Mikroreservate) Schutz und regelmässiges Überprüfen der Vorkommen (Monitoring) Ex situ Material Close