Trifolium scabrum L.

Rauer Klee

Art ISFS: 427700 Checklist: 1047700 Fabaceae Trifolium Trifolium scabrum L.

Bestimmungsschlüssel

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Stängel 5-15 cm, niederliegend-aufsteigend, vom Grund an ästig, rauhaarig, einjährig . Blätter 3 zählig . Teilblätter verkehrt-eiförmig, ca. 1 cm lang, Seitennerven am Rand zurückgebogen . Blüten weisslich, +/- sitzend. Blütenstände eiförmig, ca. 1 cm lang, endständig und einzeln in den Blattwinkeln, ungestielt. Kelchröhre aussen dicht behaart, zur Fruchtzeit mit starren, nach aussen gebogenen Zähnen .

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 5-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Trockenrasen, Felsenheiden / kollin-montan / Zerstreut J, MW, ANW, TI

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Mediterran

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 142+452.t.2n=10,16

Status

Status IUCN: Stark gefährdet

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Kleine, isolierte Vorkommen Verlust von Lebensraum, von bodenoffenen Trockenrasen (Wegfallen der traditionellen Nutzung (Beweiden und Befahren), Verbuschung) Konkurrenz von dichtere Krautgruppen

Ökologie

Lebensform Therophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.1.1 - Wärmeliebende Kalkfels-Pionierflur (Alysso-Sedion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fsehr trockenLichtzahl LhellSalzzeichen1
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Tsehr warm-kollin (nur an wärmsten Stellen, Hauptverbreitung in Südeuropa)
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Trifolium scabrum L.

Volksname Deutscher Name: Rauer Klee Nom français: Trèfle scabre Nome italiano: Trifoglio scabro

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Trifolium scabrum L.Checklist 2017427700
=Trifolium scabrum L.Flora Helvetica 20011138
=Trifolium scabrum L.Flora Helvetica 2012644
=Trifolium scabrum L.Flora Helvetica 2018644
=Trifolium scabrum L.Index synonymique 1996427700
=Trifolium scabrum L.Landolt 19771726
=Trifolium scabrum L.Landolt 19911435
=Trifolium scabrum L.SISF/ISFS 2427700
=Trifolium scabrum L.Welten & Sutter 1982894

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Stark gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: C1

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)stark gefährdet (Endangered)C1
Mittelland (MP)stark gefährdet (Endangered)C1
Alpennordflanke (NA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)C2b; D
Alpensüdflanke (SA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)C2b; D
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)C2b; D

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
BLVollständig geschützt(01.01.2012)
GEVollständig geschützt(25.07.2007)
Schweiz--
TIVollständig geschützt(23.01.2013)
VDVollständig geschützt(02.03.2005)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Kleine, isolierte Vorkommen Eventuell ex-situ Vermehrung von indigenem Material (Samen) und Wiederansiedlung an ursprünglichen (oder potentiellen) Fundstellen, Verstärkung bestehender Populationen Verlust von Lebensraum, von bodenoffenen Trockenrasen (Wegfallen der traditionellen Nutzung (Beweiden und Befahren), Verbuschung) Gezielt extensive Beweidung in Trockenrasengebieten fördern, Befahren von Feldwegen nicht unterbinden Entbuschung Erhaltung von Biotopen (kurzrasige Flächen, lückenhafte Wiesenflächen, Xerobromion) mit angemessener Pflege, ohne Düngung Konkurrenz von dichtere Krautgruppen Verbot von Düngemitteln, die die Konkurrenz fördern Ex situ Material Close In-situ Massnahmen Close