Mycetochara axillaris ( Tenebrionidae)
ist in Europa weit verbreitet und aus Sibirien gemeldet (vgl. NOVÁK & PETTERSSON 2008: 328). Die Art ist in ganz Deutschland vorhanden und regional häufig (vgl. BLEICH et al. 2019). Mycetochara axillaris war in Hessen zunächst nur aus Kassel (WEBER 1903: 172), Nidda-Ober-Lais (SCRIBA 1865: 52), Frankfurt am Main und Wiesbaden (VON HEYDEN 1904: 248) bekannt, bevor sie bei GrossGerau wieder entdeckt wurde (BOUWER 1989: 154). Neuere Funde der relativ seltenen Art liegen vor aus alten Waldinseln am Edersee (SCHAFFRATH 1999: 84), im Reinhardswald (SCHAFFRATH 2001: 29), bei Bad Wildungen-Albertshausen, Niedermeiser (SCHAFFRATH 2013: 67), Darmstadt (BATHON 1981a: 25, BRENNER 2006: 54), Mörfelden-Walldorf (BRENNER 2003f: 58) und Lampertheim (NOLTE et al. 1997: 42). HOFMANN (2019) meldet weitere Funde aus Erlensee und vom Mittelrhein. Im Osthessischen Bergland ist die Art bislang aus Knüllwald-Niederbeisheim (BRENNER 2008: 68) und dem Naturwaldreservat Schönbuche bei Neuhof (DOROW et al. 1992: 158; FLECHTNER 2001: 25, 81) bekannt. Mycetochara axillaris entwickelt sich im verpilzten Holz hohler Laubbäume, die von anderen saproxylophagen Insekten besetzt sind (HORION 1956: 187, KOCH 1989b: 332), und wurde auf dem Haimberg mittels Stammeklektoren in den randständigen, hohlen Rotbuchen (Abb. 18, 45) an der Abbruchkante des ehemaligen Kalksteinbruchs nachgewiesen. Die starke Gefährdung dieser Art (SCHMIDL & BÜCHE, im Druck) resultiert aus dem Verschwinden hohler, anbrüchiger Laubbäume infolge der modernen Forstwirtschaft und der Wegesicherungspflicht.