Ampedus rufipennis ( Elateridae)

ist vom Maghreb über Südeuropa bis ins südliche Skandinavien, den Kaukasus und Iran verbreitet (vgl. CATE 2007: 109). In Deutschland ist dieser Schnellkäfer nach BLEICH et al. (2019) besonders im Saarland, Rhein-Main-Gebiet und in Mecklenburg-Vorpommern häufiger nachgewiesen. Aus Hessen ist die Art seit KIESENWETTER (1858: 338) bekannt, der Elater satrapa, ein Synonym des A. rufipennis, nach Stücken aus Kassel beschrieb. Ampedus rufipennis wurde wiederholt aus dem Rhein-MainGebiet gemeldet (BOUWER 1979b: 19, HORION 1953: 186, NOLTE et al. 1997: 39, SCHÜRMANN & TÜRKEY 1978: 118, SINGER 1955: 117), in jüngster Zeit aus Darmstadt (BRENNER 2013: 9), Gross-Gerau, Viernheim (BRENNER 2012: 37), Bensheim, Ginsheim, Klein-Krotzenburg (BRENNER 2014: 47), Lampertheim (BRENNER 2016: 24) und Raunheim (BRENNER 2018: 13). Neuere Funde aus Nordhessen liegen vor vom Edersee (SCHAFFRATH 1999: 65) und aus dem Reinhardswald (SCHAFFRATH 2001: 26). Die Art wurde auch in Bad NauheimSchwalheim (BRENNER 2017: 10) und Steinau an der Strasse (BRENNER 2010: 60) nachgewiesen. Im Osthessischen Bergland ist A. rufipennis aus Morschen im Knüll (HOFMANN 2019) und vom Haimberg (leg. Frisch, BATHON 1991: 8) bekannt. Die Art entwickelt sich nach HORION (1953: 186) räuberisch in faulem Laubholz, vorwiegend in Betula pubescens, Carpinus betulus, Fagus sylvatica, Fraxinus spec. und Tilia spec . Auf dem Haimberg wurde A. rufipennis im wärmebegünstigten Laubwald des Südwesthangs mit Stammeklektoren an Buchendürrständern erfasst, aus weissfaulem Buchenholz geschnitten und von blühenden Sträuchern geklopft.