Rhopalocerina clavigera ( Staphylinidae),
beschrieben von SCRIBA (1859: 414) nach Exemplaren aus Seligenstadt, zeigt ein expansiv pontomediterranes Verbreitungsbild vom östlichen Mediterraneum über grosse Teile Europas (vgl. SCHÜLKE & SMETANA 2015: 634). Die Art ist aus den meisten Gebieten Deutschlands gemeldet (vgl. BLEICH et al. 2019). Neuere hessische Funde stammen aus Bad Hersfeld (FOLWACZNY 1984: 57) und Wetzlar-Magdalenenhausen (SCHMIDT 2002: 74). Die Ökologie der seltenen Art ist unbekannt. Nach HORION (1967: 146) und KOCH (1989a: 34) soll sie in Buchenwäldern an Bächen und in verpilztem Buchenlaub vorkommen. FOLWACZNY (1984: 57) siebte die Art in einer Waldschlucht aus Laub und Pilzen. Rhopalocerina clavigera wurde auf dem Vogelsberg hingegen in einem trockenen Kieferngehölz mittels Bodenfallen nachgewiesen.