Aleochara irmgardis ( Staphylinidae, Abb. 26)

wurde von VOGT (1954) aus Darmstadt nach Exemplaren aus Maulwurfsnestern wissenschaftlich beschrieben. Bis heute ist dieser nidikole Kurzflügler nur aus dem südlichen Mitteleuropa bekannt (vgl. SCHÜLKE & SMETANA 2015: 497) und in Deutschland neben dem weiteren Rhein-Main-Gebiet bislang nur vom Bodensee, aus dem Weserbergland und der thüringischen Rhön gemeldet. Hessische Funde liegen vor aus Hanau (DEHNERT 1959: 71), Rossdorf, Langenselbold, Mühltal (HOFMANN 2019), Hadamar (BRENNER 2007: 51), Bad Karlshafen und Trendelburg (FOLWACZNY 1960: 187) sowie Hofgeismar (HORION 1967: 368). Aleochara irmgardis wurde auf dem verfüllten Kalksteinbruch mit Bodenfallen nachgewiesen, wo die Art vermutlich die zahlreichen Wühlmausbaue in der tiefgründigen Deponieerde bewohnt. Es handelt sich um den Erstnachweis im Osthessischen Bergland.