Trixagus exul ( Throscidae)
galt lange als Synonym des T. duvalii (BONVOULOIR, 1859), weshalb die Gesamtverbreitung noch unbekannt ist (LESEIGNEUR 1998: 229). Gegenwärtig ist die Art von der Iberischen Halbinsel bis nach Russland und in die Türkei nachgewiesen (LESEIGNEUR 2007: 88). Sie ist in der norddeutschen Tiefebene stellenweise häufig, wurde nach BLEICH et al. (2019) südlich der Linie Ruhrgebiet–Rhein-MainGebiet–Thüringer Becken jedoch noch nicht gefunden. In Hessen ist T. exul bislang nur aus dem Süden bekannt. BÜCKING (1931: 178) meldete die Art aus Enkheim (1903, 1904). Hofmann (in litt. 2019) überprüfte Belege in der Sammlung Bücking (Naturmuseum Senckenberg, Frankfurt am Main) aus Enkheim (1900) und Ginsheim-Gustavsburg (1926). Meldungen des T. duvalii aus Südhessen in HORION (1953: 327, 328) könnten sich auf T. exul beziehen. Bei dem von SCRIBA (1865: 32) aus Bad Soden gemeldeten Exemplar handelt es sich nach VON HEYDEN (1889: 159) jedoch um einen fehlbestimmten T. obtusus . Die Biologie des T. exul ist unbekannt, doch ist zu vermuten, dass sich die Larven wie diejenigen des häufigen T. dermestoides an Mykorrhizapilzen saugend ernähren (vgl. BURAKOWSKI 1975: 393). Im Waldbestand des Haimbergs gelang der Erstnachweis im Osthessischen Bergland am Südrand der bekannten Verbreitung in Deutschland in einem Stammeklektor.