Scymnus suffrianioides apetzoides ( Coccinellidae, Abb. 35),
die nordwestliche Unterart der im Nahen Osten verbreiteten Nominatform, ist von Anatolien über weite Teile Mitteleuropas bis in das südliche Skandinavien bekannt (vgl. KOVÁŘ 2007: 591). Der deutsche Verbreitungsschwerpunkt der xerothermophilen Art (HORION 1969: 33, KOCH 1989b: 240) liegt in den Wärmegebieten des Ober- und Mittelrheins, der Nahe, Mainfrankens (Locus typicus: Tüngersheim am Main [CAPRA & FÜRSCH 1967: 5]) und der Schwäbischen Alb, doch liegen auch Nachweise aus dem Siegerland und Sachsen-Anhalt vor (vgl. BLEICH et al. 2019). In Hessen ist S. s. apetzoides bislang nur vom Nollig bei Lorchhausen am Mittelrhein bekannt (HOFMANN 2019), einem ausgeprägten Wärmestandort. Auf dem Haimberg besiedelt die Art die Kalkmagerrasen und den verfüllten Kalksteinbruch. Es handelt sich um den hessischen Zweitfund dieses Marienkäfers weit ausserhalb des Rhein-Main-Gebiets. Die Determination wurde von Claudio Canepari, Milano, bestätigt.