Euorodalus coenosus ( Scarabaeidae, Abb. 33)
ist durch das arboreale Europa bis in den Kaukasus und die Türkei verbreitet (vgl. DELLACASA et al. 2016: 126). Der Dungkäfer ist in der norddeutschen Ebene und am Oberrhein nicht selten (vgl. BLEICH et al. 2019), kommt in den Mittelgebirgen aber nur sporadisch auf Wärmehängen vor (HORION 1958: 114). Euorodalus coenosus ist aus Nordhessen unbekannt (SCHAFFRATH 1994: 22). Aus dem Osthessischen Bergland liegt nur die alte Meldung von EISENACH (1883: 85) aus Rotenburg an der Fulda vor. Aus dem südlichen Hessen wurde die Art häufiger gemeldet, so aus Frankfurt am Main, Weilburg (VON HEYDEN 1904: 386), Hanau (BRENNER 2017: 22), Raunheim (BRENNER 2018: 21), der Viernheimer Heide (BRENNER 1997a: 26, BRENNER 2012: 43), Darmstadt, Gross-Gerau, Lorch und Lorsch (HOFMANN 2019). Auf Haim- und Vogelsberg wurde E. coenosus seit EISENACH (1883: 85) erstmals wieder im Osthessischen Bergland nachgewiesen. Die psammophile Art, die sich im Kot von Weide- und Wildtieren entwickelt (RÖSSNER 2012: 194), lebt im Untersuchungsgebiet in Dung von Schafen und Ziegen.